Archiv des Autors: marcuskelsch

Geduld nur, Geduld (16.05.2018)

Wenn ich es richtig sehe, ist die Neuner-Konstellation diejenige, in der die meisten Tore fallen. Seit Beginn der Datenerfassung von OptaKelsch im Jahr 2014 fielen im Schnitt pro Spiel 30,7 Tore, wenn neun Kelschs kickten. Insofern sind die 28 erzielten Treffer vom letzten Mittwoch sogar noch leicht unterdurchschnittlich.

Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen und die Führung wechselte hin und her. Erst gegen Ende konnte sich Bunt mit 15 zu 12 entscheidend absetzen, ehe Orange mit Treffer Nummer 13 den Schlusspunkt setzte. Es war für beide Mannschaften, auch auf dem verkleinerten Feld, ein laufintensives Spiel, bei dem am Ende wohl auch ausschlaggebend war, dass sich ein Bunter im Tor stets kurz ausruhen konnte, während alle Orangenen durchgehend laufen mussten. Angesichts der vielen Tore seien nur einige taktische und regeltechnische Gedanken angesprochen.

Grundsätzlich versuchte Bunt bei eigenem Ballbesitz mit einer hochstehenden Raute die Überzahl auszuspielen. Der Torhüter hinter der Raute wurde angehalten, auf der Linie zu bleiben, da ansonsten die von der Unterzahlmannschaft zu verteidigenden Räume riesig werden. Als defensiver Feldspieler agierte meist Harald, als Offensiver (und damit als falscheste aller falschen Neunen) der Autor dieser Zeilen, während sich der Meister, Albrecht und Stefan auf den Außenpositionen abwechselten.

Diese Formation funktionierte sehr gut, um hübsche Dreiecke zu bilden, mit denen Bunt weite Teil des Feldes dominierte. Soweit das Kurzpass-Kombinationsspiel mit möglichst einfachen, schnellen und sauberen Pässen gelang, konnte sich Bunt regelmäßig Chancen erspielen und kam fast zwangsläufig zu Toren.

Orange wehrte sich bei gegnerischem Ballbesitz in einer 1-3 Staffelung, wobei der letzte Mann gleichzeitig Libero und Torhüter sein musste. Die grundsätzliche Schwäche der Raute ist, dass nur ein Spieler im Zentrum vor dem eigenen Torwart steht, wenn die Außenspieler oder der Stürmer nicht schnell genug zurück eilen. Dementsprechend konteranfällig war Bunt bei Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte: Sei es, weil man überhastet agierte und Risikopässe von Orange abgefangen wurden oder weil ein orangener Verteidiger im Zweikampf den Ball gewann und schnell nach vorne spielte. Geduld war also das Mittel zum Zweck der Bunten.

Wurden die bunten Angriffe, auch ohne Torerfolg, sauber abgeschlossen, staffelte man sich mit einem klaren Fokus auf das Zentrum in einer 3-1 Formation vor dem Torhüter. Das gelang allerdings nicht immer gut, weil Orange regelmäßig mit einem 2-2 Rechteck in die Zwischenräume gelang und den orangenen Angreifern im Strafraum oft zu viel Platz gelassen wurde.

Taktisch machten beide Mannschaften aus den gegebenen Umständen also das Beste und so kam ein ganz ansehnliches, spannendes und intensives Spiel zustande. Mehr kann man von der ungeliebten Neuner-Kombination nicht erwarten.

Eine Diskussion zum Reglement stieß Steffen erst nach dem Abpfiff an. Das orange Tor wurde auf die beiden Pfosten und die Latte flachgelegt, so dass Bunt als Trefferfläche nur die Torbreite multipliziert mit der Tortiefe zur Verfügung stand (Sie wissen schon, was ich meine…). Wenn ich mich recht entsinne, erzielte Bunt als Überzahlmannschaft zwei Treffer aus der eigenen Hälfte – in das verwaiste orangene Tor. Da es während des Spiels nicht thematisiert wurde, wendete Bunt dieses Mittel gelegentlich an; ganz überwiegend erfolglos. Wir sollten bei der nächsten Neuner-Konstellation vor dem Anpfiff festlegen, wie die Sache gehandhabt werden soll, wenn das Fünfer-Team auf das verkleinerte, flachliegende Tor spielt.

