Archiv der Kategorie: Spielberichte

Sommerlöcher (2., 9., 16.8.2017)

Sammy, das Krokodil, macht bisher zwar noch keine Baggerseen unsicher und auch die Schottlandreisenden haben nichts von Nessie berichtet. Trotzdem reißt das Sommerloch auf: Es wird zunehmend schwerer, Mitspieler zu rekrutieren, Darko bietet keine überteuerten Leckereien an und die Berichterstatter weilen alle im Urlaub. Ich versuche deshalb mal die letzten Spiele zusammenzufassen, fange mit dem jüngsten an, weil ich mich daran am besten erinnere.

16.8.2017

Begonnen hat alles, wie so vieles in Stuttgart, am Palast. Dort traf ich am Vorabend des Mittwoch zufällig Roman, gemeinsam machten wir uns Sorgen, ob wir überhaupt genügend Spieler zusammenbringen. Zum Glück bietet der Palast genügend alkoholische Getränke, um die Sorgen erst mal zu vergessen. Dabei half am nächsten Tag auch die eilig gestartete Teilnahmeumfrage: Zehn Zusagen kamen. Als dann auch noch Harald, Claus und Wilm eintrafen, hatten wir endgültig genug Potential, faire Mannschaften zusammenzustellen.

Das Spiel startete in Gleichzahl, sechs gegen sechs, und das auch sehr ausgeglichen. Bunt ging in den ersten fünf Minuten verdient in Führung, sodass die Mannschaft Marco den Gegnern überließ, als er leicht verspätet eintraf. Dann legte aber sehr schnell Wilm los: Er spielte die Gegner nach Belieben aus, schoss ein Tor nach dem anderen, tunnelte sogar mal seinen Vater, was ihm nach Spielende ein Eis von Albin einbrachte. Orange ging also in Führung und das schnell auch komfortabel. Da beschloss Marco, doch zu den Bunten zu wechseln, was trotz seiner Qualitäten als Spielführer nicht lange half: zu viele Sommerlöcher in der bunten Abwehr wollten gestopft werden, konnten es aber nicht. Orange führte ständig mit bis zu fünf Toren. Zum Schluss kam es aber wie so oft: Die Überzahlmannschaft konnte noch herankommen, schaffte kurz vor Schluss sogar noch den Ausgleich. Doch dann drehte Wilm wieder auf, und Orange zog zum Ende noch mit zwei Toren davon.

Bunt: Albrecht, Claus, Igor, Marco, Ralf, Roman, Tobi H.

Orange: Albin, Bernd, Harald, Meister, Niki, Wilm

Bunt-Orange 10:12 (oder so, Abstand stimmt auf jeden Fall)

MotM: Wilm, viele Tore, viele Spielanteile, tolle Ballbeherrschung, dabei auch mannschaftsdienlich

2.8.2017

Aufgrund von Sommerlöchern in meinem Gedächtnis geht es jetzt zwei Wochen zurück. Ich erinnere mich kaum an das Spiel, nur dass Claus und Wilm zum ersten Mal seit Langem kamen. Im Gegnsatz zu meinem Lob ein paar Zeilen weiter oben spielte Wilm dabei weniger mannschaftsdienlich, gut natürlich trotzdem, verlor sich aber in Einzelaktionen. Vor allem Marcus konnte ihn immer wieder effektiv stoppen. Das weiß ich noch, sonst nicht viel, dabei klingen die Spielfakten wirklich interessant: Es fielen sehr viele Tore und ich war in der Siegermannschaft! Der Vorschlag für Tantieme als MotM kommt glaube ich, weil er einige Glanzparaden zeigte und den Sieg festhielt.

Bunt: Albrecht, Marcus M., Meister, Stefan, Tantieme, Tobi H.

Orange: Albin, Bernd, Claus, Ralf, Wilm

Bunt-Orange 18:16

MotM: Tantieme, hielt den Sieg fest

9.8.2017

Besser wird es mit den Sommerlöchern meines Gedächtnisses nicht, auch wenn dieses Spiel kürzer zurückliegt. Bunt spielte in Unterzahl, war anfangs aber trotzdem überlegen und lag meistens vorne. Am Ende holte Orange aber auf und überholte dann kurz vor Schluss sogar noch. Es gab ein bisschen Unmut über harte Spielweisen, am Ende saßen aber alle fröhlich vereint vor der Vereinsgaststätte und genossen – sogar freundlich servierte -Pizza. Als MotM wird Tobi H. vorgeschlagen. Dem folge ich gerne, zumindest weiß ich noch, dass er, wie so oft, die Abwehr gut zusammenhielt und Opfer der harten Spielweise wurde.

