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Gastspiel (07.06.2017)

Da Tobi H. insgesamt fünf Gastspieler organisiert hatte, gab es zwar Stirnrunzeln, aber keinen lautstarken Prostest, als er sich selbst in das Team mit allen (in Worten: allen!) jungen, schnellen und durchtrainierten Gästen beorderte.

Das alte routinierte bunte Team wehrte sich tapfer. Da die Chancenverwertung der Orangenen eher so mittel war und dem eindeutig unterlegenen Team ab und an auch das Glück zur Seite sprang, stand es nach etwa einer halben Stunde nur 0:4. Orange hätte so den ganzen Abend weiterspielen können, ohne ein einziges Tor zu kassieren. Was würde nach dem Reglement eigentlich bei einer Niederlage zu Null passieren? Die Verlierer rennen eine Runde nackt um den Platz?

Ohne jeden Zweifel waren die Mannschaften also ziemlich unausgewogenen, weshalb durchgewechselt werden musste. Zwei der Gäste entledigten sich ihres Leibchens. Im Gegenzug hofften Meister und Bernd, nun zur Gewinnermannschaft zu gehören. Die neu zusammengestellten Mannschaften erwiesen sich als gleichwertig und so entwickelte sich ein recht hübsches Fußballspiel. Sieben gegen Sieben. (Die Datenerfassung ist an diesem Punkt unzutreffend. Mein Fehler.)

Bunt spielte diszipliniert und konsequent tief stehend weiter. Nach Ballgewinn versuchten die passsicheren Albin, Armin und Martin schnell noch vorne zu spielen. Diese Beharrlichkeit und der starke kämpferische Einsatz begannen sich auszuzahlen: Spätestens zwei erfolgreiche Konter und ein Tor im Anschluss an eine Ecke später war Bunt beim Stand von 3:4 wieder zurück im Spiel.

Mit immer noch drei Gastspielern und dem starken Tobi H. – bei Ecken immer brandgefährlich – wehrte sich Orange nach Kräften. Die Chancenverwertung war allerdings weiterhin dürftig. Im bunten Tor konnten sowohl der Berichterstatter als auch Armin jeweils eine Hundertprozentige zunichtemachen.

Die Tatsache, dass Bunt nur noch zwei Gegentore kassierte, lag auch daran, dass Martin die bunte Defensive sehr gut organisierte. Albin versuchte zwar, den Libero nach vorne zu beordern, was Martin mit den Worten: „Ich spiele genau hier. 10 Meter vor und 10 Meter zurück. Nix anderes.“ verweigerte. Eine, wie sich zeigte, richtige Entscheidung.

Über 5:5 und 6:6 konnte Bunt das Spiel drehen. Den Schlusspunkt setzte Albin eine Minute vor Abpfiff, als er nach einem weiteren Konter Verteidiger und Torhüter umkurvte und zum verdienten 8:6 Endstand einschob.

Orange 6:8 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd (ab 30. Min), Meister (ab 30. Min.), Tobi H., drei Gäste

Bunt: Albin, Armin, Marcus M., Martin, Stefan, zwei Gäste (ab 30. Min.)

Man of the Match: Puh, schwierig. Rein fußballerisch lag einer der Gastspieler (derjenige, der vorne so viele Buden machte. Mein Namensgedächtnis…) weit vorne. Da ich mir allerdings unsicher bin, ob Gastspieler überhaupt wählbar sind, entscheide ich mich für Armin. Einige Konter hat er mit klugen Pässen eingeleitet oder selbst abgeschlossen. In einer der spielentscheidenden Szenen konnte er beim Stand von 7:6 mit einem Reflex einen harten Schuss aus kürzester Distanz zur Ecke ablenken.

 

Vorschau: Für nächsten Mittwoch haben schon sechs Kelschs zugesagt. Tobi H. hat bereits die Zusagen von mindestens drei Gastspielern. Wir können also davon ausgehen, dass der Kick nächsten Mittwoch stattfindet. Irgendwer wollte sich am Wochenende noch um den Schlüssel kümmern. Ich bringe wieder einen Ball. Und welcher Aushilfszeugwart hat eigentlich die orangenen Leibchen? Die fehlten. Wie schon in der Vorwoche.