Bunt 15:13 Orange

Bunt: Albrecht, Harald, Marcus M., Meister, Stefan

Orange: Bernd, Roman, Steffen, Tobi H.

Man of the Match: Albrecht. Zwei unglückliche Gegentreffer als Torhüter lassen wir geflissentlich unter den Tisch fallen, weil Albi gleich danach mehrere starke Reflexe zeigte, sich in der Abwehr heldenhaft in die Zweikämpfe warf und mit mehreren schönen Toren – gerne auch als Direktabnahme – einen maßgeblichen Beitrag zum Sieg seiner bunten Farben beisteuerte.

 

 

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… da noi diciotto (11.04.2018)

Das Außenthermometer des Kraftfahrzeugs zeigte 18 Grad, als der Autor dieser Zeilen es vor dem … da noi due abstellte. Mit einer gewissen Verspätung, wie so häufig in letzter Zeit, versammelten sich 18 Kelschs auf dem Platz. Wer möchte, kann einen Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Spielerzahl herstellen. Viele Kelschs spielten kurz-kurz. Thomas ließ gar Mütze und Handschuhe in der Kabine. Da noi diciotto also primavera in anticipo, auch wenn in Stoccarda die Zitronen noch nicht blühen.

Aus dem ärztlichen Bulletin ist zu vermelden, dass Armin nach überstandener Außenbanddehung sein Comeback gab und das Sprunggelenk nicht reagierte. Der ganze Armin im orangenen Tor hingegen schon. Gute Nachrichten. Schlechte Nachrichten: Jochen S. verletzte sich nach gefühlt 25 Minuten, als er einen orangenen Querpass abfangen wollte und sich dabei das Knie verdrehte. Gute Besserung!

Fortan spielte Bunt also in Unterzahl und führte, wenn ich es recht erinnere, zu diesem Zeitpunkt 3:1. Zuvor hatte Roman die bunte Mannschaft mit einem strammen Distanzschuss in Führung gebracht und Steffen mit der Pike ausgeglichen. Unordnung in der orangenen Hintermannschaft und unnötige Ballverluste in der Offensive nutzte Bunt in der Folge geschickt zur verdienten Führung.

Erst nach dem zwischenzeitlichen 4:4 bekam Bunt das Spiel besser in den Griff. Marco spielte, wo er wollte wurde von seiner Mannschaft mit allen Freiheiten ausgestattet und war an vielen gefährlichen Situationen beteiligt. Im Verbund mit Igor, Steffen und Ralf kam die orange Offensive in Schwung. Ralf erzielte zwei Tore, die nach seiner Galavorstellung in der Vorwoche in der Wahrnehmung allerdings etwas untergingen. Igor luchste Orange einen Rückpass ab und spitzelte den Ball aus ganz spitzem Winkel ins Tor. Hinzu kamen einige Fehler in der bunten Defensive, weshalb Orange das Spiel drehen und auf 7:4 wegziehen konnte.

Chancen genug, dies zu verhindern, hatte Bunt. Beispielsweise verfehlte eine Volleyabnahme von Thomas das Ziel nur knapp. Gefährlich waren auch zwei Kopfbälle von Tobi H. und ein Kopfball von Roman, der den Pfosten berührte. Den ein oder anderen schlampig zu Ende gespielten Konter noch dabei, gelang Bunt jedoch nur noch der Schlusspunkt zum 7:5.

Nach dem Ausscheiden von Jochen S. war Bunt minimal überlegen. Wobei auch zu berücksichtigen ist, dass es bei so vielen Spielern auf dem Platz ziemlich eng zugeht. Dementsprechend schwer tat sich Orange, ein Überzahlspiel mit Ballbesitz aufzuziehen. Auf den Nachteil der Unterzahl wollte dann auch kein Orangener die Niederlage schieben. Aus Sicht von Bunt ein Arbeitssieg.

Bunt 5:7 Orange

Bunt: Harald, Jochen S., Manu, Martin, Meister, Roman, Thomas, Tantieme, Tobi H.

Orange: Albrecht, Armin, Bernd, Igor, Marco, Marcus M., Ralf, Stefan, Steffen

Man of the Match: Dieses Mal ist es wirklich kompliziert, einen Spieler hervorzuheben. Ich entscheide mich für Bernd, der sehr mannschaftsdienlich spielte, kaum Fehlpässe produzierte und immer wieder weite Wege zurück sprintete, um Kontersituationen zu unterbinden.