Bunt: Albrecht, Marcus M., Meister, Niki, Steffen, Tobi H., Christian (Tobis Kollege)

Orange: Albin, Armin, Bernd, Igor, Ralf, Roman, Stefan, Tantieme

Bunt-Orange: 6:8

MotM: Tobi H., zuverlässiger Abwehrchef

Ausblick 23.8.2017

Am Ende des letzten Spieltags zählten wir noch einmal durch und kamen nur auf drei sichere Mitspieler (Obwohl Harald für mich zu schnell weg war. Iich weiß nicht, ob ihn jemand gefragt hat). Andi B. will kommen und sich zur Not ins Tor stellen, wodurch wir schon zu viert wären. Sind denn welche von den Urlaubern zurück? Wäre super, wenn ihr euch meldet. Bei zu wenigen Zusagen würde Tobi wieder Kollegen mitbringen.

Zusagen: Albrecht, Tobi H., Bernd, Harald (?), Andi, wenn es nicht anders geht

Dominanz und ein Tor des Monats (19.07.2017)

Man muss nicht lange um den heißen Brei herumreden: Als Steffen mit etwas Verspätung – selbstredend entschuldigt – kam und das Spiel neun gegen neun kurz zuvor begonnen hatte, wäre es sinnvoller gewesen, die Mannschaften noch einmal zu ändern. So schloss sich Steffen der, ansonsten unveränderten und dann deutlich überlegenen, orangenen Mannschaft an. Wäre er zu Bunt gegangen, wäre es wohl ähnlich gewesen. Nur andersherum halt. Sie wissen schon.

Martin gab nach überstandener Rekonvaleszenz sein Comeback und konnte rund 45 Minuten lang mitspielen. Als er aufhören musste und Niki Roman die Seiten wechselte, waren die Mannschaften ausgeglichener. Allerdings stand es da schon 4:0 für Orange. Man kann ohne große Übertreibung sagen, dass Bunt ohne diesen Wechsel möglicherweise kein einziges Tor geschossen hätte.

Nun wurde den Orangenen der Sieg auch nicht geschenkt. Auch in Überzahl musste in brütender Hitze viel Laufarbeit verrichtet werden, um die Bunten und das Spiel in den Griff zu bekommen. Aus der, zumindest in der ersten Hälfte, guten Mannschaftsleistung ragten Roman und Steffen sowie der wieder einmal sehr souverän haltende Tantieme im Tor hervor. Bei Bunt überzeugten vor allem Philipp mit einer überragenden Zweikampfbilanz gegen Igor sowie Tobi H., der mit seinem Kopfballspiel, gerade bei Standardsituationen, quasi nicht zu verteidigen ist und der mehrfach einfach Pech beim Abschluss hatte.

Nach Martins Ausscheiden und in numerischer Ausgeglichenheit gelang Bunt lediglich der Ehrentreffer, obwohl Orange das Spiel nur noch verwaltete und taktisch deutlich weniger diszipliniert agierte.

Den Schlusspunkt setzte Meister mit dem Tor des Monats. Eine Hereingabe von rechts hämmerte er mit dem rechten Außenrist dem in dieser Szene chancenlosen Jochen K. zum 5:1 unter die Latte.

Vielleicht wäre es auch eine Lösung gewesen, mit einem Auswechselspieler zu spielen? Ich persönlich finde ohnehin, dass 18 Spieler auf dem Halbfeld die absolute Obergrenze sein sollten.

 

Orange 5:1 Bunt

Orange: Armin, Bernd, Igor, Marcus M., Meister, Niki, Roman (bis 45. Min.), Stefan, Steffen, Tantieme

Bunt: Albrecht, Harald, Manu, Martin (bis 45. Min.), Ollo, Philipp, Thomas, Tobi H., Jochen K., Roman (ab 45. Min.)

Man of the Match: Steffen war nicht nur im Hinblick auf die Mannschaftsbildung der spielentscheidende Mann. Schon seit Wochen in starker Form, überzeugte er als Torschütze, Vorlagengeber und Organisator des orangenen Spiels.

Nachtrag: Kelsch – SV Prag jAH (27.11.2015)

Heute zufällig gefunden, das Protokoll vom letzten Aufeinandertreffen mit der Prager jAH aus dem Herbst 2015.

An das Spiel habe ich kaum Erinnerungen. Martin war stark im Tor. Die Prager hatten eingekauft. Fredi B. war bei denen dabei, schoss zwar glaube ich kein Tor, holte aber einen, zumindest zweifelhaften, Elfer gegen Niki raus, wurde ansonsten aber von TobiH abgemeldet.
Bernd schoss wenigstens noch den Ehrentreffer.

Es war die zweite 1-3-Niederlage gegen die Prager in Folge.
Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal wieder gewinnen!

Falls noch jemand was dazu einfällt, bitte ergänzen.