Vorteil! (17.5.2017)

Am vergangenen Mittwoch zeigten sich dann doch wieder einmal die Tücken des kelschschen Regelwerks, konkret jener – aus Sicht des Schreibers nach wie vor allen Alternativen weit überlegenen – Vereinbarung, wonach stets derjenige der Schiedsrichter ist, der gerade einen Regelverstoß begangen hat.

Die Art der Tücke war indes eine neue: Ein Kelsch – nennen wir ihn der Lesbarkeit halber T. – foulte einen anderen Kelsch, den wir ebenso willkürlich I. nennen wollen. T. zeigte sein Vergehen in vorbildlicher Weise laut und deutlich an und stellte sich, wie auch einzelne Umstehende, auf eine Unterbrechung ein. I. allerdings war nicht zu Fall gekommen und spielte einen Mitspieler an, der kurz darauf ein Tor erzielte.

Da die erfolgreiche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt deutlich führte, war sie nach kurzem Innehalten bereit, nur leicht bruddelnd auf den Treffer zu verzichten. Die Frage, ob es bei engerem Spielstand ebenso leicht gefallen wäre, lässt Raum für Spekulationen.

Dessen ungeachtet bin ich der Ansicht, dass es richtig war, den Treffer nicht zu geben – der aktuelle Schiedsrichter, T., hatte auf Foul entschieden, ohne den Vorteil abzuwarten, natürlich, möchte ich sagen. Der Pfiff war quasi erfolgt, und nach dem Pfiff gibt es halt keinen Vorteil mehr.

Ist aber ne schwierige Sache, und wären wir nicht so anständige Kerle, wäre dem Missbrauch der foulbedingten Selbstanzeige bei dieser Auslegung Tür und Tor geöffnet.

Im Übrigen wäre das Spiel mit diesem Tor wohl entschieden gewesen, so aber blieb es bis zum Schluss spannend. Danke, T.!

Zum Spielverlauf: Durch eine unglückliche Fügung war die Information über Haralds angekündigte Verspätung erst kurz nach dem Teambuilding wieder an die Oberfläche gelangt, sodass beim Anpfiff bereits auf der Hand lag, dass in absehbarer Zeit Veränderungen notwendig sein würden. Unabhängig davon brachte bunt zunächst keinen Ball zum Mitspieler, während orange zwar nicht brillierte, aber doch wesentlich besser ins Spiel fand und folgerichtig in Führung ging, wenn auch – etwas schmeichelhaft für bunt – nur mit 1:0.

Harald stieß dann zu den Bunten, die dafür Ollo abgeben mussten und nun in Unterzahl auf Besserung hofften. Tatsächlich kam sie in Person von Niki, der sich in vorderster Linie ins Getümmel warf und sich im Grunde das ganze Spiel über dort suhlte. Im Zusammenspiel mit Tobi H. glich er aus.

Bunt zeigte sich aber weiterhin zielstrebiger und torgefährlicher, letzteres nicht zuletzt durch den Gast Markus, der den Bunten nicht nur insgesamt mindestens drei Stück einschenkte, sondern sie vermittels seiner Sneakersöckchen nachgerade demütigte. Beim Stand von 4:2 für orange ereignete sich das oben in extenso beschriebene Regelquiz, das 5:2 zählte nicht, und bunt bedankte sich mit einem 4-Tore-Lauf, an dem Armin nicht ganz unbeteiligt war, bis zum 6:4. Wenn wir ehrlich sind, hat orange in dieser Phase nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt verteidigt.

Die bunte Unterzahlführung war des Guten wohl etwas zu viel, und so legten die einen noch einmal eine Schippe drauf, während die anderen im Endeffekt zu unerfahren waren, um beim Stand von 6:5 die Uhr herunterzuspielen: Ballverlust nach unnötigem Risiko, Tantieme im bunten Tor hält überragend, doch seine Mitspieler (ja, Dich schau ich an, Manu!) kehrten nicht rechtzeitig in ihre Positionen zurück, um die zweite Welle aufzuhalten und Ollos Ausgleich zu verhindern.