10 – Die Traumzahl (07.02.2018)

Was Bo Derek – die Älteren unter uns erinnern sich sicher – zu dem Spiel gesagt hätte, weiß ich nicht. Gefroren hätte sie in ihrem Bikini bestimmt (Grüße nach Brasilien!). Und 10 war auch gar nicht die Traumfrau, sondern die Traumzahl. So genügsam ist man inzwischen. 10 Spieler – acht Kelschs und zwei Gastspieler – kicken und am Ende steht es 10:10. Nach zweitägigen Vorüberlegungen auf WhatsApp hatte Roman die glänzende Idee gehabt, im Büro zwei Gäste zu akquirieren. Halleluja! Nicht schon wieder auf die ungeliebten Eishockeytore.

Ich könnte aus den Berichten der vergangenen Wochen herauskopieren, dass „meine“ Mannschaft den Beginn verpennte. Kaum gewonnene Zweikämpfe, zu viel Raum für die Grünen (jaja, so war das) und ein schleppendes Angriffsspiel. Stattdessen sollte ich besser darüber nachdenken, warum das wieder „meine“ Mannschaft betraf. Die Grünen machten die Sache jedenfalls sehr gut, standen kompakter und leisteten sich auch viel weniger Fehlpässe. Im Sturm wirbelte der grüne Gastspieler (dessen Namen ich leider vergessen habe – Tomek hieß der bunte Gast). Zur Halbzeit hätte Bo Derek ihren Hintern sicher nicht darauf verwettet, dass Bunt noch einmal ins Spiel kommt. Doch als der Fünf-Tore-Rückstand der Grünen nach und nach dahinschmolz, schöpften die Bunten neue Hoffnung. Ihr Spiel wurde köperbetonter – ein-, zweimal auch über das Erlaubte hinaus – und die Abwehr stand sicherer. Grün stemmte sich noch einmal dagegen, den sicher geglaubten Sieg aus der Hand zu geben. Doch ein Hurgeltor der Bunten, eine Minute vor dem Abpfiff durch Zeitnehmer Tantieme, besiegelte das letztlich gerechte Unentschieden.

So bleibt folgende Kabinenerkenntnis: Wenn man einen Rückstand von 3:8 zu einem 8:8 aufholt und nach dem erneuten Rückstand von 8:10 am Ende den Ausgleich macht, fühlt sich das besser an als umgekehrt. Hier ließe sich eine schöne Dialektik über das Unentschieden an sich beginnen. Oder – Fakten, Fakten, Fakten – einfach feststellen, dass es das erste Unentschieden des Jahres 2018 war und Steffen in diesem Kalenderjahr weiter ungeschlagen ist.

Ein besonderer Gruß geht noch an die Jugendmannschaft der Kickers. Dass wir wegen der Kinder auf dem Platz erst um 20:30 Uhr würden beginnen können, war klar. Dass die Nachwuchshoffnungen von der Waldau eine Kabine hinterlassen, in der es wie in einem Puma-Käfig riecht und angebissene Schokoriegel und anderer Müll rumliegt, eher nicht. Da auch noch das warme Wasser aufgebraucht war, konnte der SVK gestern Abend wohl keine neuen Anhänger dazu gewinnen.

Bunt 10:10 Grün

Bunt: Marcus M., Niki, Ralf, Steffen, Gastspieler

Grün: Harald, Marco, Roman, Stefan, Gastspieler

Man of the Match: Schwierig, einen Spieler hervorzuheben. Steffen und der Gastspieler der Grünen hoben sich aus ihren Mannschaften etwas hervor und erzielten beide viele Tore für ihre Farben. Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte: Niki und ich entschieden uns in der Kabine für Roman, weil er am Nachmittag durch sein spontanes Eingreifen erst das Spiel auf die reguläre Größe ermöglichte. Und ganz schlecht spielte er ja nun auch nicht.

