Archiv des Autors: marcuskelsch

Mehr als 11 Kelschs sollten wir sein…(15.11.2017)

Das Motto „11 Freunde sollt ihr sein!“ ist ja schön und gut. Aber zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen nur 11 Kelschs auf dem Platz zu haben, nervte sehr. Wieder entpuppte sich die Mannschaftsbildung als schwierig. Möglicherweise sollten wir auch erst ab 12 Spielern auf die ganze Breite des Platzes spielen? Ich weiß es doch auch nicht…

Jedenfalls konnte die schnelle Führung der Bunten zum 1:0 und zum zwischenzeitlichen 2:1 – bezeichnenderweise jeweils nach Distanzschüssen – nur kurz darüber hinwegtäuschen, dass Orange eindeutig zu stark für die bunte Mannschaft war. Oder Bunt so schwach? Jedenfalls diktierte Orange das Spiel.

Insbesondere der Autor dieser Zeilen forderte nach dem Tor zum 2:5 einen Spielerwechsel. Damit, so die Begründung, nicht erst beim völlig aussichtslosen Spielstand von 2:9 die Mannschaften ausgewogener würden. Also wechselten Albrecht und Roman – der hatte vorab einen Hattrick angekündigt – das Leibchen. Murphy’s Law: Kurze Zeit später stand es trotzdem 2:9 und das Ding war durch.

Bei Bunt überzeugte Stefan mit einem starken Comeback als Schnapper im orangenen Tor. Von den wenigen bunten Chancen hielt er, was man nur halten kann. Eine bunte Bogenlampe klärte er sogar – den Arm übergreifend – per Rückhand zur Ecke. Auch Albrecht drehte im orangenen Leibchen auf, machte seine rechte Seite dicht und konnte sich offensiv häufig im Eins-gegen-Eins auf dem Flügel durchsetzen. Vor allem aber traf Ralf nach Belieben: Im Strafraum, aus der Distanz, per Kopfballbogenlampe ins lange Eck oder auch im Fallen mit der Hacke. Ständig mit Bällen von Igor und Martin gefüttert, bekamen die Bunten ihn nie in den Griff.

Bei der bunten Mannschaft kamen viele schwerwiegende, individuelle (Abspiel-)Fehler hinzu, die Orange zum Kontern geradezu einluden. Nur in den ersten Minuten, eine kurze Phase nach dem Spielertausch und ganz am Ende war Orange an diesem Abend ebenbürtig. In der letzten Viertelstunde, als Bunt schon in Gedanken beim Kabinenbier war (vielen Dank für die süffige Neuentdeckung Out of Rosenheim, Roman!), und zwei Gänge heruntergeschaltet hatte, konnte Bunt noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.

 

Orange 14:9 Bunt (möglicherweise auch 13:8?)

Orange: Albrecht (ab 30. Minute), Igor, Martin, Ralf, Stefan, Tantieme

Bunt: Manu, Marcus M., Meister, Roman (ab 30. Minute), Steffen

Man of the Match: Torjäger Ralf.

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Alle Bunten verteidigen – an Allerheiligen (01.11.2017)

Dank der vorherigen Abfrage auf diesem Blog und in der WhatsApp-Gruppe war sichergestellt, dass der Mittwochskick nicht den Herbstferien oder dem Feiertag zum Opfer fallen würde.

Die elf Kelschs wurden zu ausgeglichenen Mannschaften verteilt. Ob die bunte Mannschaft – trotz Unterzahl – auf dem Papier ein Muggaseggele stärker besetzt war, wie teils nach dem Spiel bei der Pizza in der Kabine zu vernehmen, können wir dahingestellt lassen. Die klare und deutliche Niederlage der Orangenen war jedenfalls darauf nicht zurückzuführen. Sondern dem Umstand geschuldet, dass die orangene Mannschaft einen gebrauchten Tag erwischt hatte und außerdem deutlich weniger Laufbereitschaft und Einsatzwillen zeigte als der Gegner.

Die meiste Zeit agierte Bunt sehr kompakt am eigenen Strafraum mit Albin als Libero, Igor und Steffen in vorderer Reihe sowie Niki und dem Autor dieser Zeilen, die versuchten, im Zentrum die unterzahlbedingten Löcher zu stopfen. Die Flügel ließ man weitgehend verwaist.

