Archiv der Kategorie: Spielberichte

Zwei Seelen wohnen, ach! … (18.10.17)

Einerseits ist es jedes Mal aufs Neue eine große Freude, im Sechzehner vier gegen vier auf die kleinen Tore zu spielen. Die Dynamik, die Enge, die Intensität, die körperliche Nähe, die Männerleiber, aber gut, ich galoppiere grade davon, wie auch immer: Schöne Spiele sind das, inklusive der Gewissheit, sich körperlich betätigt zu haben.

Andererseits setzt ein solches Spiel eben auch voraus, dass verdammt wenige Kelschs zugegen sind, und das ist halt scheiße. Wofür niemand etwas kann, es ist eben einfach so, begründet, und es ist nicht das, was man sich wünscht, Zahn hin, Zeit her.

Gestern war’s mal wieder so weit. 8 Kelschs auf dem Platz, vier gegen vier, verspäteter Anpfiff nach dem skandalösen Ausscheiden der Prager B-Jugend aus dem Pokalwettbewerb (Schiri, wir wissen, wo Dein Auto steht!), ausgeglichene Teams, kein Gezerfe, großartige Non-playing Captains in quasi eingezäunzter Coaching Zone, Fußballherz, was willst Du mehr (außer ein paar Leuten halt)!?

Orange zu Beginn recht offensiv, was die etwas näher am eigenen Tor postierten Bunten geschickt zu nutzen wussten und nicht zuletzt dank zweier Konter zu einem frühen 4:1 kamen. Die bunte Verteidigung bröckelte dann ein bisschen, der Autor spielte ein paar zu riskante Bälle, Niki wuselte, Steffen traf auch mal mit dem Vollspann, und so pirschte sich orange nicht nur heran, sondern blieb auch dran. Also fast. Immer wenn es eng wurde, legte bunt noch einmal nach, im Zweifel zimmerte Ralf auch einen ins Kreuzeck, und so blieb bunt stets knapp vorne.

Kurz vor Schluss führte bunt dann mit 7:6, als Niki und Ralf vor dem bunten Tor nach akustisch vernehmlichem Fußkontakt zu Boden gingen und die Schwarmintelligenz eine leichte Neigung zum Elfmeter – na ja, 11, eher Wurzel aus dreiundzwanzigzweiundachtzig zum Quadrat plus fünffuffzig zum Quadrat, also 24m45, und schräg – erkennen ließ. Nun wollen wir dem Unparteiischen keine Konzessionsentscheidung unterstellen, doch es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass er sich eines nicht geahndeten orangenen Handspiels erinnerte und daraufhin die Partie weiterlaufen ließ, bis Steffens Wecker klingelte.

Bunt 7:6 Orange

Bunt: Manu, Marcus M., Ralf, Tobi H.
Orange: Armin, Meister, Niki, Steffen

Man of the Match: Der treffsichere Ralf wäre ein Kandidat, ebenso der Meister, der die bunte Abwehr bei seinem letzten Treffer unsagbar schlecht aussehen ließ. Aber ich entscheide mich für den Balldieb Marcus M., der den Orangenen in feinster Ascacíbar-Manier ein ums andere Mal ein Schnippchen schlug.

Zahlen des Tages:
Anzahl der Spieler seit Anfang September:
12, 12, 18, 10, 12, 12, 8;
Vergleichswerte 2016:
14, 11, 15, 17, 16, 14, 12.
Natürlich kein bisschen repräsentativ, schon klar.

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Zu einseitig (04.10.2017)

Die Mannschaftsbildung gestaltete sich schwierig. Die zehn auf dem Platz befindlichen Kelschs wurden von Tobi H. so eingeteilt, dass Martin – der erst einige Minuten später dazu kommen konnte – für Bunt der sechste und damit Überzahlspieler hätte sein sollen. Parallel zu Martin erschien Niki, der seinen Elternabend schneller zu Ende brachte, als geplant. Die beiden Neuankömmlinge wurden dem bunten Team zugeschlagen, Tantieme von Bunt zu Orange transferiert und das orangene Tor von der blauen Linie aus dem Feld hinausgetragen. Zu diesem Zeitpunkt stand es, in einem durchaus ausgeglichenen Spiel, 2:1 für Orange.

