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Zwei Seelen wohnen, ach! … (18.10.17)

Einerseits ist es jedes Mal aufs Neue eine große Freude, im Sechzehner vier gegen vier auf die kleinen Tore zu spielen. Die Dynamik, die Enge, die Intensität, die körperliche Nähe, die Männerleiber, aber gut, ich galoppiere grade davon, wie auch immer: Schöne Spiele sind das, inklusive der Gewissheit, sich körperlich betätigt zu haben.

Andererseits setzt ein solches Spiel eben auch voraus, dass verdammt wenige Kelschs zugegen sind, und das ist halt scheiße. Wofür niemand etwas kann, es ist eben einfach so, begründet, und es ist nicht das, was man sich wünscht, Zahn hin, Zeit her.

Gestern war’s mal wieder so weit. 8 Kelschs auf dem Platz, vier gegen vier, verspäteter Anpfiff nach dem skandalösen Ausscheiden der Prager B-Jugend aus dem Pokalwettbewerb (Schiri, wir wissen, wo Dein Auto steht!), ausgeglichene Teams, kein Gezerfe, großartige Non-playing Captains in quasi eingezäunzter Coaching Zone, Fußballherz, was willst Du mehr (außer ein paar Leuten halt)!?

Orange zu Beginn recht offensiv, was die etwas näher am eigenen Tor postierten Bunten geschickt zu nutzen wussten und nicht zuletzt dank zweier Konter zu einem frühen 4:1 kamen. Die bunte Verteidigung bröckelte dann ein bisschen, der Autor spielte ein paar zu riskante Bälle, Niki wuselte, Steffen traf auch mal mit dem Vollspann, und so pirschte sich orange nicht nur heran, sondern blieb auch dran. Also fast. Immer wenn es eng wurde, legte bunt noch einmal nach, im Zweifel zimmerte Ralf auch einen ins Kreuzeck, und so blieb bunt stets knapp vorne.

Kurz vor Schluss führte bunt dann mit 7:6, als Niki und Ralf vor dem bunten Tor nach akustisch vernehmlichem Fußkontakt zu Boden gingen und die Schwarmintelligenz eine leichte Neigung zum Elfmeter – na ja, 11, eher Wurzel aus dreiundzwanzigzweiundachtzig zum Quadrat plus fünffuffzig zum Quadrat, also 24m45, und schräg – erkennen ließ. Nun wollen wir dem Unparteiischen keine Konzessionsentscheidung unterstellen, doch es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass er sich eines nicht geahndeten orangenen Handspiels erinnerte und daraufhin die Partie weiterlaufen ließ, bis Steffens Wecker klingelte.

Bunt 7:6 Orange

Bunt: Manu, Marcus M., Ralf, Tobi H.
Orange: Armin, Meister, Niki, Steffen

Man of the Match: Der treffsichere Ralf wäre ein Kandidat, ebenso der Meister, der die bunte Abwehr bei seinem letzten Treffer unsagbar schlecht aussehen ließ. Aber ich entscheide mich für den Balldieb Marcus M., der den Orangenen in feinster Ascacíbar-Manier ein ums andere Mal ein Schnippchen schlug.

Zahlen des Tages:
Anzahl der Spieler seit Anfang September:
12, 12, 18, 10, 12, 12, 8;
Vergleichswerte 2016:
14, 11, 15, 17, 16, 14, 12.
Natürlich kein bisschen repräsentativ, schon klar.

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Organisatorisches im Oktober: 25.

Wie letzten Mittwoch besprochen, habe ich für den 25.10. einen Platz im Fußballcenter Kornwestheim gebucht.

Wir haben den Platz von 20.00 bis 21.30 Uhr. Er ist für zwei Fünfer-Mannschaften gedacht, aber wir können ggf. natürlich mit Ersatzspielern oder auch mit drei Teams im Wechsel spielen. So ne Pause dürfte ab und zu ganz gut tun.

Bälle und Leibchen kann man vor Ort mieten; wäre aber sicher nicht verkehrt, unsere mitzubringen.