Kelschs – jAH SV Prag 1:3 (0:1)

Kelschs: Martin, Meister, Niki, TobiH, Roman, Manu, Steffen, Claus, Bernd, Frank M., Marco, Albi, Ralf, Dani, Ollo, Markus K., Jochen K.

Tore:
0-1, 20′
0-2, 60′
0-3, 70′
1-3, Bernd, 75′

Bodman, die vierte (14.-16.07.2017)

6-1, 6-2, 4-4. So waren die bisherigen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften ausgegangen. Mit zahlreichen Toren war also zu rechnen. Und auch dieses Mal wurden die wenigen Zuschauer nicht enttäuscht. Mit 7-2 siegten die Kelschs bei der dieses mal aus einer Mischung aus AH und A-Jugend bestehenden Elf des Gastgebers aus Bodman.

Coach Treuer hatte 16 Mann in den Kader berufen, darunter auch den Youngster Wilm, der das Durchschnittsalter der Kelschs gleich um 2 Jahre reduzierte.
Andi, wegen einer Knieverletzung nicht einsatzfähig, war trotzdem mit angereist und versuchte den Aufenthalt am See Zur Genesung zu nutzen, indem er ein ausgewogenes Sportprogramm mit Radfahren, Beachvolleyball und Turmspringen durchzog.
Martin, ebenfalls gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe unterstützte sein Team ebenfalls, moralisch, vom Seitenrand.
Auch Meister zeigte mal wieder seine großartige Professionalität: nachdem die erste Zeltnacht seinem Rücken zugesetzt hatte, scheute er keine Mühen und Kosten und verbrachte den Samstag in der Therme in Radolfzell, wo er sich auf eigene Kosten einer Massage unterzog und dadurch einsatzbereit zum Spiel erscheinen konnte.

Die Kelschs starteten im gewohnten 4-2-3-1 in folgender Formation:
Im Tor stand zum ersten Mal in einem Pflichtspiel Marcus. Nach eineinhalb Jahren Training brannte er auf seinen ersten Auftritt im weißen Kelschtrikot. Nachdem die Torwartposition nach Michas verletzungsbedingtem Karriereende in den letzten Jahren doch eine Schwachstelle darstellte und daraufhin ein Torwart verpflichtet worden war, steht den Kelschs nun endlich wieder ein zuverlässiger Keeper zur Verfügung. Er bot eine souveräne Leistung, strahlte Ruhe aus und reagierte bei den wenigen Malen, als er gebraucht wurde stark. An den zwei Gegentoren war er machtlos.

Die Viererkette bestand zu Beginn aus Claus und Niki auf den Innenverteidigerpositionen und Stefan und Roman auf den Außenbahnen. Mit ihrer Schnelligkeit (Claus und Roman) und ihrem guten Stellungsspiel (Niki und Stefan) gelang es ihnen die meisten Angriffe abzuwehren, so dass nur wenige Torchancen für die Gastgeber entstanden.

Manu und Steffen bildeten das zentrale Mittelfeld, versuchten die Bälle zu erobern und zu verteilen, die Offensivspieler einzusetzen und selbst zu Abschlüssen zu kommen, was ihnen das ein oder andere Mal auch gelang.

Die offensive Mittelfeldreihe bildeten Igor, Wilm und Basti. Diesen gelang es immer wieder die relativ langsame Abwehr der Bodmaner zu überlaufen oder auszuspielen. Wilms jugendlicher Esprit tat den älter werdenden Kelschs sichtlich gut, so dass er sich für weitere Auftritte dringend empfohlen hat.

Marco begann als einziger, zentraler Stürmer, band die Innenverteidigung der Bodmaner und war jederzeit anspielbereit und torgefährlich.

Von der Bank kamen Meister und Albi, meist auf den Außenverteidigerpositionen, Thomas und Bernd im offensiven Mittelfeld und Ollo als Sturmtank. Sie fügten sich mit guten Leistungen nahtlos ins Spiel ein und standen den Startern in keiner Weise nach.