Rund 20 Minuten später lag die bunte Mannschaft mit 7:1 hinten. Der mehrfach angebotene Spielertausch wurde dann – und vielleicht zu spät – vollzogen. Tobi H. und Albrecht wechselten die Teams

An der Unterlegenheit des bunten Teams änderte diese Rochade leider nichts. Was zu einem gewissen Teil mit der nominellen Stärke der Einzelspieler zu tun hatte. Einen wesentlichen Anteil daran, dass das Spiel so einseitig blieb, war meines Erachtens aber dem Umstand geschuldet, dass Bunt als Team eher so mittel agierte.

Hinzu kam, dass bei Orange sehr vieles funktionierte: Im Passspiel, in der Rückwärtsbewegung und im Abschluss. Deswegen sei nur noch auf die bemerkenswerte Tatsache hingewiesen, dass sich alle Orangenen in die Torschützenliste eintragen konnten. Für Bunt trafen Niki zweimal und Ralf.

 

Orange 14:3 Bunt

Orange: Albrecht (ab 40. Minute, zuvor Bunt), Harald, Manu, Marcus M., Meister, Tantieme (ab 15. Minute, zuvor Bunt)

Bunt: Albin, Armin, Martin (ab 20. Minute), Niki (ab 20. Minute), Ralf, Tobi H. (ab 40. Minute, zuvor Orange)

Man of the Match: Die Daten von Optakelsch belegen, dass Harald 100 % seiner Zweikämpfe gewann und 100 % seiner Pässe beim Mitspieler ankamen. Motor und Schwungrad der Orangenen im zentralen Mittelfeld.

Mahatma Gandhi Sonderpreis: Tobi H. Hatte die – im Nachhinein betrachtet – höchst undankbare Aufgabe übernommen, die Teams zu bilden. Schonte die Bunten, solange er das orangene Leibchen trug, mit seiner Chancenverwertung. Wechselte beim Stand von 7:1 von Orange zu Bunt.

Kesselliebe (27.09.2017)

Bei auch zu vorgerückter Stunde noch einmal spätsommerlichem Wetter fand sich nach zwischenzeitlicher Sorge, mit der unangenehmsten aller Spielerzahlen umgehen zu müssen, doch noch ein zehnter Kelsch ein – Harald hatte sich selbstverständlich im Blog informiert und so von der späteren Anstoßzeit erfahren.

Orange spielte auf die kurze Hälfte und fand zunächst besser ins Spiel, was dann auch in der frühen Führung resultierte, bei der der Torwart so lange darauf wartete, dass noch ein Stürmer die Hereingabe (von Armin?) verlängern würde, bis sie ohne Berührung an ihm vorbei ins Tor trudelte. Klassiker. Bunt glich durch Igor (#camebackstronger) aus, doch orange ließ sich nicht beirren und ging erneut in Führung, vermutlich sogar mit zwei Toren – hätte der Meister im Tor nicht kontinuierlich seinen Kessel dazwischengeworfen, hätten es auch mehr sein können.

So aber blieb bunt dran und lief bis zum 4:4 stets einer orangenen Führung hinterher, ehe Igor als offensiver Torwart von hinten heraus für ein Überraschungsmoment sorgte und die erste bunte Führung erzielte, der gleich darauf auch noch das 6:4 folgte. Die Bunten hatten nun alle Hände voll damit zu tun, zum einen Igor wieder die primären Aufgaben eines Torwarts nahezubringen, zum anderen sich der drängenden Orangenen zu erwehren.

Dass es gelang, lag erneut am Meister und dann auch an Marcus, der ebenfalls seinen Kessel zur Verfügung und in den Weg stellte, sodass die orangenen Torgelegenheiten weitgehend ungenutzt blieben, während bunt zum Teil bemerkenswertes Schussglück hatte – Roman und Manu nahmen in nicht immer zwingenden Situationen den Innenpfosten zu Hilfe, Marcus verwandelte eine tückische Hereingabe so traumwandlerisch sicher, dass man zweifeln darf, ob er es im Wachzustand wiederholen könnte.