Wenig los auf der Prag (31.01.2018)

9 – 12 – 12 – 11 – 8. Das sind die nackten Zahlen des Jahres 2018 bislang. Ergibt 10,4 im Schnitt und mit acht Kelschs gestern einen neuen Minusrekord. Außerhalb der Ferienzeit, wohlgemerkt. Was die Tendenz zu bestätigen scheint, die Manus Zahlen zum Jahresabschluss 2017 schon angedeutet hatten: Durch zahlreiche, auch langwierige, Verletzungen fehlt dem Kader momentan die Breite. Es ist wenig erfreulich, wenn bis kurz vor 20 Uhr sogar unklar ist, ob überhaupt ein Spiel zustande kommt. In der Kabine nach dem gestrigen Spiel war dennoch der überwiegende Tenor, derzeit keine neuen Kandidaten zu scouten, sondern auf die zügige Genesung aller Kranken, Verletzten, Fußlahmen und Rekonvaleszenten zu hoffen. Oder wie Michael Reschcke sagen würde: „Wir haben immer betont, dass wir unserem Kader vertrauen und davon überzeugt sind, mit ihm unsere Ziele zu erreichen.“ Gute Besserung rundherum!

Gespielt wurde quer im Strafraum auf die Eishockeytore. Bunt verpennte den Start komplett und lag ebenso schnell wie aussichtslos zurück. Nur Albrecht konnte zum zwischenzeitlichen 1:2 treffen, während bei Orange vor allem Ralf seinen Job als Torjäger bestens ausfüllte. Beim Stand von 1:5 kam die Frage auf, ob ein Spielertausch gewünscht sei. Zwar wird man nicht wegdiskutieren können, dass die orangene Mannschaft stärker besetzt war. Der klare Rückstand war aber eher darauf zurückzuführen, dass Orange lauf-, spiel- und einsatzfreudiger war als der behäbige Gegner. Bunt lehnte einen Wechsel deswegen ab und gelobte (vor allem sich selbst) Besserung.

Dazu stellte man taktisch um und beorderte Armin in die Spitze, was dem bunten Spiel sichtlich gut tat. In der Formation einer Raute spielte man nun genauere und klarere Bälle, bewegte sich besser, kam zu Chancen und konnte zumindest einigermaßen mithalten. Gleichwohl war der orangene Sieg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Ralf störte das bunte Aufbauspiel früh. Niki und der Meister verteidigten im Zweifelsfall auch kompromisslos. Und Albin sorgte als letzter Mann dafür, dass kaum mal ein Ball ins Netz ging.

In der Schlussphase agierte Bunt risikoreicher, woraus sich für Orange zahlreiche Konterchancen ergaben. Einige davon wurden genutzt und der, auch in dieser Deutlichkeit verdiente, Vorsprung auf fünf Tore ausgebaut. Nachdem Albrecht vor dem gegnerischen Tor ohne Fremdeinwirkung umgeknickt war (Gute Besserung im Besonderen, Albi!), wurde das Spiel einige Minuten vor dem regulären Abpfiff beendet.

Bunt 5:10 Orange

Bunt: Albrecht, Armin, Marcus M., Stefan

Orange: Albin, Meister, Niki, Ralf

Man of the Match: Albin. Das Spiel auf dem engen Feld liegt ihm sehr. Nur bei seinem 3Ecken1Elfer-Strafstoß patzte er. Ansonsten organisierte Albin als Libero das Spiel seiner Mannschaft und setzte seine Kollegen glänzend in Szene. (Außerdem hat er ein faszinierendes Auto, dem sich offenbar immer eine Kiste gekühlten Bieres entnehmen lässt. Danke.)

 

PS: Bisher haben erst fünf Kelschs für einen Termin der Tour de Kelsch abgestimmt (Götz hat sich per E-Mail gemeldet). Bitte bis zum Wochenende abstimmen, danke! Hier der Link:

https://doodle.com/poll/5a6m33x4rmexd4i7

 

 

 

Souveräner Unterzahlsieg (24.01.2018)

Trotz Überzahl fand Bunt nur schleppend ins Spiel. Bis sich die bunte Hintermannschaft sortiert hatte, führte Orange komfortabel mit mehreren Toren Vorsprung. Dass Steffens Soli – wenn überhaupt – nur schwer zu verteidigen sind, ist klar. Mir sind aber zahlreiche Situationen im Gedächtnis geblieben, in denen ein orangener Angreifer mutterseelenallein im bunten Strafraum stand. Einfach weil die Hintermannschaft zu schläfrig war. Ein Kopfball-Eigentor des Autors dieser Zeilen nach einer Flanke von Albrecht passte ins Geschehen.

