Slopestyle – 21.02.18

Die Platzverhältnisse waren widrig, alle anderen Jugend- und Erwachsenenmannschaften hatten das Training um den letzten Mittwoch herum ausfallen lassen. Doch immerhin 11 Kelschs, darunter seltene Gäste, wie Schneeexperte Micha und Ollo, der aufgrund einer Haglundferse (!) sein Abschiedsspiel ankündigte.
Auch Igor , der zuletzt eher durch medizinische Bulletins auf sich aufmerksam gemacht hatte, feierte, trotz wenig Zuversicht spendender Prognose ein Comeback.

Auf dem hart gefrorenen und unebenen Platz ließ sich kaum kombinieren oder dribbeln, so dass vieles Zufall blieb. Bunt startete besser und ging aufgrund der höheren Effizienz mit 2:0 und 3:1 in Führung.
Orange kämpfte sich aber ins Spiel hinein und traf mit zunehmender Spieldauer auch besser. So gelang der Ausgleich und mit dem 4:3 und dem 5:4 sogar die Führung. Doch die Bunten benötigten weiterhin nur wenige Chancen, um zu Toren zu kommen, so dass diesen der Ausgleich und kurz vor Schluss sogar die erneute Führung zum 6:5 gelang.

Doch Orange konnte, in der Person von Igor noch einmal zurückschlagen, denn diesem gelang mit einem Hackentrick aus kurzer Distanz der verdiente Ausgleich zum 6:6.

Für den nächsten Mittwoch sieht die Vorschau deutlich besser aus. Der Platz ist, Stand gestern, fast komplett abgetaut und grün. Nur an den Ecken liegen noch Schnee- und Eisreste. Sollte kein erneuter Schneefall mehr kommen, steht einem vernünftigen Spiel am Mittwoch nichts im Wege.
Handschuhe, und wer’s braucht lange Unterhosen, nicht vergessen!

Bunt – Orange 6:6

Bunt: Manu, Tantieme, Meister, TobiH, Steffen
Orange: Igor, Micha, Ralf, Marcus, Armin, Ollo

MotM: Igor – Comeback, Ausgleich kurz vor Schluss und Geburtstagskiste! Ausreichend Gründe, meine ich!

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10 – Die Traumzahl (07.02.2018)

Was Bo Derek – die Älteren unter uns erinnern sich sicher – zu dem Spiel gesagt hätte, weiß ich nicht. Gefroren hätte sie in ihrem Bikini bestimmt (Grüße nach Brasilien!). Und 10 war auch gar nicht die Traumfrau, sondern die Traumzahl. So genügsam ist man inzwischen. 10 Spieler – acht Kelschs und zwei Gastspieler – kicken und am Ende steht es 10:10. Nach zweitägigen Vorüberlegungen auf WhatsApp hatte Roman die glänzende Idee gehabt, im Büro zwei Gäste zu akquirieren. Halleluja! Nicht schon wieder auf die ungeliebten Eishockeytore.

Ich könnte aus den Berichten der vergangenen Wochen herauskopieren, dass „meine“ Mannschaft den Beginn verpennte. Kaum gewonnene Zweikämpfe, zu viel Raum für die Grünen (jaja, so war das) und ein schleppendes Angriffsspiel. Stattdessen sollte ich besser darüber nachdenken, warum das wieder „meine“ Mannschaft betraf. Die Grünen machten die Sache jedenfalls sehr gut, standen kompakter und leisteten sich auch viel weniger Fehlpässe. Im Sturm wirbelte der grüne Gastspieler (dessen Namen ich leider vergessen habe – Tomek hieß der bunte Gast). Zur Halbzeit hätte Bo Derek ihren Hintern sicher nicht darauf verwettet, dass Bunt noch einmal ins Spiel kommt. Doch als der Fünf-Tore-Rückstand der Grünen nach und nach dahinschmolz, schöpften die Bunten neue Hoffnung. Ihr Spiel wurde köperbetonter – ein-, zweimal auch über das Erlaubte hinaus – und die Abwehr stand sicherer. Grün stemmte sich noch einmal dagegen, den sicher geglaubten Sieg aus der Hand zu geben. Doch ein Hurgeltor der Bunten, eine Minute vor dem Abpfiff durch Zeitnehmer Tantieme, besiegelte das letztlich gerechte Unentschieden.