Zudem taten sich in der Hintermannschaft der zurückliegenden und Anschluss suchenden Orangenen naturgemäß Lücken auf, die bunt in einigen Szenen erfolgreich nutzte – und so orange nicht mehr herankommen ließ.

Orange 7:12 Bunt

Orange: Armin, Harald, Martin, Steffen, Tantieme
Bunt: Igor, Manu, Marcus M., Meister, Roman

Man of the match: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Meister und Igor, Außenseiter Marcus. Entscheide mich für Igor, der bunt beim Comeback in der ersten Hälfte mit seinen Toren im Spiel hielt und vor dem Tor die Übersicht behielt, als die Sache noch einmal auf der Kippe stand.

 

Voll (20.9.2017)

Gestern hab ich hier ins Blog geschaut, vielleicht war es auch erst heute früh, die Zeit fliegt ja schon wieder, und was von einem verzögerten Spielbeginn gelesen. In der festen Überzeugung, es handle sich um den Spielbericht aus der Vorwoche, versuchte ich mich an eben jenes Spiel zu erinnern, und fand – nichts. Keinen verzögerten Beginn, also nicht mehr als sonst, aber auch sonst nichts. Alles weg. Verdrängt.

Dabei, so viel habe ich mir dann nach und nach zusammengereimt, war es gar nicht ganz schlecht. Zumindest erinnere ich mich an Fetzen aus einer Unterhaltung mit Steffen am späteren Mittwochabend, in der wir eben das aussprachen: gar nicht so schlecht, aber dann halt doch verkackt. Oder an einen kurzen Austausch mit Harald, der auf der Gegenseite stand und der eine Niederlage der stärkeren Mannschaft gesehen zu haben glaubte.

Nun, so weit wollte ich damals nicht gehen, aber ich entsinne mich in der Tat, dass wir Bunten gegen Ende den einen oder anderen Angriff nicht ganz optimal vor das Tor gebracht haben, und zudem, wenn wir dann doch dort ankamen, auch im Abschluss nicht in jeder Situation ein glückliches Füßchen hatten.

Im Gedächtnisnebel taucht ein 3:2 für die Orangenen aus, und das Gefühl, dass sie bis dahin immer so’n bisschen die Nase vorn gehabt hatten. Steffen hatte für bunt getroffen, zudem Niki richtig einen reingezimmert, auf der anderen Seite dürfte es, wie eigentlich immer an diesem Abend, Marco gewesen sein. Ich glaube übrigens nicht, dass er sich im ganzen Spiel jemals weiter als acht Meter von unserem Tor entfernt aufgehalten hat, aber was soll ich sagen? Alles richtig gemacht. Und noch dazu den Meister konsequent am eigenen Tor gebunden.

Bunt schaffte es dann, das Spiel zu drehen, ging durch Tobis Kopfball und erneut durch Steffen in Führung, und wenn ich ehrlich bin, dachte ich nicht, dass wir es noch aus der Hand geben würden. Doch Pustekuchen! Obi hämmerte einen unter die Latte, Marco pustete vermutlich einen anderen über die Linie, und schon war orange wieder vorne. Beide Seiten trafen noch je einmal (hier: Niki, dort: bestimmt Marco), und zum Schluss drängte bunt wütend auf den Ausgleich, doch entweder war es zu vielbeinig oder kamen die Flanken zu ungenau oder zu hart oder was weiß denn ich.

Bunt 5:6 Orange

Bunt: Albin, Manu, Marcus M., Meister, Niki, Stefan, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albrecht, Armin, Bernd, Harald, Marco, Martin, Obrenko, Ralf, Roman

Man of the match: Marco. Traf nach meiner Kenntnis vierfach. Das enge Spiel mit kurzen Wegen ist seines.

 

Und nicht vergessen: Verzögerter Anpfiff morgen!

True Gold (13.09.2017)

Die Analyse der knapp anderthalb mittwöchlichen Sternstunden der Bedeutungslosigkeit fiel bei Darko gewohnt sachlich aus. Einige lobten den Tatort vom Sonntag über den Schellenkönig, andere erträumten sich trotz Abwesenheit ein schönes Abend noch (irgendwas mit Maneater und Power of Love), wieder andere blickten rush auf das Spiel zurück, das der Aufforderung “Take my Breath away!” eindrücklich gefolgt war, insbesondere bei der ab der Hälfte der Spielzeit unterzähligen und am Ende sichtlich kurzatmigen Mannschaft.