Bezahlt wird vor Ort. Für bis zu 14 Spieler bezahlen wir 102 €, bei mehr kommt noch bisschen was drauf. Faustregel: Jeder bringt nen Zehner mit.

Bis 24 Stunden vorher können wir stornieren. Was ich tun werde, wenn bis Dienstagvormittag nicht mindestens zehn Leute in den Kommentaren zusagen.

Kesselliebe (27.09.2017)

Bei auch zu vorgerückter Stunde noch einmal spätsommerlichem Wetter fand sich nach zwischenzeitlicher Sorge, mit der unangenehmsten aller Spielerzahlen umgehen zu müssen, doch noch ein zehnter Kelsch ein – Harald hatte sich selbstverständlich im Blog informiert und so von der späteren Anstoßzeit erfahren.

Orange spielte auf die kurze Hälfte und fand zunächst besser ins Spiel, was dann auch in der frühen Führung resultierte, bei der der Torwart so lange darauf wartete, dass noch ein Stürmer die Hereingabe (von Armin?) verlängern würde, bis sie ohne Berührung an ihm vorbei ins Tor trudelte. Klassiker. Bunt glich durch Igor (#camebackstronger) aus, doch orange ließ sich nicht beirren und ging erneut in Führung, vermutlich sogar mit zwei Toren – hätte der Meister im Tor nicht kontinuierlich seinen Kessel dazwischengeworfen, hätten es auch mehr sein können.

So aber blieb bunt dran und lief bis zum 4:4 stets einer orangenen Führung hinterher, ehe Igor als offensiver Torwart von hinten heraus für ein Überraschungsmoment sorgte und die erste bunte Führung erzielte, der gleich darauf auch noch das 6:4 folgte. Die Bunten hatten nun alle Hände voll damit zu tun, zum einen Igor wieder die primären Aufgaben eines Torwarts nahezubringen, zum anderen sich der drängenden Orangenen zu erwehren.

Dass es gelang, lag erneut am Meister und dann auch an Marcus, der ebenfalls seinen Kessel zur Verfügung und in den Weg stellte, sodass die orangenen Torgelegenheiten weitgehend ungenutzt blieben, während bunt zum Teil bemerkenswertes Schussglück hatte – Roman und Manu nahmen in nicht immer zwingenden Situationen den Innenpfosten zu Hilfe, Marcus verwandelte eine tückische Hereingabe so traumwandlerisch sicher, dass man zweifeln darf, ob er es im Wachzustand wiederholen könnte.

Zudem taten sich in der Hintermannschaft der zurückliegenden und Anschluss suchenden Orangenen naturgemäß Lücken auf, die bunt in einigen Szenen erfolgreich nutzte – und so orange nicht mehr herankommen ließ.

Orange 7:12 Bunt

Orange: Armin, Harald, Martin, Steffen, Tantieme
Bunt: Igor, Manu, Marcus M., Meister, Roman

Man of the match: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Meister und Igor, Außenseiter Marcus. Entscheide mich für Igor, der bunt beim Comeback in der ersten Hälfte mit seinen Toren im Spiel hielt und vor dem Tor die Übersicht behielt, als die Sache noch einmal auf der Kippe stand.

 

Voll (20.9.2017)

Gestern hab ich hier ins Blog geschaut, vielleicht war es auch erst heute früh, die Zeit fliegt ja schon wieder, und was von einem verzögerten Spielbeginn gelesen. In der festen Überzeugung, es handle sich um den Spielbericht aus der Vorwoche, versuchte ich mich an eben jenes Spiel zu erinnern, und fand – nichts. Keinen verzögerten Beginn, also nicht mehr als sonst, aber auch sonst nichts. Alles weg. Verdrängt.

Dabei, so viel habe ich mir dann nach und nach zusammengereimt, war es gar nicht ganz schlecht. Zumindest erinnere ich mich an Fetzen aus einer Unterhaltung mit Steffen am späteren Mittwochabend, in der wir eben das aussprachen: gar nicht so schlecht, aber dann halt doch verkackt. Oder an einen kurzen Austausch mit Harald, der auf der Gegenseite stand und der eine Niederlage der stärkeren Mannschaft gesehen zu haben glaubte.