6:6. Passt schon.

Orange 6:6 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd, Igor, Meister, Ollo (ab 15.), Stefan, Steffen, Markus (Gast)
Bunt: Armin, Harald (ab 15.) , Manu, Martin, Niki, Ollo (bis 15.),  Tantieme, Tobi H.

Man of the Match: Niki. Beschäftigte die orangene Abwehr phasenweise allein, hielt den Ball, kreierte Chancen. Und nach hinten kam er auch noch.

 

Und nicht vergessen: Mittwoch, 24.5., ist spielfrei!

 

10.05.2017

Bunt: Steffen, Daniel, Igor,Marco, Meister, Marcus,Roman

Orange: Manu, Harald,Martin,Bernd,Jochen,Albrecht, Ralf, Stefan

Ergebniss: Bunt-Orange 5-7

 

Mannschaften wurden Gerecht verteilt, wenn mann von Gerecht bei Unterzahl sprechen kann und wenn ausgerechnet in Überzahl Mannschaft alle gute Laune zeigen.

Beide erste Tore waren in „Zieglers Wunderbarer Welt des Fussballs“ unter Kategorie Kacktor des Monats zu finden. Erst Orange nach eigentliche Flanke von Jochen durch alle mögliche Bunte Beine ins Tor. Im Gegenzug Tor von Marco. Er wollte flanken. Erstmal sah es aus nach „Ball suchen in der Baustelle“ und dann macht Ball einen hohen Bogen über Albrechts Hände die wohl ausgestreckt waren.

Orange ging wieder in die Führung und nach dem Ausgleich von Bunt war es ein Geduld Spiel von beiden Seiten . Bunt war nicht unterlegen und hat sogar bessere Chance in die Führung zu gehen. Aber Orange machte durch Ralf und Manu das 4:2. Es kommt die beste Phase von Bunt mit einem Doppelpass von Igor und Steffen an der Torlinie und Steffen vollendete die Kombi mit der Picke. Die Orangene waren immer unsicherer in der Abwehr  was  zum zwischenzeitlichen 5:5 reichte. Bis dato sehr gut spielender Jochen verletzte sich ohne Einwirkung von Gegner. Es folgte ein Mannschaftlich ausgeglichenes Spiel. Bunt hat da schon seine Chancen gesehen und wollte es ruhig die letzte 15 Minuten Angehen.

Einen schlechten Tag in der Abwehr erwischte heute Marcus der eindeutig mit Hand im Strafraum spielte. Ralf nahm die Kugel und wirkte selbstsicher. Der Torwart Albrecht hat die Ecke geahnt , aber die Kugel springt wieder zu Ralf und das war das 6:5. Hier musste jetzt Bunt alles nach vorne setzten und das resultierte mit einem Konter zum 7:5.

Ein gutes Spiel auf beide Seiten.

Bier gab es von Geburtstagskind Steffen.

MoM.:

Für mich gab es mehrere Kandidaten… Eigentlich die ganze Orange Mannschaft. Aber ich entscheide mich für Bernd. Sicher am Ball,Torgefährlich, ein Auge für Mittspieler… Und  in letzten Monaten offensichtlich im Fitness Studio verbracht und die ganze Fett in die Muskel Masse umgewandelt.

Quadrat, asymmetrisch (3.5.2017)

So, die Herren, nachdem Ihr im Geiste sicherlich längst eingewandt habt, dass ein Quadrat ja gar nicht asymmetrisch sein könne, und Ihr dementsprechend Euer Gehirn bereits auf Touren gebracht habt, könnt Ihr mir ja vielleicht gleich noch behilflich sein bei dem Versuch, die eine oder andere Erinnerung an den vergangenen Mittwoch hervorzukramen, oder zumindest meine Bruchstücke hernach berichtigen, noch besser: habhaft erweitern.