Das Ziel der Bunten war, tief zu stehen, die Ruhe zu bewahren und Zeit zu gewinnen. Also den ballführenden Gegner so lange wie möglich an einem direkten Torabschluss oder an einem Freispielen eines Mitspielers in Tornähe zu hindern. Und in dieser Zeit zu versuchen, „kleine Erfolge“ zu erzielen, wie etwa einen Torabschluss zu blocken oder den Ball auf eine Seite aus dem unmittelbar torgefährlichen Raum hinauszudrängen. Das erfordert viel Disziplin, die Bereitschaft, Fehler der Mitspieler auszubügeln und eine gute Kommunikation. Und all das konnte Bunt an diesem Abend auf den Platz bringen.

Bei Ballgewinn kam Bunt regelmäßig schnell vor das gegnerische Tor und konnte zielstrebig abschließen. Möglichst zügig wurde der sich bietende Platz gezielt ausgenutzt, damit sich Orange gar nicht erst wieder in der Ordnung positionieren konnte. So stellt man sich ein schnörkelloses Kombinationsspiel, vor allem zwischen Steffen und Igor, vor.

Die sich bietenden Räume konnten die orangenen Flügelspieler dagegen nur sehr selten nutzen. Viel zu oft landeten Flanken hinter dem Tor oder nach einem Fehlpass in der kompakten, bunten Verteidigung. Gefährliche Bälle von der Grundlinie in den Rücken der bunten Abwehr waren Mangelware. So blieben die Angriffe der Orangenen allzu häufig im Kleinklein vor dem bunten Abwehrbollwerk stecken.

Ein verdienter und aus bunter Perspektive sehr schöner Sieg. (Auch wenn es saumäßig anstrengend war.)

 

Orange 5:9 Bunt

Orange: Albrecht, Armin, Harald, Manu, Ralf, Tantieme

Bunt: Albin, Igor, Marcus M., Niki, Steffen

Man of the Match: Aus der bunten Mannschaft einen Spieler herauszugreifen, fällt schwer. Ich entscheide mich für Igor, der starke Einzelaktionen hatte, mannschaftsdienlich glänzte und auch als Torwartlibero überzeugt.

Zu einseitig 2.0 (11.10.2017)

Man könnte auch einfach den Spielbericht vom 4. Oktober 2017 hier einkopieren, Namen und Ergebnis anpassen. Zack fertig. (Zumal, wenn der Bericht erst Wochen später kommt und es möglicherweise keiner bemerken würde.) Macht man aber nicht.

Mir ist noch in Erinnerung, dass Bunt sehr diszipliniert spielte und – vor allem über Steffen – die sich bietenden Räume effektiv nutzte. Freie Räume gab es in der löcherigen orangenen Abwehr reichlich. Die etwas unausgewogene Mannschaftseinteilung, die wenig disziplinierte Spielweise der Bunten und das Verletzungspech – Ollo plagten schon kurz nach Anpfiff Achillessehnenbeschwerden – führten dazu, dass beim Stand von 1:5 nach etwa 40 Minuten gewechselt wurde: Ollo stellte sich ins bunte Tor, Niki versuchte der orangenen Mannschaft mehr Struktur und Ordnung zu geben. Vielleicht kam der Wechsel zu spät oder man hätte die Mannschaften noch klarer durchwechseln müssen. Das orangene Aufbäumen – wenn ich mich recht erinnere mit den Anschlusstoren zum 3:5 – war jedenfalls nur ein kurzes Strohfeuer. Bunt konnte das Geschehen schnell wieder kontrollieren und letztlich ungefährdet den Sieg nach Hause spielen.

Man könnte es sich natürlich noch einfacher machen. Wenn man eine Zusammenfassung des Spiels als Filmschnipsel fände, der zunächst die ersten 40. Minuten zeigt, dann die paar Minuten unmittelbar nach dem Spielerwechsel und anschließend die Schlussphase. Gibt es vermutlich gar nicht. Und falls doch, würde man das natürlich erst recht nicht machen.

 

 

Orange 5:8 Bunt

Orange: Albin, Armin, Manu, Niki (ab 40. Minute, zuvor Bunt), Ralf, Roman

Blau Bunt: Harald, Marcus M., Meister, Ollo (ab 40. Minute, zuvor Orange), Steffen, Tobi H.