So bleibt folgende Kabinenerkenntnis: Wenn man einen Rückstand von 3:8 zu einem 8:8 aufholt und nach dem erneuten Rückstand von 8:10 am Ende den Ausgleich macht, fühlt sich das besser an als umgekehrt. Hier ließe sich eine schöne Dialektik über das Unentschieden an sich beginnen. Oder – Fakten, Fakten, Fakten – einfach feststellen, dass es das erste Unentschieden des Jahres 2018 war und Steffen in diesem Kalenderjahr weiter ungeschlagen ist.

Ein besonderer Gruß geht noch an die Jugendmannschaft der Kickers. Dass wir wegen der Kinder auf dem Platz erst um 20:30 Uhr würden beginnen können, war klar. Dass die Nachwuchshoffnungen von der Waldau eine Kabine hinterlassen, in der es wie in einem Puma-Käfig riecht und angebissene Schokoriegel und anderer Müll rumliegt, eher nicht. Da auch noch das warme Wasser aufgebraucht war, konnte der SVK gestern Abend wohl keine neuen Anhänger dazu gewinnen.

Bunt 10:10 Grün

Bunt: Marcus M., Niki, Ralf, Steffen, Gastspieler

Grün: Harald, Marco, Roman, Stefan, Gastspieler

Man of the Match: Schwierig, einen Spieler hervorzuheben. Steffen und der Gastspieler der Grünen hoben sich aus ihren Mannschaften etwas hervor und erzielten beide viele Tore für ihre Farben. Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte: Niki und ich entschieden uns in der Kabine für Roman, weil er am Nachmittag durch sein spontanes Eingreifen erst das Spiel auf die reguläre Größe ermöglichte. Und ganz schlecht spielte er ja nun auch nicht.

Wenig los auf der Prag (31.01.2018)

9 – 12 – 12 – 11 – 8. Das sind die nackten Zahlen des Jahres 2018 bislang. Ergibt 10,4 im Schnitt und mit acht Kelschs gestern einen neuen Minusrekord. Außerhalb der Ferienzeit, wohlgemerkt. Was die Tendenz zu bestätigen scheint, die Manus Zahlen zum Jahresabschluss 2017 schon angedeutet hatten: Durch zahlreiche, auch langwierige, Verletzungen fehlt dem Kader momentan die Breite. Es ist wenig erfreulich, wenn bis kurz vor 20 Uhr sogar unklar ist, ob überhaupt ein Spiel zustande kommt. In der Kabine nach dem gestrigen Spiel war dennoch der überwiegende Tenor, derzeit keine neuen Kandidaten zu scouten, sondern auf die zügige Genesung aller Kranken, Verletzten, Fußlahmen und Rekonvaleszenten zu hoffen. Oder wie Michael Reschcke sagen würde: „Wir haben immer betont, dass wir unserem Kader vertrauen und davon überzeugt sind, mit ihm unsere Ziele zu erreichen.“ Gute Besserung rundherum!

Gespielt wurde quer im Strafraum auf die Eishockeytore. Bunt verpennte den Start komplett und lag ebenso schnell wie aussichtslos zurück. Nur Albrecht konnte zum zwischenzeitlichen 1:2 treffen, während bei Orange vor allem Ralf seinen Job als Torjäger bestens ausfüllte. Beim Stand von 1:5 kam die Frage auf, ob ein Spielertausch gewünscht sei. Zwar wird man nicht wegdiskutieren können, dass die orangene Mannschaft stärker besetzt war. Der klare Rückstand war aber eher darauf zurückzuführen, dass Orange lauf-, spiel- und einsatzfreudiger war als der behäbige Gegner. Bunt lehnte einen Wechsel deswegen ab und gelobte (vor allem sich selbst) Besserung.

Dazu stellte man taktisch um und beorderte Armin in die Spitze, was dem bunten Spiel sichtlich gut tat. In der Formation einer Raute spielte man nun genauere und klarere Bälle, bewegte sich besser, kam zu Chancen und konnte zumindest einigermaßen mithalten. Gleichwohl war der orangene Sieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Ralf störte das bunte Aufbauspiel früh. Niki und der Meister verteidigten im Zweifelsfall auch kompromisslos. Und Albin sorgte als letzter Mann dafür, dass kaum mal ein Ball ins Netz ging.