Das Spielfeld stand also wiederum in seiner ganzen Pracht zur Verfügung, und nachdem das Verhältnis von Länge und Breite in der Vorwoche für Irritationen gesorgt hatte, bekam es noch ein paar zusätzliche Meter spendiert, ohne dem ästhetischen Empfinden der Spieler, geschweige denn unseren inneren Monks, Rechnung zu tragen. Und wenn die Taktikblogger noch so viel von asymmetrischen Flügelbesetzungen oder ebensolchen Achtern schreiben – der Fußballplatz hat gefälligst ein symmetrisches Gebilde zu sein, wie groß das Feld auch immer sei. Ha!

Ach, zum Spiel: Orange ging sehr rasch in Führung, durch Roman, meine ich, und gab diese dann nie mehr her. Ok, vielleicht glich bunt noch zum 1:1 aus, ich weiß es nicht so genau. Irgendwann lag orange mit zwei Toren vorne, bunt verkürzte per Beinschuss, orange erhöhte, und so ging es verlässlich weiter bis zu Steffens finalem 6:4.

Orange 6:4 Bunt

Orange: Albin, Harald, Marcus M., Meister, Ollo, Roman, Stefan, Steffen, Tantieme
Bunt: Albrecht, Armin, Igor, Jochen S., Manu, Martin, Niki, Philipp, Ralf

Man of the match: Da bin ich jetzt wirklich überfragt. Steffen hat getroffen, Roman auch, ist noch dazu gelaufen, der Meister schweißte einen ein, aber vielleicht war das auch in der Vorwoche. Totti glänzte am Tag seines verkündeten Rücktritts defensiv, spielte aber möglicherweise den einen oder anderen Fehlpass. Ich nehm Ollo, der Steffens Flanke so veredelte, wie es sonst nur Terodde kann.

Quadrat (26.4.2017)

Fast Rekordbeteiligung und dann auch noch den ganzen Platz für die Kelschs: So begann ein spannender Mittwochabend. Ganze 16 Kelschs fanden sich ein, die Prager dagegen kamen gar nicht. So beschloss man nach kurzer Diskussion, das Spielgeschehen zu drehen und aufs große Feld zu spielen. Um dem fortgeschrittenen Alter gerecht zu werden, allerdings nur von Strafraum zu Strafraum. Heraus kam ein fast genau quadratisches Spielfeld, nach Handmessungen auf Google Earth sogar ein ganz klein bisschen breiter als lang.

Aufs Spiel hatte das aber wenig Auswirkungen, die Tore fielen trotzdem in der Mitte. Und was für welche! Bunt trumpfte mit einem Sturmduo auf, das zusammenspielte, als täte es nie etwas anderes: Ollo und Meister. Zwei wunderschöne Spielzüge krönte Ollo mit zwei Toren. Danach berappelte sich Orange ein bisschen und kam mit der Brechstange zum Ausgleich. Doch das bunte Sturmduo ließ nicht nach: Es machte weiter Druck, unterstützt natürlich von der ganzen Mannschaft. Bei einem Konter war der orangene Torwart (und Autor) orientierungslos und wusste nicht mehr, wo das Tor stand, so traf Roman locker zum 3:2. Nach einem wunderschönen Brekalo-Schuss vom Meister genau in den Winkel stand es plötzlich 4:2, der alte Abstand war wiederhergestellt.

Passend zum gedrehten Spielfeld drehte sich dann aber das Spiel: Bunt gab das Spiel aus der Hand, was aber auch an einer erhöhten Konzentration des orangenen Teams lag: Martin und Tobi organisierten jetzt die Abwehr, Harald brachte die Bälle nach vorne, wo es dann auch merhmals klappte mit dem Torschießen. Und zwar so gut, dass es bald 6:4 für Orange stand. Bunt konnte zwar noch einmal verkürzen,doch kurz vor Schluss machte Orange alles klar und erhöhte auf 7:5. Dann war das Spiel plötzlich auch schon vorbei, die Spielzeit war diesmal eben auch breiter als lang.