Man of the Match: Steffen. Bestrafte die Löcher in der orangenen Defensive hart: Als Spielgestalter, Vorlagengeber und mehrfacher Torschütze.

 

Zu einseitig (04.10.2017)

Die Mannschaftsbildung gestaltete sich schwierig. Die zehn auf dem Platz befindlichen Kelschs wurden von Tobi H. so eingeteilt, dass Martin – der erst einige Minuten später dazu kommen konnte – für Bunt der sechste und damit Überzahlspieler hätte sein sollen. Parallel zu Martin erschien Niki, der seinen Elternabend schneller zu Ende brachte, als geplant. Die beiden Neuankömmlinge wurden dem bunten Team zugeschlagen, Tantieme von Bunt zu Orange transferiert und das orangene Tor von der blauen Linie aus dem Feld hinausgetragen. Zu diesem Zeitpunkt stand es, in einem durchaus ausgeglichenen Spiel, 2:1 für Orange.

Rund 20 Minuten später lag die bunte Mannschaft mit 7:1 hinten. Der mehrfach angebotene Spielertausch wurde dann – und vielleicht zu spät – vollzogen. Tobi H. und Albrecht wechselten die Teams

An der Unterlegenheit des bunten Teams änderte diese Rochade leider nichts. Was zu einem gewissen Teil mit der nominellen Stärke der Einzelspieler zu tun hatte. Einen wesentlichen Anteil daran, dass das Spiel so einseitig blieb, war meines Erachtens aber dem Umstand geschuldet, dass Bunt als Team eher so mittel agierte.

Hinzu kam, dass bei Orange sehr vieles funktionierte: Im Passspiel, in der Rückwärtsbewegung und im Abschluss. Deswegen sei nur noch auf die bemerkenswerte Tatsache hingewiesen, dass sich alle Orangenen in die Torschützenliste eintragen konnten. Für Bunt trafen Niki zweimal und Ralf.

 

Orange 14:3 Bunt

Orange: Albrecht (ab 40. Minute, zuvor Bunt), Harald, Manu, Marcus M., Meister, Tantieme (ab 15. Minute, zuvor Bunt)

Bunt: Albin, Armin, Martin (ab 20. Minute), Niki (ab 20. Minute), Ralf, Tobi H. (ab 40. Minute, zuvor Orange)

Man of the Match: Die Daten von Optakelsch belegen, dass Harald 100 % seiner Zweikämpfe gewann und 100 % seiner Pässe beim Mitspieler ankamen. Motor und Schwungrad der Orangenen im zentralen Mittelfeld.

Mahatma Gandhi Sonderpreis: Tobi H. Hatte die – im Nachhinein betrachtet – höchst undankbare Aufgabe übernommen, die Teams zu bilden. Schonte die Bunten, solange er das orangene Leibchen trug, mit seiner Chancenverwertung. Wechselte beim Stand von 7:1 von Orange zu Bunt.

9 Tore, 9 Erkenntnisse (26.07.2017)

  1. Eine Mannschaft verliert, wenn sie – jedenfalls zum Beginn und zum Ende des Spiels – taktisch nicht diszipliniert agiert.
  2. Es schepperte in den Zweikämpfen häufig. Trotzdem konnten alle durchspielen; auch Martin der wieder fit genug ist. (Sehr schön!)
  3. Ein Gegentor wie das 3:4, bei dem Steffen den Ball mit dem Rücken zum Tor annimmt, sich um den Gegenspieler dreht und mit links in den Winkel haut, kann man da nicht mehr verhindern.
  4. Ein Spiel endet nicht 3:3, wenn man gegen Ende der Partie Pressing nur versucht, der Unterzahlmannschaft aber riesige Räume zum Kontern lässt.
  5. Eine Mannschaft verliert, wenn sie vor dem Tor zu oft eigensinnig agiert und glasklare Chancen nicht nutzt.
  6. Es ist möglich, den Titel Man oft he Match zu verteidigen.
  7. Eine Mannschaft in Unterzahl gewinnt, wenn sie kompakt verteidigt und die zahlreichen Fehlpässe des Gegners für schnelle Gegenzüge nutzt.
  8. So zu verlieren, nervt. So zu gewinnen, dürfte hingegen Freude bereiten.
  9. Die Diskussion, ob wir ab 16 oder ab 18 Spielern oder gar nie mit Auswechselspielern kicken, braucht angesichts der Sommerferien wohl vorerst nicht entschieden zu werden.