Nun, so weit wollte ich damals nicht gehen, aber ich entsinne mich in der Tat, dass wir Bunten gegen Ende den einen oder anderen Angriff nicht ganz optimal vor das Tor gebracht haben, und zudem, wenn wir dann doch dort ankamen, auch im Abschluss nicht in jeder Situation ein glückliches Füßchen hatten.

Im Gedächtnisnebel taucht ein 3:2 für die Orangenen aus, und das Gefühl, dass sie bis dahin immer so’n bisschen die Nase vorn gehabt hatten. Steffen hatte für bunt getroffen, zudem Niki richtig einen reingezimmert, auf der anderen Seite dürfte es, wie eigentlich immer an diesem Abend, Marco gewesen sein. Ich glaube übrigens nicht, dass er sich im ganzen Spiel jemals weiter als acht Meter von unserem Tor entfernt aufgehalten hat, aber was soll ich sagen? Alles richtig gemacht. Und noch dazu den Meister konsequent am eigenen Tor gebunden.

Bunt schaffte es dann, das Spiel zu drehen, ging durch Tobis Kopfball und erneut durch Steffen in Führung, und wenn ich ehrlich bin, dachte ich nicht, dass wir es noch aus der Hand geben würden. Doch Pustekuchen! Obi hämmerte einen unter die Latte, Marco pustete vermutlich einen anderen über die Linie, und schon war orange wieder vorne. Beide Seiten trafen noch je einmal (hier: Niki, dort: bestimmt Marco), und zum Schluss drängte bunt wütend auf den Ausgleich, doch entweder war es zu vielbeinig oder kamen die Flanken zu ungenau oder zu hart oder was weiß denn ich.

Bunt 5:6 Orange

Bunt: Albin, Manu, Marcus M., Meister, Niki, Stefan, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albrecht, Armin, Bernd, Harald, Marco, Martin, Obrenko, Ralf, Roman

Man of the match: Marco. Traf nach meiner Kenntnis vierfach. Das enge Spiel mit kurzen Wegen ist seines.

 

Und nicht vergessen: Verzögerter Anpfiff morgen!

True Gold (13.09.2017)

Die Analyse der knapp anderthalb mittwöchlichen Sternstunden der Bedeutungslosigkeit fiel bei Darko gewohnt sachlich aus. Einige lobten den Tatort vom Sonntag über den Schellenkönig, andere erträumten sich trotz Abwesenheit ein schönes Abend noch (irgendwas mit Maneater und Power of Love), wieder andere blickten rush auf das Spiel zurück, das der Aufforderung “Take my Breath away!” eindrücklich gefolgt war, insbesondere bei der ab der Hälfte der Spielzeit unterzähligen und am Ende sichtlich kurzatmigen Mannschaft.

Doch der Reihe nach: Wie zu befürchten gewesen war, fanden sich nicht allzu viele Kelschs in der Kabine ein. Glücklicherweise wandte Harald das drohende four-and-a-half-a-side ab, und es ergab sich ein schönes fünf gegen fünf auf einseitig verkürztem Spielfeld. Nach wenigen Minuten kombinierte sich das orangene (Spandau) Ballet zum gegnerischen Tor, ehe Thomas Albi unter Schmerzen zeigte, wo der Barthel den Most holt. Zack, Eisspray! Sah alles andere als gut aus, doch nach kurzer Behandlungspause ging es zunächst weiter.

Orange ging nach einem schönen Chip, den Armin lässig verlängerte, in Führung, bunt kam durch ein Eigentor zum Ausgleich Like a Virgin zum Kinde. Zwei junge Zaungäste wurden auf die Teams verteilt, ohne den Charakter des Spiels grundlegend zu verändern. Orange blieb, angetrieben von Power Station Harald, gefährlicher und ging durch Armin in Führung, doch bunt ließ sich zunächst nicht beirren und glich durch einen der Jungspunde (gelegentlich wollte man ihm “Relax!” zurufen) aus, ging dann sogar in Führung – was Thomas zu einem geschickten, da für ihn siegreichen Spielende zu nutzen wusste.