In eigenem Ballbesitz nutzte Bunt die Überzahl zu selten. Der Ball lief zu langsam durch die eigenen Reihen, die bunte Mannschaft zu wenig. Wobei Orange auch clever spielte. Steffen, Niki und Tobi H. machten das Zentrum laufstark, hart im Zweikampf und ballsicher dicht. So konnte Ralf im bunten Angriff kaum in Szene gesetzt werden. Gefährlich wurde es zumeist nur, wenn sich Manu mit Einzelaktionen dem gegnerischen Tor näherte. Stefan und Albrecht sorgten auf der orangenen Außenbahn für Entlastung und machten in der Defensive die Räume für Bunt zusätzlich eng.

Etwa zur Halbzeit kam Bunt zwar besser in die Partie und zu genügend Chancen, um zumindest heranzukommen. Allerdings blieben zu viele Chancen ungenutzt, als dass Orange wirklich in Gefahr geraten wäre.

Als mit Manu der letzte bunte Hoffnungsträger vom Platz musste, wurde es nicht unbedingt besser. Zumindest aber spielte Bunt engagiert zu Ende und ließ sich nicht vom Platz schießen. Näher als auf 7:10 ließ Orange den Gegner allerdings nicht herankommen und machte mit zwei Toren in den Schlussphase den überlegenen Sieg der Unterzahlmannschaft klar.

Bunt 7:12 Orange

Bunt: Albrecht, Armin, Manu, Marco, Marcus M., Ralf

Orange: Meister, Niki, Stefan, Steffen, Tobi H.

Man of the Match: Schwierig, aus der Unterzahlmannschaft – und insbesondere aus dem Trio Niki, Steffen und Tobi H. – einen Spieler herauszuheben. Ich entscheide mich für Niki, der mit vielen gewonnenen Zweikämpfen und unermüdlicher Laufarbeit dafür stand, was Orange über weite Strecken des Spiels vermissen ließ.

Tour de Kelsch 2018

Liebe Kelschs,
Stefan und ich haben es am Mittwoch in der Kabine schon einmal angedeutet: Wir haben uns überlegt, die Tour de Kelsch 2018 rund um Bregenz stattfinden zu lassen. Die Idee ist, dass
  • Bregenz sehr gut von Stuttgart aus erreichbar ist,
  • wir abwechslungsreiche Touren machen können (flach am Bodensee entlang, wellig ins Allgäu Richtung Wangen/Isny sowie Richtung St. Gallen oder bergiger in den Bregenzerwald),
  • wir abends im Strandbad chillen können und
  • es ausreichend gastronomische Angebote gibt, wo man die Tage ausklingen lassen (oder sicher auch die Spiele der WM schauen) kann.

 

Um mögliche Unterkünfte suchen zu können, brauchen wir zunächst einen Termin. In einem ersten Schritt sollten wir das Wochenende festlegen. In einem zweiten Schritt können wir dann noch im Detail und endgültig festlegen, wer z.B. zwei oder drei Nächte bleibt.
Für folgende Wochenende im Juli könnt Ihr abstimmen:
  • 29.6.-1.7.
  • 6.-8.7.
  • 21.-22.7.
  • 27.-29.7.
Und noch ein paar Anmerkungen zu den Terminen:
  • Zur Abstimmung ist jeweils nur der Samstag genannt. Gemeint ist aber das Wochenende (Donnerstagabend oder Freitag bis Sonntag).
  • Ab dem 18.7. sind in Bregenz die Festspiele. Günstigere Unterkünfte dürfte es eher an einem der beiden erstgenannten Wochenenden geben.
  • Das erste Ferienwochenende in Baden-Württember ist am 27.-29.7.
  • Das Wochenende 13.-15.7. haben wir rausgelassen, weil Sonntags um 17 Uhr WM-Finale ist.
  • Am 30.6. und 1.7. sind die ersten vier Achtelfinals der WM (ohne, dass Deutschland dabei sein könnte).
  • Am 6. und 7.7. finden die vier Viertelfinals der WM statt.