Doch der Reihe nach: Wie zu befürchten gewesen war, fanden sich nicht allzu viele Kelschs in der Kabine ein. Glücklicherweise wandte Harald das drohende four-and-a-half-a-side ab, und es ergab sich ein schönes fünf gegen fünf auf einseitig verkürztem Spielfeld. Nach wenigen Minuten kombinierte sich das orangene (Spandau) Ballet zum gegnerischen Tor, ehe Thomas Albi unter Schmerzen zeigte, wo der Barthel den Most holt. Zack, Eisspray! Sah alles andere als gut aus, doch nach kurzer Behandlungspause ging es zunächst weiter.

Orange ging nach einem schönen Chip, den Armin lässig verlängerte, in Führung, bunt kam durch ein Eigentor zum Ausgleich Like a Virgin zum Kinde. Zwei junge Zaungäste wurden auf die Teams verteilt, ohne den Charakter des Spiels grundlegend zu verändern. Orange blieb, angetrieben von Power Station Harald, gefährlicher und ging durch Armin in Führung, doch bunt ließ sich zunächst nicht beirren und glich durch einen der Jungspunde (gelegentlich wollte man ihm “Relax!” zurufen) aus, ging dann sogar in Führung – was Thomas zu einem geschickten, da für ihn siegreichen Spielende zu nutzen wusste.

Die Mannschaften blieben unverändert, bunt nun in Unterzahl, ohne das ABC der Abwehrarbeit komplett verinnerlicht zu haben. Manu hatte noch einmal eine Chance, vergab aber kläglich – Tantieme musste Through the Barricades gehen, um den Ball zu holen. Orange glich aus, bunt schaffte die neuerliche Führung, orange glich wieder aus. Ein kurzes Weilchen blieb es beim 4:4, dann bekam Armin kurz vor der Torauslinie den Ball, von wo er ihn nach gefühlt mehrminütigem Ausgucken und mindestens bunter Gleichzahl vor dem Tor einfach nur parallel zur Linie in die Mitte zu schieben brauchte, wo Albi Cold as Ice abschloss, obwohl das gar nicht auf der Playlist gewesen war.

Zum Schluss ereilte bunt das klassische Destiny der Unterzahlmannschaft, am Ende hieß es 4:7, und einzelne Bunte hatten nicht gerade den Look of Love im Gesicht. Bei Darko wurd’s ein bisschen besser, bei lockeren Gesprächen über Schwulenikonen leuchteten allmählich wieder einzelne Rosen im Asphalt, bald freuten sich auch die Verlierer wieder auf das nächste bunt-orangene D’arby und eilten noch vor Dexys Midnight Runners nach Hause.

Orange 7:4 Bunt

Orange: Albrecht, Armin, Harald, Tantieme, Tobi H., Gast Jugend 1 (ab 25.)
Bunt: Manu, Meister, Ralf, Stefan, Thomas (bis 45.), Gast Jugend 2 (ab 25.)

Man of the Match: Armin. Dosenöffner. Fand immer wieder die Lücke für den letzten Pass.

Besser getroffen – 06.09.2017

Zu Beginn wieder mal kurzes Mannschaftsgeschacher, Tränendrüse und Unfitheitserklärungen, dadurch Orange stärker als geplant.

Bunt startete besser ins Spiel, zielstrebiger vor dem Tor. Führte deshalb auch 3-1. Orange fehlte vorne die Genauigkeit, Ollo empfohl sich mit einem Fehlschuss aus ca. 1,5m für die Liste der größten vergebenen Torchancen.

Doch nach und nach schlichen sich bei den Bunten Ungenauigkeiten ein und die anfangs gute Chancenverwertung ließ nach. Im gleichen Maße wie Bunt vor dem Tor nachließ, wurde Orange effektiver und drehte das Spiel.
So konnten die die Orangenen auf 8-4 davonziehen. Erst als das Spiel entschieden war, trafen die Bunten wieder, was allerdings nur noch zu Ergebniskosmetik reichte.