Bunt: Jochen S., Manu, Meister, Roman, Ollo, Steffen, Stefan, Dani

Orange: Albin, Albrecht, Armin, Bernd, Harald, Martin, Tobi H., Ralf

Bunte-Orange 5:7

MotM: Martin. Coachte Orange nach Rückstand noch zum Sieg

 

 

 

Doppelt besonders (19.04.2017)

Möglicherweise habe ich hier irgendwann einmal ein Buch erwähnt, das ich als junger Fußballspieler ganz gern mochte: „Der Torwart ist eben etwas Besonderes“ von Brian Glanville. Es handelt von einem jungen Torwart auf dem Weg in den Profifußball, spielt in England und ist für den aktuellen Spielbericht völlig irrelevant – wenn man davon absieht, dass wir am Mittwoch gleich zwei besondere Torhüter hatten: Auf der einen Seite stand ein vermeintlich in nordischen Gefilden wettergegerbter junger Mann im Kasten, der sich am späten Nachmittag angesichts einiger vereinzelter Wolken Hilfe und eine Regenjacke suchend an die Gemeinschaft wandte. Verwunderlich, dass er nicht auch noch nach einem Fön frug. Sein Gegenüber war ein nicht minder seltener Gast, zumindest in den letzten Monaten: Comebacker Tantieme, der zwar keine Defizite bei der Oberbekleidung zu beklagen hatte, wohl aber beim Schuhwerk. Wie auch immer: Schön, dass die beiden da waren und künftig auch wieder regelmäßig sind. Also, der eine. Womit ich nicht sagen will, also, der andere, ach, Faden verloren.

Die hinten heraus etwas lautere Mannschaft trat in Unterzahl und bunten Hemden an. Sie begann recht abwartend, ohne rechten Zug zum gegnerischen Tor, bzw. ohne überhaupt zu wissen, wer im Sturm spielen sollte. Orange hatte dementsprechend optisch etwas mehr vom Spiel und zudem in Igor einen Kommunikator, der das Feld nicht so einfach dem bunten Torwart überlassen und zudem ganz offensichtlich gewinnen wollte.

Das erste bunte Tor erzielte Armin durch einen Foulelfmeter, der gerade so die Linie überquerte, auf orangener Seite traf Igor aus halblinker Position mit dem Außenrist, wie Terodde quasi, nur nicht so elegant gelupft. Wer indes in Führung gegangen war – ich weiß es nicht mehr.

Nachdem Igor, erneut per Außenrist, seine Mannen in Führung gebracht hatte, bekamen auch wir Unwissenden eine Ahnung von Ralfs kolportierter Unfehlbarkeit aus der Vorwoche vermittelt: Albi flankte von rechts auf die Strafraumlinie, und während bunt noch überlegte, wie man Ralf nach der Ballannahme am besten stören solle, onetouchte er die Hereingabe per Dropkick aus der Drehung mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit direkt neben den Pfosten.  3:1.

Bunt traute sich nun etwas öfter nach vorne, wenn auch eher gemächlich und zu häufig mit halsbrecherischen Pässen durch die Mitte, wie sie einer Unterzahlmannschaft selten gut zu Gesicht stehen. Als man indes erstmals zügig über außen spielte, setzte sich jemand am rechten Flügel durch, seinen Querpass drückte jemand anderes über die Linie: 3:2.

Doch orange ließ sich nicht lange bitten: Der aufmerksame Albi holte sich nach einer abgewehrten Ecke den zweiten Ball, ließ ihn einmal kurz aufspringen und platzierte ihn mit einem schicken Schrägschuss am sich auf der Suche nach einem Alibi abrollenden Torhüter vorbei in die lange Ecke. Kurz darauf zog Igor als seitenverkehrter Robben nach innen und kam aus zentraler Position zum Abschluss, traf den Ball aber eher so mittel. Vermutlich war der Torwart jedoch bereits auf dem Weg in die Robben-Ecke, sodass er dem zentral auf das Tor zuhüpfenden Ball nur noch eine ebenso unorthodoxe wie erfolglose Fußabwehr entgegenzusetzen hatte. 5:2. (Merkt man, dass hier alles daran gesetzt wird, ihn nicht zum man of the match zu machen?)