 

Orange 4:5 Bunt

Orange: Albrecht, Armin, Igor, Marcus M., Niki, Philipp, Roman, Stefan

Bunt: Harald, Martin, Meister, Ollo, Steffen, Thomas, Tobi H.

Man of the Match: Steffen. Zur Begründung sei auf die Vorwoche verwiesen.

Dominanz und ein Tor des Monats (19.07.2017)

Man muss nicht lange um den heißen Brei herumreden: Als Steffen mit etwas Verspätung – selbstredend entschuldigt – kam und das Spiel neun gegen neun kurz zuvor begonnen hatte, wäre es sinnvoller gewesen, die Mannschaften noch einmal zu ändern. So schloss sich Steffen der, ansonsten unveränderten und dann deutlich überlegenen, orangenen Mannschaft an. Wäre er zu Bunt gegangen, wäre es wohl ähnlich gewesen. Nur andersherum halt. Sie wissen schon.

Martin gab nach überstandener Rekonvaleszenz sein Comeback und konnte rund 45 Minuten lang mitspielen. Als er aufhören musste und Niki Roman die Seiten wechselte, waren die Mannschaften ausgeglichener. Allerdings stand es da schon 4:0 für Orange. Man kann ohne große Übertreibung sagen, dass Bunt ohne diesen Wechsel möglicherweise kein einziges Tor geschossen hätte.

Nun wurde den Orangenen der Sieg auch nicht geschenkt. Auch in Überzahl musste in brütender Hitze viel Laufarbeit verrichtet werden, um die Bunten und das Spiel in den Griff zu bekommen. Aus der, zumindest in der ersten Hälfte, guten Mannschaftsleistung ragten Roman und Steffen sowie der wieder einmal sehr souverän haltende Tantieme im Tor hervor. Bei Bunt überzeugten vor allem Philipp mit einer überragenden Zweikampfbilanz gegen Igor sowie Tobi H., der mit seinem Kopfballspiel, gerade bei Standardsituationen, quasi nicht zu verteidigen ist und der mehrfach einfach Pech beim Abschluss hatte.

Nach Martins Ausscheiden und in numerischer Ausgeglichenheit gelang Bunt lediglich der Ehrentreffer, obwohl Orange das Spiel nur noch verwaltete und taktisch deutlich weniger diszipliniert agierte.

Den Schlusspunkt setzte Meister mit dem Tor des Monats. Eine Hereingabe von rechts hämmerte er mit dem rechten Außenrist dem in dieser Szene chancenlosen Jochen K. zum 5:1 unter die Latte.

Vielleicht wäre es auch eine Lösung gewesen, mit einem Auswechselspieler zu spielen? Ich persönlich finde ohnehin, dass 18 Spieler auf dem Halbfeld die absolute Obergrenze sein sollten.

 

Orange 5:1 Bunt

Orange: Armin, Bernd, Igor, Marcus M., Meister, Niki, Roman (bis 45. Min.), Stefan, Steffen, Tantieme

Bunt: Albrecht, Harald, Manu, Martin (bis 45. Min.), Ollo, Philipp, Thomas, Tobi H., Jochen K., Roman (ab 45. Min.)

Man of the Match: Steffen war nicht nur im Hinblick auf die Mannschaftsbildung der spielentscheidende Mann. Schon seit Wochen in starker Form, überzeugte er als Torschütze, Vorlagengeber und Organisator des orangenen Spiels.

Warum Orange so erfolgreich war! (12.07.2017)

Ein wenig Clickbait hilft bestimmt, um die Zugriffszahlen auf das Blog in die Höhe zu treiben. Bringt sicher einen Zuwachs im sechsstelligen Bereich an Likes oder Likern, oder wie das heißt. Jetzt aber Content:

Orange war so erfolgreich, weil sie zwar auf dem Papier die schwächere Mannschaft, als Team aber stärker waren. Vor allem defensiv agierte Orange sehr diszipliniert und äußerst laufstark. Nur selten blieb ein Orangener nach einem Ballverlust oder einem Torabschluss vorne stehen. Das sah bei Bunt doch ein wenig anders aus. Ein bunter Kelsch hatte den Verfasser kurz nach Anpfiff noch leise gefragt, ob Orange Bedenken wegen der Mannschaftseinteilung habe. Es zog sich dann statt dessen durch den Abend, dass den Bunten in Punkto Intensität und Einsatzwille stets ein Muggaseggele fehlte. Orange hingegen nutze die von Bunt großzügig überlassenen Freiräume geschickt. Schnelle Konter, schön zu Ende gespielte Angriffe um den bunten Strafraum herum oder ein Tor nach einem doppelten Doppelpass: All das gelang.