Orange – Bunt 8-6

Orange: Manu, Harald, Meister, Ralf, Albi, Ollo
Bunt: Roman, Dani, Marcus, Stefan, Armin, Steffen

MotM: Manu, obwohl nach eigenem Bekunden angeschlagen, trieb er an, legte auf und traf. Wie spielt der wenn er fit ist?

Wettbewerb gewonnen (30.08.2017)

9 Kelschs – einer davon noch dazu mit Verspätung – versammelten sich am Mittwochabend unter einem bedrohlich dunklen Himmel zum wöchentlichen Kick. Die Vorzeichen standen also nicht sonderlich günstig, doch glücklicherweise war auf zwei Herren Verlass: Zum einen kam Tobi H. mit drei Jungspunden im Schlepptau, zum anderen hatte Stefanes Vater in Sachen Regenwahrscheinlichkeit Entwarnung gegeben.

Die Gastspieler hatten in beispielloser Art und Weise Fakten geschaffen, indem sie durchgängig in orange oder orangeähnlichen Farben aufgelaufen waren. Drei junge Leute also auf der einen Seite, somit war zumindest klar, wer in der zu diesem Zeitpunkt noch vermuteten Unterzahl antreten würde. Als dann Martin kurz nach 8 auftauchte („Ich dachte halt, Ihr fangt wie immer später an.“), wurde Stefan (Alles Gute zum Geburtstag!) rasch nach drüben transferiert, was entgegen anderer Behauptungen nicht an seiner dembéléschen Verweigerungshaltung zu Spielbeginn, sondern zum einen an der orangenen Hose, zum anderen an der Aussicht auf eine reine Architektenmannschaft lag.

Bunt ging mit großem Respekt ins Spiel und traute sich, die Geschwindigkeit des Gegners fürchtend, zunächst kaum über die Mittellinie – was den Weg für den Fall eigener Angriffe allerdings verdammt weit machte. Hinten hielt man sich an die Maßgabe, möglichst gut zu kommunizieren und konsequenter zu übergeben als in der Vorwoche in ähnlicher Konstellation. Orange ging dennoch bald in Führung, doch bunt glich bei seinem ersten ernsthaften Ausflug über die Mittellinie aus.

Als die Bunten verstärkt dazu übergingen, gelegentlich den Weg nach vorne zu suchen, kassierten sie recht rasch die Quittung. Innerhalb kurzer Zeit ging der jeweilige bunte Offensivspieler dem Ball beim Zuspiel nicht konsequent entgegen, orange fing den Pass ab und zeigte, dass die jungen Leute einfach mit dem Umschaltspiel aufgewachsen sind – 3:1. In der Folge war orange weiterhin feldüberlegen und kam auch zu einigen klaren Chancen. Diese wurden zwar nicht genutzt, doch der weitere Verlauf des Abends schien vorgezeichnet.

Nach und nach, orange hatte noch immer nicht getroffen, fand bunt indes Wege, nicht nur die Mittellinie zu überschreiten, wenn auch in geringer Mannstärke, sondern dabei auch ein bisschen Torgefahr zu entwickeln. Ein langer Ball in die Spitze mit unmittelbarem Anschluss, dann aus der Abwehr heraus ein Vertikal- und ein Querpass, den der mitgelaufene technogedopte Albi souverän einnetzte, zack: 3:3.

Orange ließ das nicht auf sich sitzen, ging erneut in Führung und vergab wiederum ein paar Chancen, während bunt erst mal ein bisschen durchschnaufen musste – Temperatur und Luftfeuchtigkeit waren grenzwertig. Irgendwann spielte dann Marcus wieder den schnellen Ball in die Spitze, der zum Ausgleich führte, und als Albi mit dem starken linken Fuß einen langen Lochpass ebenso zentimetergenau platzierte wie Marcus seinen Abschluss, lag bunt plötzlich vorne.