Zwar besser gemäht, als in den Vorjahren, war der Rasen doch ein wenig zu lang, so dass der Ball doch deutlich langsamer als auf dem heimischen Kunstrasen lief. Nichtsdestotrotz fanden sich die Kelschs auf dem ungewohnten Rasenplatz schnell zurecht und kontrollierten von Beginn das Spiel.
Tief in der gegnerischen Hälfte attackierten die Kelschs den Gegner und ließen diesem keine Ruhe um von hinten heraus aufzubauen. So gelangen viele Balleroberungen und bereits in der ersten Viertelstunde gab es zahlreiche Chancen für die weißen, die jedoch nicht genutzt wurden.
Fest wären die Bodmaner mit ihrem ersten ernstzunehmenden Angriff in Führung gegangen, doch Marcus konnte den Konter entschärfen und der Nachschuss ging über das Tor. Der jüngste auf dem Platz sorgte dann für die Führung der Kelschs. Wilm zog aus halbrechter Position von der Strafraumlinie ab und traf unhaltbar ins linke obere Eck. Ein herrliches Tor!
Doch Bodman gelang schnell der Ausgleich. Ein langer Pass auf den pfeilschnellen Stürmer der Gastgeber, dieser gewann das Laufduell und schloss zum 1-1 ab.
Doch schnell gingen die Kelschs erneut in Führung. Wieder wurde früh attackiert, so dass der Torwart ins Dribbling gegen Manu gehen musste und dieser ihm den Ball vom Fuß direkt ins Tor spitzeln konnte.
Noch vor der Halbzeit fiel das 3-1. Marco wurde auf dem linken Flügel freigespielt und lief alleine auf den Torwart zu. Statt alleine abzuschließen wählte er den uneigennützigen Querpass, welchen ein Bodmaner Spieler vor dem einschussbereiten Wilm ins eigene Tor spitzelte.

Auch nach der Pause ließen die Kelsch nichts anbrennen und spielten konsequent weiter nach vorne. Marco setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und schloss mit dem linken Fuß zum 4-1 ab.
Die Bodmaner, die nur noch sporadisch vor dem gegnerischen Tor auftauchten, verkürzten aber noch einmal auf 4-2. Mit einem schönen Schuss aus halbrechter Position traf der Angreifer unhaltbar hoch ins lange Eck.
Doch nur wenige Minuten später zerstreute Manu die letzten Zweifel am Sieg der Kelschs. Einen vom Torwart abgewehrten Schuss versenkte er gekonnt volley zum 5-2.
Der Rest war Schaulaufen. Steffen erhöhte mit zwei Treffern zum Endergebnis von 7-2, jeweils nach schöner Vorlage von Thomas und Wilm.

Eine starke Vorstellung der Kelschs, allerdings gegen einen Gegner, der trotz Einsatz von ca. 5 A-Jugendspielern keine wirkliche Herausforderung darstellte.

Danach ging man zum gemütlichen Teil des Wochenendes über. Nach einer Abkühlung im See wurde in der Kelsch-Quechua-Zeltstadt (17 Zelte und ein VW-Bus) der (geliehene) Grill aufgebaut. Bei von Meisters Schwippschwager gesponsertem Rothaus-Bier und vielen anderen flüssigen und festen Leckereien saßen die Kelschs und ihre Familien noch lange zusammen.
Nach dem gemeinsamen Frühstück im Strandbad wurde der Tag größtenteils noch am See verbracht. Bei herrlichem Wetter wurde Langstreckenschwimmern zugeschaut, selbst geschwommen, Beachvolleyball gespielt, der neue Bodmaner Steg bewundert und vieles mehr.

Insgesamt wieder ein sehr gelungener, entspannter Kelschausflug.

TSV Bodman AH – Akademische Sportgruppe Walter Kelsch 2-7 (1-3)

Es spielten: Marcus, Stefan, Claus, Niki, Roman, Manu, Steffen, Igor, Wilm, Basti, Marco, Meister, Ollo, Albi, Thomas, Bernd

Tore:
0-1, Wilm (20′)
1-1, (25′)
1-2, Manu (29′)
1-3, Eigentor (37′)
1-4, Marco (50′)
2-4 (55′)
2-5, Manu (58′)
2-6, Steffen (68′)
2-7, Steffen (73′)

Warum Orange so erfolgreich war! (12.07.2017)

Ein wenig Clickbait hilft bestimmt, um die Zugriffszahlen auf das Blog in die Höhe zu treiben. Bringt sicher einen Zuwachs im sechsstelligen Bereich an Likes oder Likern, oder wie das heißt. Jetzt aber Content:

Orange war so erfolgreich, weil sie zwar auf dem Papier die schwächere Mannschaft, als Team aber stärker waren. Vor allem defensiv agierte Orange sehr diszipliniert und äußerst laufstark. Nur selten blieb ein Orangener nach einem Ballverlust oder einem Torabschluss vorne stehen. Das sah bei Bunt doch ein wenig anders aus. Ein bunter Kelsch hatte den Verfasser kurz nach Anpfiff noch leise gefragt, ob Orange Bedenken wegen der Mannschaftseinteilung habe. Es zog sich dann statt dessen durch den Abend, dass den Bunten in Punkto Intensität und Einsatzwille stets ein Muggaseggele fehlte. Orange hingegen nutze die von Bunt großzügig überlassenen Freiräume geschickt. Schnelle Konter, schön zu Ende gespielte Angriffe um den bunten Strafraum herum oder ein Tor nach einem doppelten Doppelpass: All das gelang.