Wenn noch andere Termine gewünscht werden, bitte Bescheid geben. Dann ergänze ich das noch.

Hier geht es zur Doodle-Umfrage. Ihr habt gut zwei Wochen Zeit: Bitte bis Freitag, 3. Februar abstimmen. Danke!

https://doodle.com/poll/5a6m33x4rmexd4i7

Schöne Grüße und Kette rechts,

Marcus

 

Auf ein Neues! (03.01.2018)

Euch Kelschs & Euren Familien, auch vom Platz des Berichterstatters aus, ein gutes, glückliches, gesundes, verletzungsfreies und – auch fußballerisch – erfolgreiches neues Jahr 2018!

Dem Sturmtief Burglind trotzten zum Jahresauftakt neun wackere Sportsfreunde. Alle versicherten, die individuellen Trainingspläne über die Feiertage vorbildlich abgearbeitet und sich von Gänsen & Gutsle ferngehalten zu haben. Deswegen konnte auf den eigentlich obligatorischen Cooper-Test und die anschließende Messung der Laktatwerte verzichtet werden.

Gespielt wurde zwischen den blauen Linien auf flachgelegte Tore. Soll heißen: die Tore lagen auf den Pfosten und der Latte. Sie verstehen? Diese ungewöhnliche Maßnahme, die angemessene Größe des Spielfeldes und ausgeglichene Mannschaften waren Garanten dafür, dass sich trotz des ungeliebten 4 gegen 5 ein ganz munteres Spielchen entwickelte.

Die Ehre des ersten Tores 2018 gebührte Niki. In der Anfangsphase spielte Orange das Überzahlspiel insgesamt sehr gut und konnte so die Führung weiter ausbauen. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten griff jedoch der bunte Matchplan immer besser. Der sah folgendermaßen aus: In der Verteidigung staffelten sich die drei bunten Feldspieler vor dem Torwart am und um den eigenen Strafraum. Das Mittelfeld wurde den Orangenen komplett überlassen und ausschließlich versucht, Schüsse aus der zweiten Reihe und Pässe in die Box zu verhindern. Bei Ballgewinn wurde, vor allem über Steffen, gekontert was das Zeug hiel und so schnell wie möglich der Abschluss gesucht. Helmut Groß hätte seine Freude am bunten Spiel gehabt. (Naja. Vielleicht.) Bei Spielaufbau aus der eigenen Hälfte sicherten der Torhüter und ein bunter Abwehrspieler ab, so dass man selbst nur selten ausgekontert wurde. Mit dem – wenn ich mich recht erinnere – 6:5 ging Bunt erstmals in Führung. Auch Albin und Armin überzeugten mit sicherem und oft schnellem Passspiel.

Orange tat sich dagegen schwer, das bunte Abwehrbollwerk zu knacken. Häufig fehlte eine Anspielstation im Strafraum. Oft war der Spielaufbau der Orangenen auch ewtas zu langsam oder zu ungenau. Phasenweise wirkte das orangene Spiel – mit Verlaub – etwas gehemmt. Gegen Ende kam die Überzahlmannschaft wieder häufiger zu gefährlichen Aktionen und Toren. Die schwindenden Kräfte der Bunten machten sich – vor allem in größeren Lücken und häufigeren Fehlpässen – bemerkbar. Da Orange nie aufsteckte, musste Bunt bis zum Schluss voll dagegenhalten, um den clever erkämpften Sieg über die Zeit zu bringen.

Und wie es sich zum Jahresbeginn gehört, wurden in der Kabine große Pläne geschmiedet. In diesem Fall für die Tour de Kelsch. Mehr dazu in Kürze auf diesem Kanal.

 

Bunt 13:10 Orange

Bunt: Albin, Armin, Marcus M., Steffen

Orange: Albrecht, Meister, Niki, Stefan, Tobi H.

Man of the Match: Steffen war stürmischer als Burglind und richtete in der orangenen Hintermannschaft größere Schäden an, als ein morgens auf der Waldau umgestürtzer Baum am Auto des Kickers-Trainers.