Wütende Angriffe der Orangenen waren die Folge, ohne dass sie in dieser Phase so richtig zwingend gewesen wären. Allmählich sickerte jedoch bei den Bunten die Erkenntnis ein, dass sie ihren Vorsprung noch über eine Viertelstunde lang zu verteidigen hätten, und dann war es kurz darauf auch um sie geschehen: Tobi zog in halbrechter Position ungeachtet des Gewimmels vor dem Tor unwiderstehlich an und ab, der Ball schlug, nun gut, rollte in der kurzen Ecke ein, die Architekten waren wieder da. Und ließen sich danach nicht mehr lange bitten, die Verhältnisse zurechtzurücken: 6:5. 7:5. 8:5.  Wettbewerb gewonnen.

Orange 8:5 Bunt

Orange: Harald, Stefan, Tobi H., Gast Christian, Gast Daniel 1, Gast Daniel 2
Bunt: Albrecht, Armin, Manu, Marcus M., Martin, Niki

Man of the match: Albi. Hat uns letzte Woche einen gehörigen Schreck eingejagt, rannte nun bei heftigen Verhältnissen wieder wie ein junges Reh über den Platz. Und der Lochpass!

Frage(n) des Tages: Wo liegt beim WFV die Altersgrenze für Seniorenspiele, beispielsweise gegen jAH-Mannschaften, und wie alt ist eigentlich Christian?

Plan des Abends: Spider Murphy bei einem belgischen Querfeldeinrennen.

 

Lauf- und spielstark (23.08.17)

Jemand musste Tobi H. verflucht haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Abends gezwungen, neun Spieler auf zwei Mannschaften zu verteilen. Undankbarer wird’s nicht, wie erfahrene Kelschs, und sind wir das nicht alle, wissen.

Nun, vielleicht könnte man einschränkend darauf hinweisen, dass er zwar nichts Böses im engeren Sinn getan hatte, wohl aber der Ankündigung aus der Vorwoche, im Bedarfsfall für hinreichend Gastspieler zu sorgen, nicht in vollem Umfang gerecht geworden war. Gerade mal einen brachte er mit. Sozusagen den Ungerademacher.

Zurück zum Thema: Tobi hatte einen Scheißjob und hat das Beste draus gemacht. Um dem in der Vergangenheit bei vier gegen fünf stets unvermeidlichen Einbruch der Unterzahlmannschaft entgegenzuwirken, packte er die vier unter den Anwesenden, darunter zwei Rekonvaleszenten, laufstärksten Spieler in die bunte Unterzahlmannschaft, den Rest zu orange. Dass die Läufer nebenbei auch noch ziemlich gut Fußball spielen können, machte es für die anderen nicht ganz leicht. Was sie zu bedenken gaben, ohne aber eine bessere Lösung in petto zu haben.

Bunt ließ Ball und – eben nicht – Gegner von Beginn an ziemlich laufen, ging auch sehr rasch in Führung, weil sie zum einen gut kombinierten und orange zum anderen wenig Interesse zeigte, ernsthaft zu verteidigen, mit Reden und Übergeben und was halt sonst so dazugehört. Orange selbst bewegte sich vorne nicht so viel, kam aber dank der Überzahl des Öfteren erfolgreich zum Abschluss, was leider nur (aber immerhin) in seltenen Fällen gelungenen Powerplay-Stafetten geschuldet war.

Bis in den oberen einstelligen Bereich konnte orange den Abstand klein halten, stellte dann aber unglücklicherweise den dort eher mittelbegabten Schreiber dieser Zeilen ins Tor, worauf der Gegner unmittelbar reagierte und aus allen Lagen ein Polster herausschoss. Als die bunten Kräfte ein wenig schwanden, kamen die Orangenen, nicht minder geschwächt, zu einigen Gelegenheiten zur Ergebniskosmetik, die sie aber nur sehr bedingt zu nutzen wussten.

Orange 14:19 Bunt

Orange: Albin, Bernd, Manu, Martin, Ollo
Bunt: Harald, Igor, Tobi H., Gast Christian

Man of the match: Tobi. Schwere Aufgabe, gut gelöst. Und dann dieser blitzartige Abschluss inklusive Beinschuss. Bei mir, klar.

 

Sommerlöcher (2., 9., 16.8.2017)

Sammy, das Krokodil, macht bisher zwar noch keine Baggerseen unsicher und auch die Schottlandreisenden haben nichts von Nessie berichtet. Trotzdem reißt das Sommerloch auf: Es wird zunehmend schwerer, Mitspieler zu rekrutieren, Darko bietet keine überteuerten Leckereien an und die Berichterstatter weilen alle im Urlaub. Ich versuche deshalb mal die letzten Spiele zusammenzufassen, fange mit dem jüngsten an, weil ich mich daran am besten erinnere.