Die Mannschaften blieben unverändert, bunt nun in Unterzahl, ohne das ABC der Abwehrarbeit komplett verinnerlicht zu haben. Manu hatte noch einmal eine Chance, vergab aber kläglich – Tantieme musste Through the Barricades gehen, um den Ball zu holen. Orange glich aus, bunt schaffte die neuerliche Führung, orange glich wieder aus. Ein kurzes Weilchen blieb es beim 4:4, dann bekam Armin kurz vor der Torauslinie den Ball, von wo er ihn nach gefühlt mehrminütigem Ausgucken und mindestens bunter Gleichzahl vor dem Tor einfach nur parallel zur Linie in die Mitte zu schieben brauchte, wo Albi Cold as Ice abschloss, obwohl das gar nicht auf der Playlist gewesen war.

Zum Schluss ereilte bunt das klassische Destiny der Unterzahlmannschaft, am Ende hieß es 4:7, und einzelne Bunte hatten nicht gerade den Look of Love im Gesicht. Bei Darko wurd’s ein bisschen besser, bei lockeren Gesprächen über Schwulenikonen leuchteten allmählich wieder einzelne Rosen im Asphalt, bald freuten sich auch die Verlierer wieder auf das nächste bunt-orangene D’arby und eilten noch vor Dexys Midnight Runners nach Hause.

Orange 7:4 Bunt

Orange: Albrecht, Armin, Harald, Tantieme, Tobi H., Gast Jugend 1 (ab 25.)
Bunt: Manu, Meister, Ralf, Stefan, Thomas (bis 45.), Gast Jugend 2 (ab 25.)

Man of the Match: Armin. Dosenöffner. Fand immer wieder die Lücke für den letzten Pass.

Wettbewerb gewonnen (30.08.2017)

9 Kelschs – einer davon noch dazu mit Verspätung – versammelten sich am Mittwochabend unter einem bedrohlich dunklen Himmel zum wöchentlichen Kick. Die Vorzeichen standen also nicht sonderlich günstig, doch glücklicherweise war auf zwei Herren Verlass: Zum einen kam Tobi H. mit drei Jungspunden im Schlepptau, zum anderen hatte Stefanes Vater in Sachen Regenwahrscheinlichkeit Entwarnung gegeben.

Die Gastspieler hatten in beispielloser Art und Weise Fakten geschaffen, indem sie durchgängig in orange oder orangeähnlichen Farben aufgelaufen waren. Drei junge Leute also auf der einen Seite, somit war zumindest klar, wer in der zu diesem Zeitpunkt noch vermuteten Unterzahl antreten würde. Als dann Martin kurz nach 8 auftauchte („Ich dachte halt, Ihr fangt wie immer später an.“), wurde Stefan (Alles Gute zum Geburtstag!) rasch nach drüben transferiert, was entgegen anderer Behauptungen nicht an seiner dembéléschen Verweigerungshaltung zu Spielbeginn, sondern zum einen an der orangenen Hose, zum anderen an der Aussicht auf eine reine Architektenmannschaft lag.

Bunt ging mit großem Respekt ins Spiel und traute sich, die Geschwindigkeit des Gegners fürchtend, zunächst kaum über die Mittellinie – was den Weg für den Fall eigener Angriffe allerdings verdammt weit machte. Hinten hielt man sich an die Maßgabe, möglichst gut zu kommunizieren und konsequenter zu übergeben als in der Vorwoche in ähnlicher Konstellation. Orange ging dennoch bald in Führung, doch bunt glich bei seinem ersten ernsthaften Ausflug über die Mittellinie aus.

Als die Bunten verstärkt dazu übergingen, gelegentlich den Weg nach vorne zu suchen, kassierten sie recht rasch die Quittung. Innerhalb kurzer Zeit ging der jeweilige bunte Offensivspieler dem Ball beim Zuspiel nicht konsequent entgegen, orange fing den Pass ab und zeigte, dass die jungen Leute einfach mit dem Umschaltspiel aufgewachsen sind – 3:1. In der Folge war orange weiterhin feldüberlegen und kam auch zu einigen klaren Chancen. Diese wurden zwar nicht genutzt, doch der weitere Verlauf des Abends schien vorgezeichnet.