In der Schlussphase agierte Bunt risikoreicher, woraus sich für Orange zahlreiche Konterchancen ergaben. Einige davon wurden genutzt und der, auch in dieser Deutlichkeit verdiente, Vorsprung auf fünf Tore ausgebaut. Nachdem Albrecht vor dem gegnerischen Tor ohne Fremdeinwirkung umgeknickt war (Gute Besserung im Besonderen, Albi!), wurde das Spiel einige Minuten vor dem regulären Abpfiff beendet.

Bunt 5:10 Orange

Bunt: Albrecht, Armin, Marcus M., Stefan

Orange: Albin, Meister, Niki, Ralf

Man of the Match: Albin. Das Spiel auf dem engen Feld liegt ihm sehr. Nur bei seinem 3Ecken1Elfer-Strafstoß patzte er. Ansonsten organisierte Albin als Libero das Spiel seiner Mannschaft und setzte seine Kollegen glänzend in Szene. (Außerdem hat er ein faszinierendes Auto, dem sich offenbar immer eine Kiste gekühlten Bieres entnehmen lässt. Danke.)

 

PS: Bisher haben erst fünf Kelschs für einen Termin der Tour de Kelsch abgestimmt (Götz hat sich per E-Mail gemeldet). Bitte bis zum Wochenende abstimmen, danke! Hier der Link:

https://doodle.com/poll/5a6m33x4rmexd4i7

 

 

 

Souveräner Unterzahlsieg (24.01.2018)

Trotz Überzahl fand Bunt nur schleppend ins Spiel. Bis sich die bunte Hintermannschaft sortiert hatte, führte Orange komfortabel mit mehreren Toren Vorsprung. Dass Steffens Soli – wenn überhaupt – nur schwer zu verteidigen sind, ist klar. Mir sind aber zahlreiche Situationen im Gedächtnis geblieben, in denen ein orangener Angreifer mutterseelenallein im bunten Strafraum stand. Einfach weil die Hintermannschaft zu schläfrig war. Ein Kopfball-Eigentor des Autors dieser Zeilen nach einer Flanke von Albrecht passte ins Geschehen.

In eigenem Ballbesitz nutzte Bunt die Überzahl zu selten. Der Ball lief zu langsam durch die eigenen Reihen, die bunte Mannschaft zu wenig. Wobei Orange auch clever spielte. Steffen, Niki und Tobi H. machten das Zentrum laufstark, hart im Zweikampf und ballsicher dicht. So konnte Ralf im bunten Angriff kaum in Szene gesetzt werden. Gefährlich wurde es zumeist nur, wenn sich Manu mit Einzelaktionen dem gegnerischen Tor näherte. Stefan und Albrecht sorgten auf der orangenen Außenbahn für Entlastung und machten in der Defensive die Räume für Bunt zusätzlich eng.

Etwa zur Halbzeit kam Bunt zwar besser in die Partie und zu genügend Chancen, um zumindest heranzukommen. Allerdings blieben zu viele Chancen ungenutzt, als dass Orange wirklich in Gefahr geraten wäre.

Als mit Manu der letzte bunte Hoffnungsträger vom Platz musste, wurde es nicht unbedingt besser. Zumindest aber spielte Bunt engagiert zu Ende und ließ sich nicht vom Platz schießen. Näher als auf 7:10 ließ Orange den Gegner allerdings nicht herankommen und machte mit zwei Toren in den Schlussphase den überlegenen Sieg der Unterzahlmannschaft klar.

Bunt 7:12 Orange

Bunt: Albrecht, Armin, Manu, Marco, Marcus M., Ralf

Orange: Meister, Niki, Stefan, Steffen, Tobi H.

Man of the Match: Schwierig, aus der Unterzahlmannschaft – und insbesondere aus dem Trio Niki, Steffen und Tobi H. – einen Spieler herauszuheben. Ich entscheide mich für Niki, der mit vielen gewonnenen Zweikämpfen und unermüdlicher Laufarbeit dafür stand, was Orange über weite Strecken des Spiels vermissen ließ.

17.01.2018: Was wir wissen – und was nicht

Eine Woche liegt das jüngste Kräftemessen der Akademikersportgruppe Walter Kelsch mittlerweile zurück, und noch immer mittlerweile sehen wir uns mit einer ganzen Reihe von Fragezeichen zum Ablauf und den Hintergründen konfrontiert. Ein Überblick.