16.8.2017

Begonnen hat alles, wie so vieles in Stuttgart, am Palast. Dort traf ich am Vorabend des Mittwoch zufällig Roman, gemeinsam machten wir uns Sorgen, ob wir überhaupt genügend Spieler zusammenbringen. Zum Glück bietet der Palast genügend alkoholische Getränke, um die Sorgen erst mal zu vergessen. Dabei half am nächsten Tag auch die eilig gestartete Teilnahmeumfrage: Zehn Zusagen kamen. Als dann auch noch Harald, Claus und Wilm eintrafen, hatten wir endgültig genug Potential, faire Mannschaften zusammenzustellen.

Das Spiel startete in Gleichzahl, sechs gegen sechs, und das auch sehr ausgeglichen. Bunt ging in den ersten fünf Minuten verdient in Führung, sodass die Mannschaft Marco den Gegnern überließ, als er leicht verspätet eintraf. Dann legte aber sehr schnell Wilm los: Er spielte die Gegner nach Belieben aus, schoss ein Tor nach dem anderen, tunnelte sogar mal seinen Vater, was ihm nach Spielende ein Eis von Albin einbrachte. Orange ging also in Führung und das schnell auch komfortabel. Da beschloss Marco, doch zu den Bunten zu wechseln, was trotz seiner Qualitäten als Spielführer nicht lange half: zu viele Sommerlöcher in der bunten Abwehr wollten gestopft werden, konnten es aber nicht. Orange führte ständig mit bis zu fünf Toren. Zum Schluss kam es aber wie so oft: Die Überzahlmannschaft konnte noch herankommen, schaffte kurz vor Schluss sogar noch den Ausgleich. Doch dann drehte Wilm wieder auf, und Orange zog zum Ende noch mit zwei Toren davon.

Bunt: Albrecht, Claus, Igor, Marco, Ralf, Roman, Tobi H.

Orange: Albin, Bernd, Harald, Meister, Niki, Wilm

Bunt-Orange 10:12 (oder so, Abstand stimmt auf jeden Fall)

MotM: Wilm, viele Tore, viele Spielanteile, tolle Ballbeherrschung, dabei auch mannschaftsdienlich

2.8.2017

Aufgrund von Sommerlöchern in meinem Gedächtnis geht es jetzt zwei Wochen zurück. Ich erinnere mich kaum an das Spiel, nur dass Claus und Wilm zum ersten Mal seit Langem kamen. Im Gegnsatz zu meinem Lob ein paar Zeilen weiter oben spielte Wilm dabei weniger mannschaftsdienlich, gut natürlich trotzdem, verlor sich aber in Einzelaktionen. Vor allem Marcus konnte ihn immer wieder effektiv stoppen. Das weiß ich noch, sonst nicht viel, dabei klingen die Spielfakten wirklich interessant: Es fielen sehr viele Tore und ich war in der Siegermannschaft! Der Vorschlag für Tantieme als MotM kommt glaube ich, weil er einige Glanzparaden zeigte und den Sieg festhielt.

Bunt: Albrecht, Marcus M., Meister, Stefan, Tantieme, Tobi H.

Orange: Albin, Bernd, Claus, Ralf, Wilm

Bunt-Orange 18:16

MotM: Tantieme, hielt den Sieg fest

9.8.2017

Besser wird es mit den Sommerlöchern meines Gedächtnisses nicht, auch wenn dieses Spiel kürzer zurückliegt. Bunt spielte in Unterzahl, war anfangs aber trotzdem überlegen und lag meistens vorne. Am Ende holte Orange aber auf und überholte dann kurz vor Schluss sogar noch. Es gab ein bisschen Unmut über harte Spielweisen, am Ende saßen aber alle fröhlich vereint vor der Vereinsgaststätte und genossen – sogar freundlich servierte -Pizza. Als MotM wird Tobi H. vorgeschlagen. Dem folge ich gerne, zumindest weiß ich noch, dass er, wie so oft, die Abwehr gut zusammenhielt und Opfer der harten Spielweise wurde.