Nach und nach, orange hatte noch immer nicht getroffen, fand bunt indes Wege, nicht nur die Mittellinie zu überschreiten, wenn auch in geringer Mannstärke, sondern dabei auch ein bisschen Torgefahr zu entwickeln. Ein langer Ball in die Spitze mit unmittelbarem Anschluss, dann aus der Abwehr heraus ein Vertikal- und ein Querpass, den der mitgelaufene technogedopte Albi souverän einnetzte, zack: 3:3.

Orange ließ das nicht auf sich sitzen, ging erneut in Führung und vergab wiederum ein paar Chancen, während bunt erst mal ein bisschen durchschnaufen musste – Temperatur und Luftfeuchtigkeit waren grenzwertig. Irgendwann spielte dann Marcus wieder den schnellen Ball in die Spitze, der zum Ausgleich führte, und als Albi mit dem starken linken Fuß einen langen Lochpass ebenso zentimetergenau platzierte wie Marcus seinen Abschluss, lag bunt plötzlich vorne.

Wütende Angriffe der Orangenen waren die Folge, ohne dass sie in dieser Phase so richtig zwingend gewesen wären. Allmählich sickerte jedoch bei den Bunten die Erkenntnis ein, dass sie ihren Vorsprung noch über eine Viertelstunde lang zu verteidigen hätten, und dann war es kurz darauf auch um sie geschehen: Tobi zog in halbrechter Position ungeachtet des Gewimmels vor dem Tor unwiderstehlich an und ab, der Ball schlug, nun gut, rollte in der kurzen Ecke ein, die Architekten waren wieder da. Und ließen sich danach nicht mehr lange bitten, die Verhältnisse zurechtzurücken: 6:5. 7:5. 8:5.  Wettbewerb gewonnen.

Orange 8:5 Bunt

Orange: Harald, Stefan, Tobi H., Gast Christian, Gast Daniel 1, Gast Daniel 2
Bunt: Albrecht, Armin, Manu, Marcus M., Martin, Niki

Man of the match: Albi. Hat uns letzte Woche einen gehörigen Schreck eingejagt, rannte nun bei heftigen Verhältnissen wieder wie ein junges Reh über den Platz. Und der Lochpass!

Frage(n) des Tages: Wo liegt beim WFV die Altersgrenze für Seniorenspiele, beispielsweise gegen jAH-Mannschaften, und wie alt ist eigentlich Christian?

Plan des Abends: Spider Murphy bei einem belgischen Querfeldeinrennen.

 

Lauf- und spielstark (23.08.17)

Jemand musste Tobi H. verflucht haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Abends gezwungen, neun Spieler auf zwei Mannschaften zu verteilen. Undankbarer wird’s nicht, wie erfahrene Kelschs, und sind wir das nicht alle, wissen.

Nun, vielleicht könnte man einschränkend darauf hinweisen, dass er zwar nichts Böses im engeren Sinn getan hatte, wohl aber der Ankündigung aus der Vorwoche, im Bedarfsfall für hinreichend Gastspieler zu sorgen, nicht in vollem Umfang gerecht geworden war. Gerade mal einen brachte er mit. Sozusagen den Ungerademacher.

Zurück zum Thema: Tobi hatte einen Scheißjob und hat das Beste draus gemacht. Um dem in der Vergangenheit bei vier gegen fünf stets unvermeidlichen Einbruch der Unterzahlmannschaft entgegenzuwirken, packte er die vier unter den Anwesenden, darunter zwei Rekonvaleszenten, laufstärksten Spieler in die bunte Unterzahlmannschaft, den Rest zu orange. Dass die Läufer nebenbei auch noch ziemlich gut Fußball spielen können, machte es für die anderen nicht ganz leicht. Was sie zu bedenken gaben, ohne aber eine bessere Lösung in petto zu haben.

Bunt ließ Ball und – eben nicht – Gegner von Beginn an ziemlich laufen, ging auch sehr rasch in Führung, weil sie zum einen gut kombinierten und orange zum anderen wenig Interesse zeigte, ernsthaft zu verteidigen, mit Reden und Übergeben und was halt sonst so dazugehört. Orange selbst bewegte sich vorne nicht so viel, kam aber dank der Überzahl des Öfteren erfolgreich zum Abschluss, was leider nur (aber immerhin) in seltenen Fällen gelungenen Powerplay-Stafetten geschuldet war.