Was wir wissen:

  • 12 Spieler, damit kann man arbeiten. Noch dazu sehr ausgewogen zusammengestellt, wie der Spielverlauf zeigte. Chapeau, Meister!
  • Orange hatte bis zur Hälfte die Gelegenheit, deutlicher in Führung zu gehen und das Spiel möglicherweise vorzuentscheiden, vergab aber mitunter in absurder Art und Weise. So blieb’s immer knapp. und bunt konnte die Sache hinten raus umdrehen.
  • Steffen weiß ziemlich genau, wo das Tor steht.
  • Armin weiß auch aus größerer Entfernung, wo das Tor steht.
  • Der Meister hat die alte Weisheit verinnerlicht, dass Kopfbälle als Aufsetzer besonders gefährlich sind.
  • Fußball ist immer noch wichtig. Und ernst.

Was wir nicht wissen:

  • Wieso der Meister vor dem leeren Tor an den Pfosten köpft.
  • Ob Manus Abschlussschwäche aus nächster Nähe noch akut oder schon chronisch ist.
  • Wann wir wieder mit Igor (Mitte Februar?) und Thomas (heute?) rechnen können. Und mit jenen, die nicht da waren.
  • Wie Tantieme diese eine Bogenlampe noch geklärt hat.
  • Ob die Netze Steffens Schussgewalt noch lange standhalten.
  • Wie es sein kann, dass die Partie noch nicht lief, als der Berichterstatter um 20.15 Uhr sein Auto parkte.
  • Was sonst noch so los war.

 

Bunt 6:5 Orange

Bunt: Armin, Marcus M., Stefan, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albrecht, Manu, Meister, Niki, Ralf, Roman

Man of the match: Tantieme. Ganz enges Höschen angesichts Steffens fabelhafter Treffsicherheit. Was für den groß aufspielenden Torhüter spricht: Ohne seine Paraden wäre bunt möglicherweise gar nicht mehr im Spiel gewesen. Außerdem hat er im Gegensatz zu Steffen in den nächsten Wochen keine Gelegenheit zum neuerlichen Triumph. (Ich hoffe, das Metall ließ sich problemlos entfernen?!)

Tour de Kelsch 2018

Liebe Kelschs,
Stefan und ich haben es am Mittwoch in der Kabine schon einmal angedeutet: Wir haben uns überlegt, die Tour de Kelsch 2018 rund um Bregenz stattfinden zu lassen. Die Idee ist, dass
  • Bregenz sehr gut von Stuttgart aus erreichbar ist,
  • wir abwechslungsreiche Touren machen können (flach am Bodensee entlang, wellig ins Allgäu Richtung Wangen/Isny sowie Richtung St. Gallen oder bergiger in den Bregenzerwald),
  • wir abends im Strandbad chillen können und
  • es ausreichend gastronomische Angebote gibt, wo man die Tage ausklingen lassen (oder sicher auch die Spiele der WM schauen) kann.

 

Um mögliche Unterkünfte suchen zu können, brauchen wir zunächst einen Termin. In einem ersten Schritt sollten wir das Wochenende festlegen. In einem zweiten Schritt können wir dann noch im Detail und endgültig festlegen, wer z.B. zwei oder drei Nächte bleibt.
Für folgende Wochenende im Juli könnt Ihr abstimmen:
  • 29.6.-1.7.
  • 6.-8.7.
  • 21.-22.7.
  • 27.-29.7.
Und noch ein paar Anmerkungen zu den Terminen:
  • Zur Abstimmung ist jeweils nur der Samstag genannt. Gemeint ist aber das Wochenende (Donnerstagabend oder Freitag bis Sonntag).
  • Ab dem 18.7. sind in Bregenz die Festspiele. Günstigere Unterkünfte dürfte es eher an einem der beiden erstgenannten Wochenenden geben.
  • Das erste Ferienwochenende in Baden-Württember ist am 27.-29.7.
  • Das Wochenende 13.-15.7. haben wir rausgelassen, weil Sonntags um 17 Uhr WM-Finale ist.
  • Am 30.6. und 1.7. sind die ersten vier Achtelfinals der WM (ohne, dass Deutschland dabei sein könnte).
  • Am 6. und 7.7. finden die vier Viertelfinals der WM statt.