Natürlich ist es auch an einem sehr guten Abend nicht möglich, Steffen und Manu gar nicht zu Abschlüssen kommen zu lassen oder immer zu verhindern, dass ihre Mitspieler präzise in Position gebracht werden. So führte – wenn sich der Verfasser richtig erinnert – Orange zwar über das ganze Spiel. Teilweise auch mit vier Toren Vorsprung, überwiegend aber nur mit nur mit ein oder zwei Toren. In den letzten Minuten ging Bunt noch einmal mächtig drauf und provozierte so zwei schlimme Ballverluste von Orange an deren Strafraum, die zum neunten und zehnten Tor der Bunten führten. Aber rankommen und vorbeikommen ist halt nicht dasselbe. Und tortz des etwas unsouveränen Endes brachte Orange den verdienten Vorsprung über die Zeit.

 

Orange 12:10 Bunt

Orange: Igor, Marcus M., Meister, Roman, Stefan

Bunt: Manu, Ollo, Steffen, Thomas, Tantieme

Man of the Match: Roman oder Igor. Igor oder Roman. Schwer zu sagen. Roman machte viele Tore selbst, bereitete einige vor und parierte im Tor einen schwer zu haltenden Kopfball von Manu. Igor holte auch viele Scorerpunkte und spielte sehr mannschaftsdienlich. Da er trotz Verletzung auf die Zähne biss und es hoffentlich der schnellen Genesung bis Samstag dient, ernenne ich Igor zum MotM.

Was dann passierte … (5.7.2017)

Eigentlich war es ein ganz normales Fußballspiel an einem gewöhnlichen Mittwochabend. Überzählige Bunte setzten die Orangenen bereits im Aufbau unter Druck, womit diese nicht recht umzugehen wussten. Im Tor von orange spielte jedoch der Meister auf, als müsse er seinen Man of the Match aus der Vorwoche erst noch rechtfertigen, und machte so einige klare bunte Chancen zunichte. Stefan tat es ihm anschließend nach, während der Meister selbst seinen Mitspielern vorne zeigte, wie die Sache mit dem Torabschluss funktioniert – 2:1 nach Steffens Vertikalpass.

Bunt erhöhte den Druck weiter und ging mit 3:2 in Führung, Steffen glich vom eigenen Strafraum noch einmal aus, was bunt jedoch nicht anfocht: 4:3. Orange vergab die eine oder andere Chance, der Meister spielte in einer Situation vor dem leeren Tor auf, als müsse er seinen Man of the Match aus der Vorwoche widerlegen. Als dann auch Manu den erneuten Ausgleich auf dem Fuß hatte, ging Jochen energisch dazwischen und verhinderte zwar den Ausgleich; der entstandene Pressball führte jedoch leider dazu, dass er unter Schmerzen aufgeben musste. Gute Besserung, Jochen!

In bewährter Jetzt-erst-recht-Manier legte bunt nun in Gleichzahl zwei Tore nach: 6:3 hieß es, und lange würde es wohl nicht mehr dauern, bis orange gesenkter Häupter die Niederlage eingestünde. Und in der Tat dauerte das Ganze nicht mehr lange – 18 Minuten, um genau zu sein, wie Ollo verkündete.

Doch was dann passierte, ist unglaublich:

  1. Steffen setzte sich großartig über rechts durch und legte punktgenau zurück (awesome!), wo der, hüstel, pfeilschnell mitgelaufene Manu den Ball in durch die Maschen zu jagen versuchte:

    Ziemlich genau so gelangte er zu Ollo, der souverän vollendete. 4:6
  2. Ollo spielte am 16er mit formidabler Übersicht quer, Manu guckte den Torwart in echter Torjägermanier aus und schob überlegt ein. 5:6.

    (Die These eines orangenen Spielers, wonach eine Bierkiste den Schuss abgewehrt hätte, wird hier nicht weiter diskutiert.)
  3. Die ebenso konsequente wie perfekt organisierte orangene Abwehr verhinderte nicht nur weitere Gegentore, sondern leitete auch blitzschnelle, nicht zu verteidigende Konter ein. Ollo schloss einen recht zügig aus der Distanz ab. 6:6
  4. Der unaufhaltsame Steffen zog in einem fulminanten Sprint über zwei Drittel des Feldes mehrere Gegenspieler auf sich und bediente Manu, der ehrlich gesagt nur noch einzuschieben brauchte. 7:6
  5. Auch das ein fantastisches Tor, ganz sicher. 8:6. Allerdings:
  6. Bunt gab sich noch nicht geschlagen. Der sagenhaft dribbelstarke Igor setzte die Strafraummacht Ralf ein. Tor, 8:7.
  7. Orange konterte. So und so, und in jedem Fall hinreißend. Blitzartig. Verbildlicht, für Igor. 9:7
  8. Und schließlich bewahrte der abgezockte Stefan im Gewimmel vor dem Tor die Ruhe. 10:7
  9. Albrecht Igor traf nach dem Abpfiff. Der zwar verfrüht erfolgt war, aber.