Bis in den oberen einstelligen Bereich konnte orange den Abstand klein halten, stellte dann aber unglücklicherweise den dort eher mittelbegabten Schreiber dieser Zeilen ins Tor, worauf der Gegner unmittelbar reagierte und aus allen Lagen ein Polster herausschoss. Als die bunten Kräfte ein wenig schwanden, kamen die Orangenen, nicht minder geschwächt, zu einigen Gelegenheiten zur Ergebniskosmetik, die sie aber nur sehr bedingt zu nutzen wussten.

Orange 14:19 Bunt

Orange: Albin, Bernd, Manu, Martin, Ollo
Bunt: Harald, Igor, Tobi H., Gast Christian

Man of the match: Tobi. Schwere Aufgabe, gut gelöst. Und dann dieser blitzartige Abschluss inklusive Beinschuss. Bei mir, klar.

 

Wieder Bodman. Heute ohne Schnickschnack.

Gestern war Abschlussbesprechung.

Nahrung:
Grills der letzten Jahre stehen nicht zur Verfügung. Bastis Vorschlag mit dem Feuer ist zwar schön, können wir aber an dem Ort nicht umsetzen.
Ergbnis: Ollo erwirbt einen Kelschgrill. Halbe Sachen sind für andere.

Zentraler Grillfleischerwerb wurde nochmals kurz erwogen, dann aber verworfen. Jeder ist seines Fleisches oder Halloumis Schmied. Vor Ort gibt es einen Metzger, der Samstags um die Mittagszeit schließt, im Nachbarort einen Edeka mit Fleischtheke.

Stefan besorgt Soßenzeug, vielleicht auch Brot. Auch hier: ließe sich ggf. noch vor Ort erwerben.

Steffen denkt meines Wissens über einen Minze-Bergamotte-Salat nach, wird sich aber selbst eher an Fleisch halten. Wenn allerdings jemand einen Salat mitbringen möchte, wehrt sich definitiv niemand.

Bier kommt in Flaschenform aus dem Hause Meister. Und dem Landeshaushalt. Niki bringt die weiße Styroporkiste mit. Vermutlich hat sie etwas mit der Kühlung zu tun, aber das wissen nur Niki und Thomas.

Alkoholfreie Kaltgetränke (mindestens Wasser) werden von der Vorhut am Samstag vor Ort erworben.

Endgültige Bestätigung der bekannten Frühstücksoption steht aus liegt vor.

Vorhut:
Igor kommt am Freitag, Stefan wahrscheinlich, Meister vielleicht. Ich bin auch da.

Spieler:
Igor (ich hoffe, er ist gesund)
Marcus M.
Stefan
Bernd
Niki
Meister
Albrecht
Steffen
Roman
Basti
Ollo
Claus, evtl. plus Wilm
Thomas
Marco
evtl. Tantieme (kurzfristig)
Manu

Non-playing Kelsch ist Martin.
Und irgendwie rechne ich noch mit Andis Erscheinen.

Jeder, der ein Kelsch-Trikot hat, möge bitte eines mitbringen. (Und ja, wir hatten auch Hosen.) Wer keines hat, möge bitte ein weißes Shirt mitbringen. Hose schwarz. Stutzen irgendwie, am liebsten weiß oder schwarz. Und wer ein überzähliges hat oder seines nicht braucht, möge es bitte mitbringen oder, so möglich, übergeben.

Zu klären:
Es steht die Frage eines Kelschs im Raum, ob es ok wäre, einen Freund seines Kindes und dessen Vater als Gäste mitzubringen. Wäre schön, wenn Ihr Euch kurz (und kurzfristig) dazu äußern könntet:

 

 

Bodman in 48 GIFs

Ok, vielleicht doch nicht, aber möglicherweise erhöht die Überschrift ja kurzfristig die Aufmerksamkeit.

Also: Wir haben ein Date, wie man in Kelschkreisen traditionell sagt.