Bald darauf spielte Armin einen abgewehrten Ball vom eigenen Strafraum mit viel Übersicht und etwas Glück in den Laufweg seines Mittelstürmers, der Tantieme im 1:1 gerade noch so überwinden konnte – 5:3. Doch Igor setzte nach, packte ein drittes Mal den Außenrist aus und den Ball in die lange Ecke. 6:3, und obwohl noch eine gute halbe Stunde zu spielen war, glaubten die Bunten wohl nicht mehr daran, noch etwas reißen zu können.

Immerhin, sie stellten sich in der Abwehr zunehmend geschickter an, verteidigten konsequenter, gingen die in Unterzahl nicht immer schmerzfreien Wege nach hinten; vorne indes vergaben sie manche Chance eher kläglich. Irgendwann gelang es ihnen, den Spielzug, der zum 3:2 geführt hatte, zu reproduzieren: Armin setzte Rechtsaußen Roman ein, der spielte in die Mitte und Tobi H. wurschtelte ihn irgendwie über die Linie. Der zweite beschleunigte Angriff über rechts hatte zum zweiten Mal zu einem Tor geführt, 6:4. Bald darauf führte Roman eine Ecke kurz aus, Armin spielte am Sechzehner quer, Abschluss, 6:5.

Igor hatte die Chance, den Deckel drauf zu machen, vergaß aber, den Außenrist zu nehmen, und verzog. Auf der anderen Seite griffen die zunehmend unter Zeitdruck stehenden Bunten mittlerweile zu Halbfeldflanken und Chips. Einen solchen servierte Armin so perfekt, dass der verteidigende Albin zwar gerade noch mit dem Kopf heranreichte, ihn aber nur noch unhaltbar für Tantiemovic verlängern konnte. 6:6.

In Ermangelung einer Uhr wurde vorgeschlagen, dass das nächste Tor das Spiel beende. Und so geschah es, dass Bunt einen Ball abfing und Armin auf die Reise schickte, der mit höherer Standfestigkeit gesegnet war als der gegnerische Torhüter und anschließend auf den mitgelaufenen Roman passte, der die eine oder andere Verbrennung in Kauf nahm und den Ball über die Linie grätschte. Abpfiff.

Orange trieb nun, vom Golden Goal überwältigt, doch noch eine Uhr auf, und es wurden zehn weitere Minuten angesagt, die sich zur allgemeinen Überraschung dann doch nur wie deren drei anfühlten. Es blieb beim 6:7.

Jochen, schön war’s, komm bald wieder! Tantieme, ganz ehrlich: So schnell hatte ich nicht wieder mit Dir gerechnet, es ist mir ein Fest!

Bunt 7:6 Orange

Bunt: Armin, Harald, Manu, Roman, Tobi H., Islandese
Orange: Albin, Albrecht, Igor, Meister, Ralf, Stefan, Tantieme

Man of the match: Bei Darko hieß es, Igor habe seinen Hut in den Ring geworfen. Wer vier Tore erzielt, hat gute Argumente auf seiner Seite. Auch der aufmerksame und fulminant abschließende Albi wäre ein Kandidat gewesen, hätte das Team der beiden nicht in Überzahl verloren. So aber wird es derjenige, der an fast allen bunten Toren beteiligt war und nebenbei sehr diszipliniert nach hinten spielte: Armin. („Das Spiel haben wir in der Abwehr gewonnen.“)

 

 

 

Klare Sache – 05.04.2017

7 gegen 7, optimale Bedingungen, zwei ausgeglichene Mann-
schaften, alles angerichtet für ein offenes Spiel. Denkste.
Nachdem Orange schnell vier Tore vorlegte, kam im gesamten
Spiel keine Spannung mehr auf. Bunt schaffte es im gesamten
Spielverlauf nicht mehr entschiedend zu verkürzen.

Auch zwei durch Martin verursachte längere Unterbrechungen
(bei der ersten konnte der Ball auf dem Schulneubau noch
gefunden werden, bei der zweiten wurde die Ballsuche auf
später vertagt) konnten den Spielfluss der Orangenen
nicht stören. Souverän brachten diese den Sieg nach Hause.

Bei der Analyse kam Bunt zum Schluss, dass sie zuviele
Offensivspieler im Kader hatten, Orange dagegen ausgewogener
aufgestellt war. Derjenige, der die Mannschaften zusammen-
gestellt hat, wird sich das sicher zu Herzen
nehmen und diesen Aspekt beim nächsten Mal berücksichtigen.