Wenn noch andere Termine gewünscht werden, bitte Bescheid geben. Dann ergänze ich das noch.

Hier geht es zur Doodle-Umfrage. Ihr habt gut zwei Wochen Zeit: Bitte bis Freitag, 3. Februar abstimmen. Danke!

https://doodle.com/poll/5a6m33x4rmexd4i7

Schöne Grüße und Kette rechts,

Marcus

 

Ex post (10.01.2018)

Nachdem der Saisonauftakt mit 9 Mann numerisch noch etwas mau gewesen war, versammelten sich zum zweiten Stelldichein des Jahres 2018 immerhin 12 spielende Kelschs und dazu der – möglicherweise im Verbund mit einem Knaller-Neuzugang – laufende Thomas. Etwas überraschend wurde Letzterer nicht als neutrale Aufstellungsinstanz herangezogen; vielmehr nahm sich der Meister der Sache an und stellte zwei in der Ex-post-Betrachtung angenehm ausgeglichene Mannschaften zusammen.

Ebenfalls ex post kam Martin zu dem Schluss, dass orange das Spiel bereits kurz nach dem Anpfiff das Spiel verloren habe, als Manu an die Seinen appellierte, heute einfach mal nicht in Rückstand zu geraten, was sich nicht lange durchhalten ließ: Nach geschätzten zwei Minuten setzte Niki mit einem unter die Latte geprügelten Ball den Ton und ließ besagtem Manu im orangenen Tor keine Chance. Ein paar Minuten später köpfte wiederum Niki nach Steffens Flanke den Ball wiederum an die Latte, von wo er diesmal nicht ins Tor, sondern nach unten auf Manus Oberschenkel prallte und den Weg ins Tor fand. Marcus konnte das Elend nicht mehr mitansehen und initiierte einen Torwartwechsel, doch da war es, wie ex post nicht nur Martin weiß, im Grunde bereits zu spät.

Orange meldete sich dann auch im Spiel an und verkürzte durch einen abgefälschten Schuss von Albin, ehe bunt, das seine Angriffe in der Regel schneller vortrug und auch – aber gewiss nicht nur – deshalb häufig mehr Platz vorfand, eben diesen sinnvoll nutzte. Hinzu kam, dass Niki das Tor an diesem Abend in nachgerade ralfscher Manier de facto nicht verfehlen konnte, so sehr er sich auch bemüht haben mag.

Bunt zog also zunächst auf 4:1 davon, und danach passierte im Grunde nichts mehr.  Mal verkürzte orange, mal erhöhte bunt wieder, auf beiden Seiten wurden Chancen vergeben bzw. von den (insbesondere bunten) Torhütern großartig vereitelt. Orange gab einige wenige sehr ansehnliche Angriffe zum Besten, die nicht von Erfolg gekrönt waren, spielte aber sonst häufig zu ungeduldig und kam auch mit dem Doppelochsensturm Martin/Manu (Ersterer traf wenigstens ein paarmal) nicht mehr entscheidend heran, weil bunt immer dann, wenn es eng zu werden drohte, eine gute Antwort parat hatte, im Zweifel bis hin zu Nikis Hacke nach gelungenem Angriff über Steffen und Albi. Vielleicht habe ich da jetzt auch zwei Angriffe vermischt, das Muster hat sich gelegentlich wiederholt.

Bunt 7:5 Orange

Bunt: Albrecht, Niki, Roman, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albin, Manu, Marcus M., Martin, Meister, Stefan

Man of the match: „Der Niki hat zu viel Platz!“, rief ich recht früh in der Partie, um im weiteren Verlauf ebenso wenig dagegen zu unternehmen wie die gesamte orangene Mannschaft, aber vielleicht war an diesem Tag auch einfach kein Kraut gegen ihn gewachsen, so ex post betrachtet. Lief viel, traf, hielt gut.

Auf ein Neues! (03.01.2018)

Euch Kelschs & Euren Familien, auch vom Platz des Berichterstatters aus, ein gutes, glückliches, gesundes, verletzungsfreies und – auch fußballerisch – erfolgreiches neues Jahr 2018!