Bunt: Albrecht, Marcus M., Meister, Niki, Steffen, Tobi H., Christian (Tobis Kollege)

Orange: Albin, Armin, Bernd, Igor, Ralf, Roman, Stefan, Tantieme

Bunt-Orange: 6:8

MotM: Tobi H., zuverlässiger Abwehrchef

Ausblick 23.8.2017

Am Ende des letzten Spieltags zählten wir noch einmal durch und kamen nur auf drei sichere Mitspieler (Obwohl Harald für mich zu schnell weg war. Iich weiß nicht, ob ihn jemand gefragt hat). Andi B. will kommen und sich zur Not ins Tor stellen, wodurch wir schon zu viert wären. Sind denn welche von den Urlaubern zurück? Wäre super, wenn ihr euch meldet. Bei zu wenigen Zusagen würde Tobi wieder Kollegen mitbringen.

Zusagen: Albrecht, Tobi H., Bernd, Harald (?), Andi, wenn es nicht anders geht

Dominanz und ein Tor des Monats (19.07.2017)

Man muss nicht lange um den heißen Brei herumreden: Als Steffen mit etwas Verspätung – selbstredend entschuldigt – kam und das Spiel neun gegen neun kurz zuvor begonnen hatte, wäre es sinnvoller gewesen, die Mannschaften noch einmal zu ändern. So schloss sich Steffen der, ansonsten unveränderten und dann deutlich überlegenen, orangenen Mannschaft an. Wäre er zu Bunt gegangen, wäre es wohl ähnlich gewesen. Nur andersherum halt. Sie wissen schon.

Martin gab nach überstandener Rekonvaleszenz sein Comeback und konnte rund 45 Minuten lang mitspielen. Als er aufhören musste und Niki Roman die Seiten wechselte, waren die Mannschaften ausgeglichener. Allerdings stand es da schon 4:0 für Orange. Man kann ohne große Übertreibung sagen, dass Bunt ohne diesen Wechsel möglicherweise kein einziges Tor geschossen hätte.

Nun wurde den Orangenen der Sieg auch nicht geschenkt. Auch in Überzahl musste in brütender Hitze viel Laufarbeit verrichtet werden, um die Bunten und das Spiel in den Griff zu bekommen. Aus der, zumindest in der ersten Hälfte, guten Mannschaftsleistung ragten Roman und Steffen sowie der wieder einmal sehr souverän haltende Tantieme im Tor hervor. Bei Bunt überzeugten vor allem Philipp mit einer überragenden Zweikampfbilanz gegen Igor sowie Tobi H., der mit seinem Kopfballspiel, gerade bei Standardsituationen, quasi nicht zu verteidigen ist und der mehrfach einfach Pech beim Abschluss hatte.

Nach Martins Ausscheiden und in numerischer Ausgeglichenheit gelang Bunt lediglich der Ehrentreffer, obwohl Orange das Spiel nur noch verwaltete und taktisch deutlich weniger diszipliniert agierte.

Den Schlusspunkt setzte Meister mit dem Tor des Monats. Eine Hereingabe von rechts hämmerte er mit dem rechten Außenrist dem in dieser Szene chancenlosen Jochen K. zum 5:1 unter die Latte.

Vielleicht wäre es auch eine Lösung gewesen, mit einem Auswechselspieler zu spielen? Ich persönlich finde ohnehin, dass 18 Spieler auf dem Halbfeld die absolute Obergrenze sein sollten.

 

Orange 5:1 Bunt

Orange: Armin, Bernd, Igor, Marcus M., Meister, Niki, Roman (bis 45. Min.), Stefan, Steffen, Tantieme

Bunt: Albrecht, Harald, Manu, Martin (bis 45. Min.), Ollo, Philipp, Thomas, Tobi H., Jochen K., Roman (ab 45. Min.)

Man of the Match: Steffen war nicht nur im Hinblick auf die Mannschaftsbildung der spielentscheidende Mann. Schon seit Wochen in starker Form, überzeugte er als Torschütze, Vorlagengeber und Organisator des orangenen Spiels.