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Bodman im Juli

Ihr lieben Kelschs oder Kelsche,

Bodman steht vor der Tür (21.-23.7 14.-16.7., sorry.), und es gibt eine Komplikation: Der Gastgeber kann am späten Samstagnachmittag nicht.

Die Option Freitag habe ich abgelehnt, bleiben die Optionen Samstag deutlich früher (die aber beim Gegner noich nicht abgesichert ist) und Sonntagvormittag, vielleicht so gegen elf. Bei uns unten ist das ganz üblich, da spielen die Reservemannschaften häufig sonntags um halb elf. Nein, wir sind keine Reserve.

Zudem sollten wir mal schauen, ob wir denn selbst ein Team zusammenbekommen. Ich weiß, dass von denen, die ursprünglich dabeisein wollten, Armin, Tobi H. und Ralf nicht können.

Wenn die anderen bitte mal kommentieren und zum einen sagen könnten, ob sie weiterhin (oder neu) mitkommen (und kicken), zum anderen, wie es mit den Anpfiffoptionen aussieht. Für eine schicke Umfrage fehlt mir grad die Zeit.

Gerne eher zügig.

Vorteil! (17.5.2017)

Am vergangenen Mittwoch zeigten sich dann doch wieder einmal die Tücken des kelschschen Regelwerks, konkret jener – aus Sicht des Schreibers nach wie vor allen Alternativen weit überlegenen – Vereinbarung, wonach stets derjenige der Schiedsrichter ist, der gerade einen Regelverstoß begangen hat.

Die Art der Tücke war indes eine neue: Ein Kelsch – nennen wir ihn der Lesbarkeit halber T. – foulte einen anderen Kelsch, den wir ebenso willkürlich I. nennen wollen. T. zeigte sein Vergehen in vorbildlicher Weise laut und deutlich an und stellte sich, wie auch einzelne Umstehende, auf eine Unterbrechung ein. I. allerdings war nicht zu Fall gekommen und spielte einen Mitspieler an, der kurz darauf ein Tor erzielte.

Da die erfolgreiche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt deutlich führte, war sie nach kurzem Innehalten bereit, nur leicht bruddelnd auf den Treffer zu verzichten. Die Frage, ob es bei engerem Spielstand ebenso leicht gefallen wäre, lässt Raum für Spekulationen.

Dessen ungeachtet bin ich der Ansicht, dass es richtig war, den Treffer nicht zu geben – der aktuelle Schiedsrichter, T., hatte auf Foul entschieden, ohne den Vorteil abzuwarten, natürlich, möchte ich sagen. Der Pfiff war quasi erfolgt, und nach dem Pfiff gibt es halt keinen Vorteil mehr.

Ist aber ne schwierige Sache, und wären wir nicht so anständige Kerle, wäre dem Missbrauch der foulbedingten Selbstanzeige bei dieser Auslegung Tür und Tor geöffnet.

Im Übrigen wäre das Spiel mit diesem Tor wohl entschieden gewesen, so aber blieb es bis zum Schluss spannend. Danke, T.!

Zum Spielverlauf: Durch eine unglückliche Fügung war die Information über Haralds angekündigte Verspätung erst kurz nach dem Teambuilding wieder an die Oberfläche gelangt, sodass beim Anpfiff bereits auf der Hand lag, dass in absehbarer Zeit Veränderungen notwendig sein würden. Unabhängig davon brachte bunt zunächst keinen Ball zum Mitspieler, während orange zwar nicht brillierte, aber doch wesentlich besser ins Spiel fand und folgerichtig in Führung ging, wenn auch – etwas schmeichelhaft für bunt – nur mit 1:0.

Harald stieß dann zu den Bunten, die dafür Ollo abgeben mussten und nun in Unterzahl auf Besserung hofften. Tatsächlich kam sie in Person von Niki, der sich in vorderster Linie ins Getümmel warf und sich im Grunde das ganze Spiel über dort suhlte. Im Zusammenspiel mit Tobi H. glich er aus.

Bunt zeigte sich aber weiterhin zielstrebiger und torgefährlicher, letzteres nicht zuletzt durch den Gast Markus, der den Bunten nicht nur insgesamt mindestens drei Stück einschenkte, sondern sie vermittels seiner Sneakersöckchen nachgerade demütigte. Beim Stand von 4:2 für orange ereignete sich das oben in extenso beschriebene Regelquiz, das 5:2 zählte nicht, und bunt bedankte sich mit einem 4-Tore-Lauf, an dem Armin nicht ganz unbeteiligt war, bis zum 6:4. Wenn wir ehrlich sind, hat orange in dieser Phase nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt verteidigt.