Natürlich ist es auch an einem sehr guten Abend nicht möglich, Steffen und Manu gar nicht zu Abschlüssen kommen zu lassen oder immer zu verhindern, dass ihre Mitspieler präzise in Position gebracht werden. So führte – wenn sich der Verfasser richtig erinnert – Orange zwar über das ganze Spiel. Teilweise auch mit vier Toren Vorsprung, überwiegend aber nur mit nur mit ein oder zwei Toren. In den letzten Minuten ging Bunt noch einmal mächtig drauf und provozierte so zwei schlimme Ballverluste von Orange an deren Strafraum, die zum neunten und zehnten Tor der Bunten führten. Aber rankommen und vorbeikommen ist halt nicht dasselbe. Und tortz des etwas unsouveränen Endes brachte Orange den verdienten Vorsprung über die Zeit.

 

Orange 12:10 Bunt

Orange: Igor, Marcus M., Meister, Roman, Stefan

Bunt: Manu, Ollo, Steffen, Thomas, Tantieme

Man of the Match: Roman oder Igor. Igor oder Roman. Schwer zu sagen. Roman machte viele Tore selbst, bereitete einige vor und parierte im Tor einen schwer zu haltenden Kopfball von Manu. Igor holte auch viele Scorerpunkte und spielte sehr mannschaftsdienlich. Da er trotz Verletzung auf die Zähne biss und es hoffentlich der schnellen Genesung bis Samstag dient, ernenne ich Igor zum MotM.

Catenaccio vom Feinsten (14.06.2017)

So muss es sich also anfühlen, wenn eine Facebook-Party eskaliert. In Sorge, nicht genügend Spieler auf dem Platz zu haben, hatten wir bereits in der Vorwoche geklärt, dass Tobi H. die vier Gastspieler wieder mitbringt. Irgendwer hat dann irgendwas missverstanden und in einem größeren Kreis verkündet, dass Mittwochabends gekickt werde und wer Lust habe, solle dazukommen. So standen wir mit neun Gastspielern und einer Gastspielerin (ehemals Bundesliga, wenn ich es richtig verstanden habe) und insgesamt zu einundzwanzigst etwas verdutzt auf dem Platz. Auch angesichts der sommerlichen Hitze war es richtig, acht gegen acht zu spielen mit zwei bzw. drei Auswechselspielern. Todesmutig erklärten die Kelsche, verstärkt durch Armins Bruder, es mit all den jungen, konditionsstarken und sauschnellen Gastspielern aufzunehmen.

Die bunten Kelsche machten von Beginn an Schluss mit romantischen Vorstellungen vom Fußball. Das Ziel des Abends war klar: Es ging nicht darum, mehr Tore zu schießen als Orange. Der Fokus lag darauf, weniger Tore zu kassieren als die andere Mannschaft. Und ja, das ist ein großer Unterschied.

Das gelang mit extrem defensivem Fußball und einer Einstellung, die keine Probleme damit hatte, den Ball auch mal schmucklos ins Seitenaus zu befördern. Und schnellem Konterspiel. Catenaccio vom Feinsten. (Der mitnichten rein defensiver Zerstörungsfußball war. Inters Trainer Legende aus den sechziger Jahren Helenio Herrera dazu: „Im Angriff wussten alle Spieler, was ich wollte: Vertikaler Fußball mit hohem Tempo, nicht mehr als drei Pässe zum gegnerischen Strafraum. Wenn man den Ball durch einen vertikalen Pass verliert, dann ist das kein Problem – aber wenn man ihn bei einem Querpass verliert, dann zahlt man mit einem Gegentor dafür.“ Sätze, die auch aus der Stuttgarter Trainerschule stammen könnten.)

Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung, die den Kelschen den Sieg brachte. Und ein famoser Tantieme, der alles hielt, was man halten kann. Und bei mehreren hundertprozentigen Chancen der Orangenen sogar weit mehr als das.