Und schon waren die 18 Minuten vorbei.

Orange 10:7 Bunt

Orange: Marcus M., Meister, Ollo, Stefan, Steffen, Manu
Bunt: Albrecht, Armin, Harald, Igor, Jochen S. (bis 60.), Marco, Ralf

Man of the match: Ollo. Traf nüchtern, nachdem Meister und Manu verkackt hatten. Traf fulminant von der Mittellinie. Assistierte mehrfach

Vor dem Regen – 28.06.2017

Die Mannschaften waren gemacht! Thomas, der nur laufen ging, hatte ein ausgewogenes 5 gegen 6 aufgestellt.
Dann kam noch der Meister, unangekündigt zu spät. Kurz wurde überlegt neu aufzustellen, Spieler zu verschieben. Man beließ es aber trotz besseren Wissens auf Seiten der Orangenen bei der bisherigen Zusammenstellung.

Orange ging zweimal in Führung, schenkte diese aber postwendend durch eigene, grobe Fehler wieder her. Bunt zog auf 5-2 davon, darunter auch ein umstrittener Elfer (nicht wegen des Fouls, das war klar, sondern wegen der Frage innerhalb oder außerhalb des Strafraums).

Mühsam kämpfte sich Orange wieder ran, schaffte, wie ich meine, den Ausgleich zum 5-5.

Die Bunten mit der Chance zur erneuten Führung, liefen 3 gegen 1 auf das orangene Tor, passten aber solange quer, bis der zurückgeeilte Albin klären
und einen Konter für Orange in gleicher Konstellation einleiten konnte. Doch auch diese schafften das Kunstück diese Großchance zu vergeben.
Orange dann im Pech, als ein Abschluss von Ollo an beide Innenpfosten klatschte, aber nicht ins Tor wollte.

Bunt traf dann mal wieder das Tor und dies gleich mehrmals, zog auf 5-8 davon, was die Entscheidung brachte. Den Orangenen war der Zahn gezogen, Albin
angeschlagen, spielte auch nur noch im Tor, so dass eine erneute Wende nicht mehr drin war.

Orange – Bunt 6-9 (?)

Orange: Albin, Bernd, Ollo, Armin, TobiH, Steffen
Bunt: Manu, Igor, Marcus M., Ralf, Roman, Meister

MotM: Meister, neigte die Waage zu Gunsten der Bunten!

Souverän heimgeschaukelt (21.6.2017)

Vor dem Spielbericht steht die Erinnerung an die Kommentarbitte wegen Bodman.

Lange war’s ziemlich ausgeglichen, die Führung wechselte hin und her, und weder bunt (in Überzahl) noch orange wusste so recht zu überzeugen. Kürzlich las ich irgendwo etwas von einem Fußballspiel, das an einen überdimensionalen Flipper erinnert habe, und so ähnlich kam es mir zunächst auch auf der Prag vor.

Keine Mannschaft war in der Lage, den Ball mal etwas länger in den eigenen Reihen zu halten – ein Schuh, den sich naturgemäß insbesondere die Überzahlmannschaft anziehen muss. Vielmehr gingen Ballgewinne auf beiden Seiten häufig ungeschnitten in Ballverluste über, gerne auch in mehrfacher unmittelbarer Folge. War halt zu heiß.

Irgendwann stand es 5:5, und nicht alle Tore ergaben sich bis dahin als zwingende Resultate brillanter Kombinationen; gelegentlich hatte auch die verteidigende Mannschaft ihren Anteil. Thomas schied dann verletzt aus, Meister drehte sich im Wind, und zack! – stand es 8:5 für die nun nicht mehr überzähligen Bunten.

Die Wiese war gemäht, der Käse gegessen, und so ließ dann auch der Autor dieser Zeilen angesichts lediglich dreier verbleibender Minuten Steffen ungestört im Strafraum gewähren und Ergebniskosmetik betreiben. 6:8. Bunt machte dann noch ein bisschen so weiter, Romans Nichtleibchen war aber auch eine Herausforderung, zumindest für mich, und nach dem 7:8 war das Spiel immer noch nicht rum.

Und so kam es, wie es kommen musste: In buchstäblich letzter Sekunde, de facto wohl bereits in der Nachspielzeit, standen die Orangenen nochmals zu dritt gegen einen Abwehrspieler im bunten Strafraum, einer von ihnen wurde in recht vielversprechender Position angespielt und – wie gesagt: es kam, wie es kommen musste – verzog. 8:7. Bunt hatte nichts anbrennen lassen.