Orange – Bunt 11-5

Orange: TobiH, Harald, Jochen, Stefan, Martin, Marco, Steffen
Bunt: Manu, Marcus M., Ralf, Ollo, Igor, Meister, Armin

MotM: Stefan, starke Partie, defensiv wie offensiv! Setzt
seinen Lauf in diesem Jahr fort!

Hart umkämpft – 29.03.2017

Orange in Unterzahl hatte den besseren Start, führte schnell mit 3-0 und 4-2. Doch schon schlichen sich bei Orange einige Nachlässigkeiten in der Abwehr ein, die es den Bunten gestatteten das Spiel zu drehen und mit 5-4 in Führung zu gehen.

Im weiteren Spielverlauf konnten die Bunten meist einen knappen Vorsprung behaupten. Sie spielten ihre Überzahl geduldig aus und trafen so regelmäßig. Orange ließ vorne zu viele klare Chancen liegen.
Zwar schafften die Orangenen mit dem 8-8 nochmal den Ausgleich, aber prompt ging Bunt wieder in Führung.

Kurz vor Schluss dann Bunt mit 11-10 in Front, Orange versuchte mit den letzten Kräften noch den Ausgleich zu erzielen, den Stefan im Tor der Bunten aber mit dem Gesicht verhinderte. Beim anschließenden Konter schüttelte Armin den in beharkenden Albi ab und vollstreckte zum Endstand von 12-10.

Die Spielanalyse dieser hart umkämpften Partie fand dann beim vom Comebacker Bernd gespendeten Wulle statt, der Ausklang wie gewohnt bei Darko.

Bunt: Harald, Stefan, Armin, Marcus, Bernd, Ollo
Orange: Niki, Roman, Albi, JochenS, Steffen

Bunt – Orange 12-10

MotM: Marcus, blieb mir in Erinnerung, da er in einer sehr ausgeglichenen Mannschaft einige Male mit präzisen Schüssen aus der Halbdistanz traf!

Unentschieden halt. Tja. (22.03.2017)

Der große deutsche Denker Franz Beckenbauer formulierte einst: „Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!“. Mit dem ersten Unentschieden im zwölften Spiel des Jahres 2017 wurde diese eine Möglichkeit nun auch vollständig ausgereizt.

Die Mannschaften wurden teils schon nachmittags in der WhatsApp-Gruppe vorsortiert. Igor war vollkommen siegessicher. Daraufhin berief sich der Autor dieser Zeilen ganz eigennützig selbst zu ihm ins Team. (Wenn Igor gewusst hätte, welch schwachen Tag dieser Spieler erwischt hatte, hätte er sicher dankend abgelehnt.) Den hingeworfenen Fehdehandschuh nahm Steffen jedenfalls gerne auf, erklärte, es kaum erwarten zu können, Igor zu besiegen und bildete auf dieser Grundlage die Mannschaften. Trotz ungerader Spielerzahl in sehr ausgeglichene Teams. Götz, der ab dem zwischenzeitlichen 3:3 zuschaute, sprach jedenfalls von einem interessanten und ansehnlichen Spiel.

Den besseren Start erwischte Bunt. Tobi H. hielt – mit dem Rücken zum Tor stehend – auf Hüfthöhe irgendwie seinen Kickstiefel in einen schwach getretenen Eckball, woraufhin sich der Ball wie in Zeitlupe ins Tor senkte. Können nur Könner! Davon beflügelt erzielte er gleich auch die nächsten beiden Tore der Bunten zum 3:0, so dass es schon wieder einen Hattrick zu verzeichnen gab.