Nach dieser dezenten Erinnerung an unsere mittwöchliche Anstoßzeit komme ich nun zum aktuell Wesentlichen: Anstoßzeit und Gegner in Bodman stehen, und es war wohl keine leichte Geburt. Zwischenzeitlich wären wir sportlich fast in den Nachbarort, und damit meine ich noch nicht mal den anderen Teil der Doppelgemeinde, ausgegliedert (ähem) worden.

Seit gestern Abend aber steht fest, dass wir nun doch zu unserer klassischen Anstoßzeit am klassischen Ort zurückkehren, d.h. am Samstag gegen 17.00/17.30 Uhr, in Bodman. Der Gegner besteht dem Vernehmen nach aus einer mehr oder weniger gesunden Mischung aus A-Herren und A-Junioren, was unserem Vorhaben, den Punktverlust vom letzten Mal vergessen zu machen, nicht unbedingt zuträglich ist. Also: trainieren, trainieren, trainieren!

Das Drumherum dürfte geklärt sein, bestätigender Kontakt zur Gemeinde wird vermutlich heute nochmals erfolgen, Frühstück im Strandbad ist möglich, wobei ich mich frage, ob es am Samstag sonderlich relevant ist – allzu viele Kelschs haben sich bisher nicht für Freitag angekündigt. Oder irre ich?

Nikis Grill aus früheren Jahren steht nicht zur Verfügung; er wird morgen – wie beim letzten Mal – noch bei unseren Prager Gastgebern nachfragen. Falls das nicht klappt, ist jeder gute Vorschlag mehr als willkommen. Essen und Getränke werden nicht zentral besorgt*; falls sich natürlich am Mittwoch noch eine Einigung auf ein gemeinsames größeres selbstkühlendes Getränkegefäß erfolgt: schön.

* Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch einmal an diese beiden Texte aus dem April 2016 erinnern, in denen ein gewisses Defizit aus der Abrechnung 2015 dargelegt wird, die aber kaum zählbare Konsequenzen hatten, auch nach nochmaligem Hinweis im Februar 2017. Wenn meine Aufzeichnungen stimmen, habe ich von den folgenden Herren je 30 Euro erhalten:
Albrecht, Tantieme, Stefan, Martin, Götz , Tobi H, Marco.

Zum Spocht. Möglicherweise sollten wir uns so langsam mal mit der Spielerdecke befassen. Die Kommentare unter dem letzten Text lassen den Kader folgendermaßen aussehen:

Igor
Marcus M.
Stefan
Bernd
Niki
Meister
Albrecht
Steffen
Roman
Basti
Ollo
Claus
Manu

Also 11 12 13.
Martin, ist der Optimalfall eingetreten und Du kannst ins Tor?
Zudem zähle ich auf Thomas und hoffe auf weitere.

Bei der Terminumfrage im Februar hatten noch einige von Euch ihre Verfügbarkeit für das besagte Wochenende angegeben, von denen ich nicht in jedem Fall mit Sicherheit weiß, ob sie noch eine Teilnahme planen. Was an mangelnder Aufmerksamkeit oder Vergesslichkeit meinerseits liegen mag:

Tobi H. – Absage
Götz – weiß nicht Absage
Tantieme – weiß nicht
Ralf – Absage
Armin – Absage
Claus – weiß nicht Zusage

Zudem ein paar weitere Namen:
Andi: weiß nicht. Ich meine, er wollte mitkommen.
Marco: weiß nicht.
Albin: Absage.
Harald: weiß nicht.
Jochen: weiß nicht.
Einige habe ich sicherlich vergessen. Sorry.

Wäre schön, wenn noch ein paar Kommentare mit Antworten eintrudelten, wäre noch schöner, wenn auch Zusagen dabei wären, mit oder ohne Kicken.
Und vielleicht könnten diejenigen, die ihre Anreise bereits für Freitag planen, ebenfalls noch einmal ein kurzes Signal absenden könnten.

Ob ich ggf. vor Ort noch den einen oder anderen Nachrücker akquirieren könnte, weiß ich nicht.