Orange 8:10 Bunt

Orange: 9 Gastspieler und eine Gastspielerin

Bunt: Armin, Bernd, Harald, Jochen S., Marcus M., Meister, Niki, Ollo, Tantieme, Tobi H., Armins Bruder

Man of the Match: Tantieme, die Katze von der Prag.

Gastspiel (07.06.2017)

Da Tobi H. insgesamt fünf Gastspieler organisiert hatte, gab es zwar Stirnrunzeln, aber keinen lautstarken Prostest, als er sich selbst in das Team mit allen (in Worten: allen!) jungen, schnellen und durchtrainierten Gästen beorderte.

Das alte routinierte bunte Team wehrte sich tapfer. Da die Chancenverwertung der Orangenen eher so mittel war und dem eindeutig unterlegenen Team ab und an auch das Glück zur Seite sprang, stand es nach etwa einer halben Stunde nur 0:4. Orange hätte so den ganzen Abend weiterspielen können, ohne ein einziges Tor zu kassieren. Was würde nach dem Reglement eigentlich bei einer Niederlage zu Null passieren? Die Verlierer rennen eine Runde nackt um den Platz?

Ohne jeden Zweifel waren die Mannschaften also ziemlich unausgewogenen, weshalb durchgewechselt werden musste. Zwei der Gäste entledigten sich ihres Leibchens. Im Gegenzug hofften Meister und Bernd, nun zur Gewinnermannschaft zu gehören. Die neu zusammengestellten Mannschaften erwiesen sich als gleichwertig und so entwickelte sich ein recht hübsches Fußballspiel. Sieben gegen Sieben. (Die Datenerfassung ist an diesem Punkt unzutreffend. Mein Fehler.)

Bunt spielte diszipliniert und konsequent tief stehend weiter. Nach Ballgewinn versuchten die passsicheren Albin, Armin und Martin schnell noch vorne zu spielen. Diese Beharrlichkeit und der starke kämpferische Einsatz begannen sich auszuzahlen: Spätestens zwei erfolgreiche Konter und ein Tor im Anschluss an eine Ecke später war Bunt beim Stand von 3:4 wieder zurück im Spiel.

Mit immer noch drei Gastspielern und dem starken Tobi H. – bei Ecken immer brandgefährlich – wehrte sich Orange nach Kräften. Die Chancenverwertung war allerdings weiterhin dürftig. Im bunten Tor konnten sowohl der Berichterstatter als auch Armin jeweils eine Hundertprozentige zunichtemachen.

Die Tatsache, dass Bunt nur noch zwei Gegentore kassierte, lag auch daran, dass Martin die bunte Defensive sehr gut organisierte. Albin versuchte zwar, den Libero nach vorne zu beordern, was Martin mit den Worten: „Ich spiele genau hier. 10 Meter vor und 10 Meter zurück. Nix anderes.“ verweigerte. Eine, wie sich zeigte, richtige Entscheidung.

Über 5:5 und 6:6 konnte Bunt das Spiel drehen. Den Schlusspunkt setzte Albin eine Minute vor Abpfiff, als er nach einem weiteren Konter Verteidiger und Torhüter umkurvte und zum verdienten 8:6 Endstand einschob.

Orange 6:8 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd (ab 30. Min), Meister (ab 30. Min.), Tobi H., drei Gäste

Bunt: Albin, Armin, Marcus M., Martin, Stefan, zwei Gäste (ab 30. Min.)

Man of the Match: Puh, schwierig. Rein fußballerisch lag einer der Gastspieler (derjenige, der vorne so viele Buden machte. Mein Namensgedächtnis…) weit vorne. Da ich mir allerdings unsicher bin, ob Gastspieler überhaupt wählbar sind, entscheide ich mich für Armin. Einige Konter hat er mit klugen Pässen eingeleitet oder selbst abgeschlossen. In einer der spielentscheidenden Szenen konnte er beim Stand von 7:6 mit einem Reflex einen harten Schuss aus kürzester Distanz zur Ecke ablenken.

 

Vorschau: Für nächsten Mittwoch haben schon sechs Kelschs zugesagt. Tobi H. hat bereits die Zusagen von mindestens drei Gastspielern. Wir können also davon ausgehen, dass der Kick nächsten Mittwoch stattfindet. Irgendwer wollte sich am Wochenende noch um den Schlüssel kümmern. Ich bringe wieder einen Ball. Und welcher Aushilfszeugwart hat eigentlich die orangenen Leibchen? Die fehlten. Wie schon in der Vorwoche.