Dem Sturmtief Burglind trotzten zum Jahresauftakt neun wackere Sportsfreunde. Alle versicherten, die individuellen Trainingspläne über die Feiertage vorbildlich abgearbeitet und sich von Gänsen & Gutsle ferngehalten zu haben. Deswegen konnte auf den eigentlich obligatorischen Cooper-Test und die anschließende Messung der Laktatwerte verzichtet werden.

Gespielt wurde zwischen den blauen Linien auf flachgelegte Tore. Soll heißen: die Tore lagen auf den Pfosten und der Latte. Sie verstehen? Diese ungewöhnliche Maßnahme, die angemessene Größe des Spielfeldes und ausgeglichene Mannschaften waren Garanten dafür, dass sich trotz des ungeliebten 4 gegen 5 ein ganz munteres Spielchen entwickelte.

Die Ehre des ersten Tores 2018 gebührte Niki. In der Anfangsphase spielte Orange das Überzahlspiel insgesamt sehr gut und konnte so die Führung weiter ausbauen. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten griff jedoch der bunte Matchplan immer besser. Der sah folgendermaßen aus: In der Verteidigung staffelten sich die drei bunten Feldspieler vor dem Torwart am und um den eigenen Strafraum. Das Mittelfeld wurde den Orangenen komplett überlassen und ausschließlich versucht, Schüsse aus der zweiten Reihe und Pässe in die Box zu verhindern. Bei Ballgewinn wurde, vor allem über Steffen, gekontert was das Zeug hiel und so schnell wie möglich der Abschluss gesucht. Helmut Groß hätte seine Freude am bunten Spiel gehabt. (Naja. Vielleicht.) Bei Spielaufbau aus der eigenen Hälfte sicherten der Torhüter und ein bunter Abwehrspieler ab, so dass man selbst nur selten ausgekontert wurde. Mit dem – wenn ich mich recht erinnere – 6:5 ging Bunt erstmals in Führung. Auch Albin und Armin überzeugten mit sicherem und oft schnellem Passspiel.

Orange tat sich dagegen schwer, das bunte Abwehrbollwerk zu knacken. Häufig fehlte eine Anspielstation im Strafraum. Oft war der Spielaufbau der Orangenen auch ewtas zu langsam oder zu ungenau. Phasenweise wirkte das orangene Spiel – mit Verlaub – etwas gehemmt. Gegen Ende kam die Überzahlmannschaft wieder häufiger zu gefährlichen Aktionen und Toren. Die schwindenden Kräfte der Bunten machten sich – vor allem in größeren Lücken und häufigeren Fehlpässen – bemerkbar. Da Orange nie aufsteckte, musste Bunt bis zum Schluss voll dagegenhalten, um den clever erkämpften Sieg über die Zeit zu bringen.

Und wie es sich zum Jahresbeginn gehört, wurden in der Kabine große Pläne geschmiedet. In diesem Fall für die Tour de Kelsch. Mehr dazu in Kürze auf diesem Kanal.

 

Bunt 13:10 Orange

Bunt: Albin, Armin, Marcus M., Steffen

Orange: Albrecht, Meister, Niki, Stefan, Tobi H.

Man of the Match: Steffen war stürmischer als Burglind und richtete in der orangenen Hintermannschaft größere Schäden an, als ein morgens auf der Waldau umgestürtzer Baum am Auto des Kickers-Trainers.

Elferkönige! (14.12.2017)

Acht, ey! Gut, es hätte schlimmer kommen können. Neun, zum Beispiel. Sieben auch, oder sechs, und alles drunter. Trotzdem: acht. Und nebenan die Prager mit 13(?). Meh.

Das Ganze dann noch mit verspätetem Beginn und einer VfB-Niederlage im Rücken. Zudem hatte Manu die Leibchen daheim neben der Tür stehen lassen. Das immerhin ließ sich lösen. Dreieinhalb Herren waren in schwarz angetreten; der halbe wurde jedoch als bunt gewertet, während der optisch bunte Manu die schwarze Trainingsjacke des komplett düster gekleideten Niki über die eigenen sechs Schichten anziehen durfte und seit gestern einen lukrativen Werbevertrag mit Michelin hat.

Vier gegen vier, schwarz (the new orange!) ging in Führung, erhöhte per Fernschuss, der eine kurze Regelvergewisserung nach sich zog, bunt verkürzte, doch schwarz gelang postwendend – und danach noch mehrfach – die deutlich zu einfache Antwort. Die bunte Verteidigung bekam Niki nie in den Griff, zum Teil kombinierte schwarz auch ganz hübsch (das fünfte!), und irgendwann stand es 6:1.