Ach, und:  Im Strandbad gibt’s seit wenigen Wochen einen neuen Steg.
Ist aber nicht ganz einfach zu bedienen.

 

 

 

 

Was dann passierte … (5.7.2017)

Eigentlich war es ein ganz normales Fußballspiel an einem gewöhnlichen Mittwochabend. Überzählige Bunte setzten die Orangenen bereits im Aufbau unter Druck, womit diese nicht recht umzugehen wussten. Im Tor von orange spielte jedoch der Meister auf, als müsse er seinen Man of the Match aus der Vorwoche erst noch rechtfertigen, und machte so einige klare bunte Chancen zunichte. Stefan tat es ihm anschließend nach, während der Meister selbst seinen Mitspielern vorne zeigte, wie die Sache mit dem Torabschluss funktioniert – 2:1 nach Steffens Vertikalpass.

Bunt erhöhte den Druck weiter und ging mit 3:2 in Führung, Steffen glich vom eigenen Strafraum noch einmal aus, was bunt jedoch nicht anfocht: 4:3. Orange vergab die eine oder andere Chance, der Meister spielte in einer Situation vor dem leeren Tor auf, als müsse er seinen Man of the Match aus der Vorwoche widerlegen. Als dann auch Manu den erneuten Ausgleich auf dem Fuß hatte, ging Jochen energisch dazwischen und verhinderte zwar den Ausgleich; der entstandene Pressball führte jedoch leider dazu, dass er unter Schmerzen aufgeben musste. Gute Besserung, Jochen!

In bewährter Jetzt-erst-recht-Manier legte bunt nun in Gleichzahl zwei Tore nach: 6:3 hieß es, und lange würde es wohl nicht mehr dauern, bis orange gesenkter Häupter die Niederlage eingestünde. Und in der Tat dauerte das Ganze nicht mehr lange – 18 Minuten, um genau zu sein, wie Ollo verkündete.

Doch was dann passierte, ist unglaublich:

  1. Steffen setzte sich großartig über rechts durch und legte punktgenau zurück (awesome!), wo der, hüstel, pfeilschnell mitgelaufene Manu den Ball in durch die Maschen zu jagen versuchte:

    Ziemlich genau so gelangte er zu Ollo, der souverän vollendete. 4:6
  2. Ollo spielte am 16er mit formidabler Übersicht quer, Manu guckte den Torwart in echter Torjägermanier aus und schob überlegt ein. 5:6.

    (Die These eines orangenen Spielers, wonach eine Bierkiste den Schuss abgewehrt hätte, wird hier nicht weiter diskutiert.)
  3. Die ebenso konsequente wie perfekt organisierte orangene Abwehr verhinderte nicht nur weitere Gegentore, sondern leitete auch blitzschnelle, nicht zu verteidigende Konter ein. Ollo schloss einen recht zügig aus der Distanz ab. 6:6
  4. Der unaufhaltsame Steffen zog in einem fulminanten Sprint über zwei Drittel des Feldes mehrere Gegenspieler auf sich und bediente Manu, der ehrlich gesagt nur noch einzuschieben brauchte. 7:6
  5. Auch das ein fantastisches Tor, ganz sicher. 8:6. Allerdings:
  6. Bunt gab sich noch nicht geschlagen. Der sagenhaft dribbelstarke Igor setzte die Strafraummacht Ralf ein. Tor, 8:7.
  7. Orange konterte. So und so, und in jedem Fall hinreißend. Blitzartig. Verbildlicht, für Igor. 9:7
  8. Und schließlich bewahrte der abgezockte Stefan im Gewimmel vor dem Tor die Ruhe. 10:7
  9. Albrecht Igor traf nach dem Abpfiff. Der zwar verfrüht erfolgt war, aber.

Und schon waren die 18 Minuten vorbei.

Orange 10:7 Bunt

Orange: Marcus M., Meister, Ollo, Stefan, Steffen, Manu
Bunt: Albrecht, Armin, Harald, Igor, Jochen S. (bis 60.), Marco, Ralf

Man of the match: Ollo. Traf nüchtern, nachdem Meister und Manu verkackt hatten. Traf fulminant von der Mittellinie. Assistierte mehrfach