Mehr als 11 Kelschs sollten wir sein…(15.11.2017)

Das Motto „11 Freunde sollt ihr sein!“ ist ja schön und gut. Aber zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen nur 11 Kelschs auf dem Platz zu haben, nervte sehr. Wieder entpuppte sich die Mannschaftsbildung als schwierig. Möglicherweise sollten wir auch erst ab 12 Spielern auf die ganze Breite des Platzes spielen? Ich weiß es doch auch nicht…

Jedenfalls konnte die schnelle Führung der Bunten zum 1:0 und zum zwischenzeitlichen 2:1 – bezeichnenderweise jeweils nach Distanzschüssen – nur kurz darüber hinwegtäuschen, dass Orange eindeutig zu stark für die bunte Mannschaft war. Oder Bunt so schwach? Jedenfalls diktierte Orange das Spiel.

Insbesondere der Autor dieser Zeilen forderte nach dem Tor zum 2:5 einen Spielerwechsel. Damit, so die Begründung, nicht erst beim völlig aussichtslosen Spielstand von 2:9 die Mannschaften ausgewogener würden. Also wechselten Albrecht und Roman – der hatte vorab einen Hattrick angekündigt – das Leibchen. Murphy’s Law: Kurze Zeit später stand es trotzdem 2:9 und das Ding war durch.

Bei Bunt überzeugte Stefan mit einem starken Comeback als Schnapper im orangenen Tor. Von den wenigen bunten Chancen hielt er, was man nur halten kann. Eine bunte Bogenlampe klärte er sogar – den Arm übergreifend – per Rückhand zur Ecke. Auch Albrecht drehte im orangenen Leibchen auf, machte seine rechte Seite dicht und konnte sich offensiv häufig im Eins-gegen-Eins auf dem Flügel durchsetzen. Vor allem aber traf Ralf nach Belieben: Im Strafraum, aus der Distanz, per Kopfballbogenlampe ins lange Eck oder auch im Fallen mit der Hacke. Ständig mit Bällen von Igor und Martin gefüttert, bekamen die Bunten ihn nie in den Griff.

Bei der bunten Mannschaft kamen viele schwerwiegende, individuelle (Abspiel-)Fehler hinzu, die Orange zum Kontern geradezu einluden. Nur in den ersten Minuten, eine kurze Phase nach dem Spielertausch und ganz am Ende war Orange an diesem Abend ebenbürtig. In der letzten Viertelstunde, als Bunt schon in Gedanken beim Kabinenbier war (vielen Dank für die süffige Neuentdeckung Out of Rosenheim, Roman!), und zwei Gänge heruntergeschaltet hatte, konnte Bunt noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.

 

Orange 14:9 Bunt (möglicherweise auch 13:8?)

Orange: Albrecht (ab 30. Minute), Igor, Martin, Ralf, Stefan, Tantieme

Bunt: Manu, Marcus M., Meister, Roman (ab 30. Minute), Steffen

Man of the Match: Torjäger Ralf.

Alle Bunten verteidigen – an Allerheiligen (01.11.2017)

Dank der vorherigen Abfrage auf diesem Blog und in der WhatsApp-Gruppe war sichergestellt, dass der Mittwochskick nicht den Herbstferien oder dem Feiertag zum Opfer fallen würde.

Die elf Kelschs wurden zu ausgeglichenen Mannschaften verteilt. Ob die bunte Mannschaft – trotz Unterzahl – auf dem Papier ein Muggaseggele stärker besetzt war, wie teils nach dem Spiel bei der Pizza in der Kabine zu vernehmen, können wir dahingestellt lassen. Die klare und deutliche Niederlage der Orangenen war jedenfalls darauf nicht zurückzuführen. Sondern dem Umstand geschuldet, dass die orangene Mannschaft einen gebrauchten Tag erwischt hatte und außerdem deutlich weniger Laufbereitschaft und Einsatzwillen zeigte als der Gegner.

Die meiste Zeit agierte Bunt sehr kompakt am eigenen Strafraum mit Albin als Libero, Igor und Steffen in vorderer Reihe sowie Niki und dem Autor dieser Zeilen, die versuchten, im Zentrum die unterzahlbedingten Löcher zu stopfen. Die Flügel ließ man weitgehend verwaist.