Bunt 8:7 Orange

Bunt: Albin, Armin, Harald, Jochen S., Manu, Meister (bis 60.), Ollo, Stefan
Orange: Bernd, Marcus M., Ralf, Roman, Steffen, Thomas (bis 60.), Tobi H., Meister (ab 60.)

Man of the match: Jochen. Unverletzt (leider bemerkenswert) und torgefährlich bis zum Ende durchgespielt und dann inmitten zahlreicher blinder, der Resignation nicht nur naher, sondern bereits anheimgefallener Kelschs den verschollenen Ball wieder gefunden.

 

Gastspiel (07.06.2017)

Da Tobi H. insgesamt fünf Gastspieler organisiert hatte, gab es zwar Stirnrunzeln, aber keinen lautstarken Prostest, als er sich selbst in das Team mit allen (in Worten: allen!) jungen, schnellen und durchtrainierten Gästen beorderte.

Das alte routinierte bunte Team wehrte sich tapfer. Da die Chancenverwertung der Orangenen eher so mittel war und dem eindeutig unterlegenen Team ab und an auch das Glück zur Seite sprang, stand es nach etwa einer halben Stunde nur 0:4. Orange hätte so den ganzen Abend weiterspielen können, ohne ein einziges Tor zu kassieren. Was würde nach dem Reglement eigentlich bei einer Niederlage zu Null passieren? Die Verlierer rennen eine Runde nackt um den Platz?

Ohne jeden Zweifel waren die Mannschaften also ziemlich unausgewogenen, weshalb durchgewechselt werden musste. Zwei der Gäste entledigten sich ihres Leibchens. Im Gegenzug hofften Meister und Bernd, nun zur Gewinnermannschaft zu gehören. Die neu zusammengestellten Mannschaften erwiesen sich als gleichwertig und so entwickelte sich ein recht hübsches Fußballspiel. Sieben gegen Sieben. (Die Datenerfassung ist an diesem Punkt unzutreffend. Mein Fehler.)

Bunt spielte diszipliniert und konsequent tief stehend weiter. Nach Ballgewinn versuchten die passsicheren Albin, Armin und Martin schnell noch vorne zu spielen. Diese Beharrlichkeit und der starke kämpferische Einsatz begannen sich auszuzahlen: Spätestens zwei erfolgreiche Konter und ein Tor im Anschluss an eine Ecke später war Bunt beim Stand von 3:4 wieder zurück im Spiel.

Mit immer noch drei Gastspielern und dem starken Tobi H. – bei Ecken immer brandgefährlich – wehrte sich Orange nach Kräften. Die Chancenverwertung war allerdings weiterhin dürftig. Im bunten Tor konnten sowohl der Berichterstatter als auch Armin jeweils eine Hundertprozentige zunichtemachen.

Die Tatsache, dass Bunt nur noch zwei Gegentore kassierte, lag auch daran, dass Martin die bunte Defensive sehr gut organisierte. Albin versuchte zwar, den Libero nach vorne zu beordern, was Martin mit den Worten: „Ich spiele genau hier. 10 Meter vor und 10 Meter zurück. Nix anderes.“ verweigerte. Eine, wie sich zeigte, richtige Entscheidung.

Über 5:5 und 6:6 konnte Bunt das Spiel drehen. Den Schlusspunkt setzte Albin eine Minute vor Abpfiff, als er nach einem weiteren Konter Verteidiger und Torhüter umkurvte und zum verdienten 8:6 Endstand einschob.

Orange 6:8 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd (ab 30. Min), Meister (ab 30. Min.), Tobi H., drei Gäste

Bunt: Albin, Armin, Marcus M., Martin, Stefan, zwei Gäste (ab 30. Min.)

Man of the Match: Puh, schwierig. Rein fußballerisch lag einer der Gastspieler (derjenige, der vorne so viele Buden machte. Mein Namensgedächtnis…) weit vorne. Da ich mir allerdings unsicher bin, ob Gastspieler überhaupt wählbar sind, entscheide ich mich für Armin. Einige Konter hat er mit klugen Pässen eingeleitet oder selbst abgeschlossen. In einer der spielentscheidenden Szenen konnte er beim Stand von 7:6 mit einem Reflex einen harten Schuss aus kürzester Distanz zur Ecke ablenken.

 

Vorschau: Für nächsten Mittwoch haben schon sechs Kelschs zugesagt. Tobi H. hat bereits die Zusagen von mindestens drei Gastspielern. Wir können also davon ausgehen, dass der Kick nächsten Mittwoch stattfindet. Irgendwer wollte sich am Wochenende noch um den Schlüssel kümmern. Ich bringe wieder einen Ball. Und welcher Aushilfszeugwart hat eigentlich die orangenen Leibchen? Die fehlten. Wie schon in der Vorwoche.