Gast mit Hund und Kabinenweisheiten (31.05.2017)

Es dauert sehr lange, bis die Untergrenze von acht Kelschs, die man zumindest für ein Spiel auf die Eishockeytore benötigt, erreicht war. Der Vorschlag, ob man nicht gleich Tantiemes Geburtstagsbier trinken sollte – herzlichen Dank dafür – wurde durchaus ernsthaft diskutiert. Als sich dann immerhin elf Spieler eingefunden hatten, kam ein stabiler Herr mit Hund am Spielfeldrand entlang spaziert.

Stefan (so sein Name, wie sich herausstellen sollte): „Ist das die AH vom SV Prag?

Kelsch: „Sehen wir so aus?

Von dem überaus freundlichen Empfang ließ er sich nicht beirren und so konnte das Spiel in Gleichzahl beginnen. (Die Prager hatten nebenan schon in Gleichzahl begonnen, weshalb der Verbleib des zweiten Stefans auf unserer Platzhälfte für alle Seiten Sinn ergab.) Auch das von Beginn an sehr überschaubare Spielniveau schreckte den Gast nicht. Wir schieben letzteres auf die schwülwarmen 27 Grad, ob derer nicht über die ganze Breite des Platzes, soll heißen der Länge unseres Spielfeldes, sondern von der blauen Linie bis zur Auslinie gespielt wurde.

Beim ersten Treffer des Abends ließ Ollo dem Autor dieser Zeilen im Tor die Hosen runter (bildlich). Beim Schuss aus der zweiten Reihe öffnete der bunte Neuner, mit dem Rücken zum dem Tor kurz vor dem Keeper lauernd, die Beine öffnete, worauf der Ball über die Linie kullerte. Orange (eigentlich: Rot. Rote Leibchen hatte Martin kurzfristig von den Pragern organisiert.) kam schlecht ins Spiel. Viele Fehlpässe, Missverständnisse und Aufbauschwierigkeiten prägten das orangene Spiel, so dass Bunt das Spiel relativ einfach kontrollieren konnte. Der Autor dieser Zeilen ließ sich selbst noch einmal die Hosen runter (wieder bildlich), indem er völlig frei Ollo anschoss, worauf der Ball über die Linie kullerte.

Martin war es, der mit einem sehenswerten Schuss aus der zweiten Reihe dafür sorgte, dass die Orangenen durch dieses zwischenzeitlichen 1:3 nicht den Anschluss verloren. Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin. Die Bunten waren über Harald und den erneut sehr starken Niki im Zentrum sehr gut organisiert und verwalteten einen Vorsprung von ein bis zwei Toren. Erst zum zwischenzeitlichen 6:6 konnte Orange erstmals ausgleichen und Ralf sich mehrfach in die Torschützenliste eintragen.

In der Schlussphase gelang es Orange viel besser, die Räume vor dem eigenen Tor eng zu machen. Martin gab eine Art Libero und organisierte sein Team dichtgestaffelt. Die Bunten spielten im Stile einer Handballmannschaft um den Strafraum der Orangenen herum, fanden aber kaum noch ein Durchkommen. Die Spielweise der Bunten machte sie für Konter anfällig, was Orange geschickt zum Sieg nutzte.

Kabinenweisheit: „Eine Mannschaft ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied!“ – „Ja, aber ohne Eier hilft dir auch das stärkste Glied nichts!“. Muss man unkommentiert so stehen lassen.

Orange 10:8 Bunt

Orange: Marcus M., Martin, Meister, Ralf, Stefan, Stefan (Gast)

Bunt: Albrecht, Harald, Niki, Ollo, Tantieme, Tobi H.

Man of the Match: Martin. Organisierte als zentraler Defensivspieler die gute Abwehrleistungen seiner Mannschaft in der Schlussphase und erzielte mit seinem Distanzschuss in den Knick das Tor des Abends.

 

+++ Wichtig +++ Es ist offenbar schon absehbar, dass einige Kelschs nächsten Mittwoch in den Pfingstferien sein werden. Deswegen wurde der Vorschlag gemacht, hier oder in der What’s App-Gruppe Bescheid zu geben, wenn man kommt.