Das Ziel der Bunten war, tief zu stehen, die Ruhe zu bewahren und Zeit zu gewinnen. Also den ballführenden Gegner so lange wie möglich an einem direkten Torabschluss oder an einem Freispielen eines Mitspielers in Tornähe zu hindern. Und in dieser Zeit zu versuchen, „kleine Erfolge“ zu erzielen, wie etwa einen Torabschluss zu blocken oder den Ball auf eine Seite aus dem unmittelbar torgefährlichen Raum hinauszudrängen. Das erfordert viel Disziplin, die Bereitschaft, Fehler der Mitspieler auszubügeln und eine gute Kommunikation. Und all das konnte Bunt an diesem Abend auf den Platz bringen.

Bei Ballgewinn kam Bunt regelmäßig schnell vor das gegnerische Tor und konnte zielstrebig abschließen. Möglichst zügig wurde der sich bietende Platz gezielt ausgenutzt, damit sich Orange gar nicht erst wieder in der Ordnung positionieren konnte. So stellt man sich ein schnörkelloses Kombinationsspiel, vor allem zwischen Steffen und Igor, vor.

Die sich bietenden Räume konnten die orangenen Flügelspieler dagegen nur sehr selten nutzen. Viel zu oft landeten Flanken hinter dem Tor oder nach einem Fehlpass in der kompakten, bunten Verteidigung. Gefährliche Bälle von der Grundlinie in den Rücken der bunten Abwehr waren Mangelware. So blieben die Angriffe der Orangenen allzu häufig im Kleinklein vor dem bunten Abwehrbollwerk stecken.

Ein verdienter und aus bunter Perspektive sehr schöner Sieg. (Auch wenn es saumäßig anstrengend war.)

 

Orange 5:9 Bunt

Orange: Albrecht, Armin, Harald, Manu, Ralf, Tantieme

Bunt: Albin, Igor, Marcus M., Niki, Steffen

Man of the Match: Aus der bunten Mannschaft einen Spieler herauszugreifen, fällt schwer. Ich entscheide mich für Igor, der starke Einzelaktionen hatte, mannschaftsdienlich glänzte und auch als Torwartlibero überzeugt.

Zu einseitig 2.0 (11.10.2017)

Man könnte auch einfach den Spielbericht vom 4. Oktober 2017 hier einkopieren, Namen und Ergebnis anpassen. Zack fertig. (Zumal, wenn der Bericht erst Wochen später kommt und es möglicherweise keiner bemerken würde.) Macht man aber nicht.

Mir ist noch in Erinnerung, dass Bunt sehr diszipliniert spielte und – vor allem über Steffen – die sich bietenden Räume effektiv nutzte. Freie Räume gab es in der löcherigen orangenen Abwehr reichlich. Die etwas unausgewogene Mannschaftseinteilung, die wenig disziplinierte Spielweise der Bunten und das Verletzungspech – Ollo plagten schon kurz nach Anpfiff Achillessehnenbeschwerden – führten dazu, dass beim Stand von 1:5 nach etwa 40 Minuten gewechselt wurde: Ollo stellte sich ins bunte Tor, Niki versuchte der orangenen Mannschaft mehr Struktur und Ordnung zu geben. Vielleicht kam der Wechsel zu spät oder man hätte die Mannschaften noch klarer durchwechseln müssen. Das orangene Aufbäumen – wenn ich mich recht erinnere mit den Anschlusstoren zum 3:5 – war jedenfalls nur ein kurzes Strohfeuer. Bunt konnte das Geschehen schnell wieder kontrollieren und letztlich ungefährdet den Sieg nach Hause spielen.

Man könnte es sich natürlich noch einfacher machen. Wenn man eine Zusammenfassung des Spiels als Filmschnipsel fände, der zunächst die ersten 40. Minuten zeigt, dann die paar Minuten unmittelbar nach dem Spielerwechsel und anschließend die Schlussphase. Gibt es vermutlich gar nicht. Und falls doch, würde man das natürlich erst recht nicht machen.

 

 

Orange 5:8 Bunt

Orange: Albin, Armin, Manu, Niki (ab 40. Minute, zuvor Bunt), Ralf, Roman

Blau Bunt: Harald, Marcus M., Meister, Ollo (ab 40. Minute, zuvor Orange), Steffen, Tobi H.

Man of the Match: Steffen. Bestrafte die Löcher in der orangenen Defensive hart: Als Spielgestalter, Vorlagengeber und mehrfacher Torschütze.