Trotz des bereits erwähnten Ausgleichs zum 3:3 funktionierte nur wenig in der orangenen Mannschaft, was sich durch alle Mannschaftsteile zog. Die Abwehr offenbarte von Beginn an Abstimmungsprobleme und ließ sich mehrfach überlaufen oder an der Strafraumgrenze auf einfache Art austricksen. Das Mittelfeld fand trotz Überzahl zu selten Kontrolle über die Partie. Die Offensive vervollständigte die Mängelliste. Zahlreiche Einzelaktionen, die kaum zu Chancen oder gar Toren führten, bestimmten das orangene Angriffsspiel. Geduldig mit sauberem Passspiel auf eine Lücke in der bunten Hintermannschaft zu warten, war erfolgreicher, wurde trotzdem nur gelegentlich umgesetzt. Nur weil Harald – etwa ab der Halbzeit – als Torhüter mehrfach glänzend reagierte, konnte der durchgehende Vorsprung der Bunten mit höchstens zwei Toren in Grenzen gehalten werden.

Beim Spielstand von 7:5 für Bunt ging es in die turbulente Schlussphase. Orange raffte sich noch einmal auf, spielte dann auch besser und kam zum 7:7. Kurz vor Schluss sogar mit 8:7 erstmals die orangene Führung und plötzlich das Gefühl, das Spiel am Ende doch noch gedreht zu haben. Ein Trugschluss. Denn in der letzten Minute bekam Bunt einen berechtigten Freistoß nach einem Handspiel zugesprochen. Das schnelle Zuspiel nutzte Steffen, der auch in dieser Situation zu viel Platz im Strafraum hatte, und traf mit der letzten Aktion des Abends aus spitzem Winkel zum 8:8.

Unentschieden auch die Reaktionen in der Kabine. Richtig zufrieden war niemand. Eher unzufrieden die Orangenen: Zu schlecht in weiten Teilen das eigene Spiel. Zu unnötig der Gegentreffer zum 8:8. Allenfalls in Nuancen besser war die Stimmung bei Bunt: Zu souverän das Spiel über weite Strecken. Zu unnötig den Vorsprung von zwei Toren kurz vor Schluss aus der Hand gegeben. Unentschieden halt. Tja. Oder wie Sir Alex Ferguson einst formulierte: „Noch nie in meinem Leben habe ich für ein Unentschieden gespielt.“

Orange 8:8 Bunt

Orange: Albin, Albrecht, Armin, Harald, Igor, Marcus M., Meister

Bunt: Manu, Marco, Niki, Stefan, Steffen, Tobi H.

Man of the Match: Tobi H. Mit dem Hattrick zu Beginn des Spiels – inklusive Tor des Monats – ebnete er dem Unterzahlteam den Weg zum Unentschieden.

Doppelhattrick (15.3.2017)

Ausgeglichen wirkten die Mannschaften, zumindest auf dem Papier. Doch im Rückblick wurde schnell klar, dass bis zum wahrhaft ausgeglichenen Spiel noch eine Woche vergehen sollte (siehe Marcus‘ vom Spielbericht 22.3.).

Das lag vor allem an Steffen, der die Bunten zu einem überlegenen Spiel antrieb. Schnell erzielte er seinen ersten Hattrick, und da Orange im Gegenzug nicht oft genug traf, war es vom Ergebnis her bald klar. 4:1 oder so stand es schnell. Steffen überlegte angesichts der Überlegenheit noch, ob die Mannschaften doch unfair aufgestellt seien, kam aber mit den Gegnern zusammen zu dem Schluss, dass nicht. Wobei schon einzuräumen ist, dass die Orangenen nicht ganz auf der Höhe waren: Manu war nach seiner Zwangspause vielleicht noch nicht ganz fit und Ralf laboriert immer noch an der ersten Verletzung seines Lebens.

So ging die  Steffen-Gala weiter, insgesamt sechs Tore erzielte er, der Abstand blieb immer bei mindestens zwei Toren. Am Ende konnte Stefan als einziger Nichtsteffen noch den Schlusspunkt zum 7:4 setzen. Für Zuschauer war sicher das Spiel in der Woche drauf packender, die orangenen Beteiligten gingen hier fröhlicher in die Kabine.

Bunt: Harald, Marco, Marcus M., Steffen, Stefan, Tobi H., Albrecht

Orange: Albin, Armin, Manu, Martin, Meister, Ollo, Ralf

Bunt-Orange 7:4

Man of the Match: Steffen, wer sonst?