Die bunte Unterzahlführung war des Guten wohl etwas zu viel, und so legten die einen noch einmal eine Schippe drauf, während die anderen im Endeffekt zu unerfahren waren, um beim Stand von 6:5 die Uhr herunterzuspielen: Ballverlust nach unnötigem Risiko, Tantieme im bunten Tor hält überragend, doch seine Mitspieler (ja, Dich schau ich an, Manu!) kehrten nicht rechtzeitig in ihre Positionen zurück, um die zweite Welle aufzuhalten und Ollos Ausgleich zu verhindern.

6:6. Passt schon.

Orange 6:6 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd, Igor, Meister, Ollo (ab 15.), Stefan, Steffen, Markus (Gast)
Bunt: Armin, Harald (ab 15.) , Manu, Martin, Niki, Ollo (bis 15.),  Tantieme, Tobi H.

Man of the Match: Niki. Beschäftigte die orangene Abwehr phasenweise allein, hielt den Ball, kreierte Chancen. Und nach hinten kam er auch noch.

 

Und nicht vergessen: Mittwoch, 24.5., ist spielfrei!

 

Quadrat, asymmetrisch (3.5.2017)

So, die Herren, nachdem Ihr im Geiste sicherlich längst eingewandt habt, dass ein Quadrat ja gar nicht asymmetrisch sein könne, und Ihr dementsprechend Euer Gehirn bereits auf Touren gebracht habt, könnt Ihr mir ja vielleicht gleich noch behilflich sein bei dem Versuch, die eine oder andere Erinnerung an den vergangenen Mittwoch hervorzukramen, oder zumindest meine Bruchstücke hernach berichtigen, noch besser: habhaft erweitern.

Das Spielfeld stand also wiederum in seiner ganzen Pracht zur Verfügung, und nachdem das Verhältnis von Länge und Breite in der Vorwoche für Irritationen gesorgt hatte, bekam es noch ein paar zusätzliche Meter spendiert, ohne dem ästhetischen Empfinden der Spieler, geschweige denn unseren inneren Monks, Rechnung zu tragen. Und wenn die Taktikblogger noch so viel von asymmetrischen Flügelbesetzungen oder ebensolchen Achtern schreiben – der Fußballplatz hat gefälligst ein symmetrisches Gebilde zu sein, wie groß das Feld auch immer sei. Ha!

Ach, zum Spiel: Orange ging sehr rasch in Führung, durch Roman, meine ich, und gab diese dann nie mehr her. Ok, vielleicht glich bunt noch zum 1:1 aus, ich weiß es nicht so genau. Irgendwann lag orange mit zwei Toren vorne, bunt verkürzte per Beinschuss, orange erhöhte, und so ging es verlässlich weiter bis zu Steffens finalem 6:4.

Orange 6:4 Bunt

Orange: Albin, Harald, Marcus M., Meister, Ollo, Roman, Stefan, Steffen, Tantieme
Bunt: Albrecht, Armin, Igor, Jochen S., Manu, Martin, Niki, Philipp, Ralf

Man of the match: Da bin ich jetzt wirklich überfragt. Steffen hat getroffen, Roman auch, ist noch dazu gelaufen, der Meister schweißte einen ein, aber vielleicht war das auch in der Vorwoche. Totti glänzte am Tag seines verkündeten Rücktritts defensiv, spielte aber möglicherweise den einen oder anderen Fehlpass. Ich nehm Ollo, der Steffens Flanke so veredelte, wie es sonst nur Terodde kann.

Doppelt besonders (19.04.2017)

Möglicherweise habe ich hier irgendwann einmal ein Buch erwähnt, das ich als junger Fußballspieler ganz gern mochte: „Der Torwart ist eben etwas Besonderes“ von Brian Glanville. Es handelt von einem jungen Torwart auf dem Weg in den Profifußball, spielt in England und ist für den aktuellen Spielbericht völlig irrelevant – wenn man davon absieht, dass wir am Mittwoch gleich zwei besondere Torhüter hatten: Auf der einen Seite stand ein vermeintlich in nordischen Gefilden wettergegerbter junger Mann im Kasten, der sich am späten Nachmittag angesichts einiger vereinzelter Wolken Hilfe und eine Regenjacke suchend an die Gemeinschaft wandte. Verwunderlich, dass er nicht auch noch nach einem Fön frug. Sein Gegenüber war ein nicht minder seltener Gast, zumindest in den letzten Monaten: Comebacker Tantieme, der zwar keine Defizite bei der Oberbekleidung zu beklagen hatte, wohl aber beim Schuhwerk. Wie auch immer: Schön, dass die beiden da waren und künftig auch wieder regelmäßig sind. Also, der eine. Womit ich nicht sagen will, also, der andere, ach, Faden verloren.