Bunt hatte zu diesem Zeitpunkt gegen die von Stefan zusammengehaltene vielbeinige schwarze Abwehr bereits geschätzte zehn Ecken erzwungen, die in 3 exzentrische Elfmeter mündeten, ein vierter kam später noch hinzu, von denen genau gar keiner verwandelt wurde. Schwarz hatte am Ende wenigstens nur zwei davon, die ebenfalls beide zu nichts Zählbarem führten. Standards kann man üben, Coach!

Bunt wurde gleichwohl treffsicherer, kam auch auf 7:4, 8:5 und 9:6 heran, doch schwarz konnte den Abstand wahren, auch dank zum Teil absurd anmutender Treffer – Albis vors Tor geschwurbelten Ball, dessen Flugkurve ich ebenso wenig zu beschreiben vermag wie Armin, der ihn vermutlich längst im Aus sah, ehe er sich wie der sprichwörtlich wackelnde Kuhschwanz ins Tor senkte. (Diese Bilder, meine Güte!)

Während an der Seitenlinie Giovanni Trapattonis Kamelhaarmantel in der Kälte auf und ab tigerte (Herr Brehme war nicht zu sehen, vielleicht war es also doch Arie Haans Mantel), blies bunt zum letzten Halali, um die Partie doch noch zu kippen. Armin nahm Maß, und in der Tat kippte … Albi. Er hatte den Ball voll aufs Knie bekommen, wenn ich Nikis Zitat aus Gerd Rubenbauers Anatomieschulung recht verstanden habe.

Steffen gab zu Protokoll, dass man bei einem dauerhaften Ausfall nicht weiterspielen werde, was der gewiefte Albi flugs aufgriff – und so mit seinem Rückzug den schwarzen Sieg sicherte.

Schwarzorange 9:6 Bunt

Orange: Albrecht, Manu, Niki, Stefan
Bunt: Armin, Steffen, Tantieme, Tobi H.

Man of the match: Niki. Sehr laufstark, immer mit Zug zum Tor, die Lücken in der bunten Abwehr konsequent ausnutzend, auch mal mit dem nötigen Glück.

Albi ging es später am Abend wieder gut.

Nicht vergessen:

  • Bitte beachtet Steffens Mail zum Beitrag!
  • Nächste Woche wird gewichtelt!
    Tobi H. kümmert sich um die Schnittchen.
    Alkoholfrei kann ich gerne bringen.
    Von Bierangeboten weiß ich nichts.

 

 

 

Lückenhaft (22.11.2017)

Na ja, wenn man ehrlich ist, stellt der ganze Text, so er meine Erinnerung adäquat widerspiegelt, eine einzige Erinnerungslücke dar. Zum Teil vermutlich selbstgewählt, Verdrängung galore!

Also, hier die Fakten:

Bunt 8:3 Orange

Bunt: Harald, Igor, Martin, Stefan, Steffen, Tantieme
Orange: Albrecht, Manu, Marco, Marcus M., Meister, Philipp, Ralf

Bunt in Unterzahl, allerdings nicht nur Krampen im Team, orange mit nordischer Verstärkung, die Igor zu schaffen machte. Bunt ließ den Ball gut laufen, orange lief etwas zu halbherzig hinterher. Wenn mich meine Erinnerung nicht komplett täuscht, stand des recht lange 5:3, eine Phase, in der bunt einige Chancen liegen ließ. Mit dem 6:3 war’s dann durch. Bunt insgesamt kein bisschen torgefährlich.

Man of the match: Keine Erinnerung, wer das Offensivspiel der Bunten prägte. So gar keine. Spannend war allerdings der Konkurrenzkampf im Tor. Drei Kandidaten, die einen festen Platz zwischen den Pfosten für sich reklamierten. Die klügste Strategie wandte Tantieme an, der zunächst gönnerhaft ins Feld ging, sich dann aber rasch eine Verletzung zuzog und – zack! – ins Tor musste. Weil Stefan nicht nur klaglos den Platz räumte, sondern dann auch im Feld souverän seinen Mann stand, als wäre er nie weggewesen, ist er mein Man of the match. (Dritter Torwart war übrigens Faustball-Meister.)