Vorteil! (17.5.2017)

Am vergangenen Mittwoch zeigten sich dann doch wieder einmal die Tücken des kelschschen Regelwerks, konkret jener – aus Sicht des Schreibers nach wie vor allen Alternativen weit überlegenen – Vereinbarung, wonach stets derjenige der Schiedsrichter ist, der gerade einen Regelverstoß begangen hat.

Die Art der Tücke war indes eine neue: Ein Kelsch – nennen wir ihn der Lesbarkeit halber T. – foulte einen anderen Kelsch, den wir ebenso willkürlich I. nennen wollen. T. zeigte sein Vergehen in vorbildlicher Weise laut und deutlich an und stellte sich, wie auch einzelne Umstehende, auf eine Unterbrechung ein. I. allerdings war nicht zu Fall gekommen und spielte einen Mitspieler an, der kurz darauf ein Tor erzielte.

Da die erfolgreiche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt deutlich führte, war sie nach kurzem Innehalten bereit, nur leicht bruddelnd auf den Treffer zu verzichten. Die Frage, ob es bei engerem Spielstand ebenso leicht gefallen wäre, lässt Raum für Spekulationen.

Dessen ungeachtet bin ich der Ansicht, dass es richtig war, den Treffer nicht zu geben – der aktuelle Schiedsrichter, T., hatte auf Foul entschieden, ohne den Vorteil abzuwarten, natürlich, möchte ich sagen. Der Pfiff war quasi erfolgt, und nach dem Pfiff gibt es halt keinen Vorteil mehr.

Ist aber ne schwierige Sache, und wären wir nicht so anständige Kerle, wäre dem Missbrauch der foulbedingten Selbstanzeige bei dieser Auslegung Tür und Tor geöffnet.

Im Übrigen wäre das Spiel mit diesem Tor wohl entschieden gewesen, so aber blieb es bis zum Schluss spannend. Danke, T.!

Zum Spielverlauf: Durch eine unglückliche Fügung war die Information über Haralds angekündigte Verspätung erst kurz nach dem Teambuilding wieder an die Oberfläche gelangt, sodass beim Anpfiff bereits auf der Hand lag, dass in absehbarer Zeit Veränderungen notwendig sein würden. Unabhängig davon brachte bunt zunächst keinen Ball zum Mitspieler, während orange zwar nicht brillierte, aber doch wesentlich besser ins Spiel fand und folgerichtig in Führung ging, wenn auch – etwas schmeichelhaft für bunt – nur mit 1:0.

Harald stieß dann zu den Bunten, die dafür Ollo abgeben mussten und nun in Unterzahl auf Besserung hofften. Tatsächlich kam sie in Person von Niki, der sich in vorderster Linie ins Getümmel warf und sich im Grunde das ganze Spiel über dort suhlte. Im Zusammenspiel mit Tobi H. glich er aus.

Bunt zeigte sich aber weiterhin zielstrebiger und torgefährlicher, letzteres nicht zuletzt durch den Gast Markus, der den Bunten nicht nur insgesamt mindestens drei Stück einschenkte, sondern sie vermittels seiner Sneakersöckchen nachgerade demütigte. Beim Stand von 4:2 für orange ereignete sich das oben in extenso beschriebene Regelquiz, das 5:2 zählte nicht, und bunt bedankte sich mit einem 4-Tore-Lauf, an dem Armin nicht ganz unbeteiligt war, bis zum 6:4. Wenn wir ehrlich sind, hat orange in dieser Phase nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt verteidigt.

Die bunte Unterzahlführung war des Guten wohl etwas zu viel, und so legten die einen noch einmal eine Schippe drauf, während die anderen im Endeffekt zu unerfahren waren, um beim Stand von 6:5 die Uhr herunterzuspielen: Ballverlust nach unnötigem Risiko, Tantieme im bunten Tor hält überragend, doch seine Mitspieler (ja, Dich schau ich an, Manu!) kehrten nicht rechtzeitig in ihre Positionen zurück, um die zweite Welle aufzuhalten und Ollos Ausgleich zu verhindern.

6:6. Passt schon.

Orange 6:6 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd, Igor, Meister, Ollo (ab 15.), Stefan, Steffen, Markus (Gast)
Bunt: Armin, Harald (ab 15.) , Manu, Martin, Niki, Ollo (bis 15.),  Tantieme, Tobi H.

Man of the Match: Niki. Beschäftigte die orangene Abwehr phasenweise allein, hielt den Ball, kreierte Chancen. Und nach hinten kam er auch noch.

 

Und nicht vergessen: Mittwoch, 24.5., ist spielfrei!