Die hinten heraus etwas lautere Mannschaft trat in Unterzahl und bunten Hemden an. Sie begann recht abwartend, ohne rechten Zug zum gegnerischen Tor, bzw. ohne überhaupt zu wissen, wer im Sturm spielen sollte. Orange hatte dementsprechend optisch etwas mehr vom Spiel und zudem in Igor einen Kommunikator, der das Feld nicht so einfach dem bunten Torwart überlassen und zudem ganz offensichtlich gewinnen wollte.

Das erste bunte Tor erzielte Armin durch einen Foulelfmeter, der gerade so die Linie überquerte, auf orangener Seite traf Igor aus halblinker Position mit dem Außenrist, wie Terodde quasi, nur nicht so elegant gelupft. Wer indes in Führung gegangen war – ich weiß es nicht mehr.

Nachdem Igor, erneut per Außenrist, seine Mannen in Führung gebracht hatte, bekamen auch wir Unwissenden eine Ahnung von Ralfs kolportierter Unfehlbarkeit aus der Vorwoche vermittelt: Albi flankte von rechts auf die Strafraumlinie, und während bunt noch überlegte, wie man Ralf nach der Ballannahme am besten stören solle, onetouchte er die Hereingabe per Dropkick aus der Drehung mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit direkt neben den Pfosten.  3:1.

Bunt traute sich nun etwas öfter nach vorne, wenn auch eher gemächlich und zu häufig mit halsbrecherischen Pässen durch die Mitte, wie sie einer Unterzahlmannschaft selten gut zu Gesicht stehen. Als man indes erstmals zügig über außen spielte, setzte sich jemand am rechten Flügel durch, seinen Querpass drückte jemand anderes über die Linie: 3:2.

Doch orange ließ sich nicht lange bitten: Der aufmerksame Albi holte sich nach einer abgewehrten Ecke den zweiten Ball, ließ ihn einmal kurz aufspringen und platzierte ihn mit einem schicken Schrägschuss am sich auf der Suche nach einem Alibi abrollenden Torhüter vorbei in die lange Ecke. Kurz darauf zog Igor als seitenverkehrter Robben nach innen und kam aus zentraler Position zum Abschluss, traf den Ball aber eher so mittel. Vermutlich war der Torwart jedoch bereits auf dem Weg in die Robben-Ecke, sodass er dem zentral auf das Tor zuhüpfenden Ball nur noch eine ebenso unorthodoxe wie erfolglose Fußabwehr entgegenzusetzen hatte. 5:2. (Merkt man, dass hier alles daran gesetzt wird, ihn nicht zum man of the match zu machen?)

Bald darauf spielte Armin einen abgewehrten Ball vom eigenen Strafraum mit viel Übersicht und etwas Glück in den Laufweg seines Mittelstürmers, der Tantieme im 1:1 gerade noch so überwinden konnte – 5:3. Doch Igor setzte nach, packte ein drittes Mal den Außenrist aus und den Ball in die lange Ecke. 6:3, und obwohl noch eine gute halbe Stunde zu spielen war, glaubten die Bunten wohl nicht mehr daran, noch etwas reißen zu können.

Immerhin, sie stellten sich in der Abwehr zunehmend geschickter an, verteidigten konsequenter, gingen die in Unterzahl nicht immer schmerzfreien Wege nach hinten; vorne indes vergaben sie manche Chance eher kläglich. Irgendwann gelang es ihnen, den Spielzug, der zum 3:2 geführt hatte, zu reproduzieren: Armin setzte Rechtsaußen Roman ein, der spielte in die Mitte und Tobi H. wurschtelte ihn irgendwie über die Linie. Der zweite beschleunigte Angriff über rechts hatte zum zweiten Mal zu einem Tor geführt, 6:4. Bald darauf führte Roman eine Ecke kurz aus, Armin spielte am Sechzehner quer, Abschluss, 6:5.

Igor hatte die Chance, den Deckel drauf zu machen, vergaß aber, den Außenrist zu nehmen, und verzog. Auf der anderen Seite griffen die zunehmend unter Zeitdruck stehenden Bunten mittlerweile zu Halbfeldflanken und Chips. Einen solchen servierte Armin so perfekt, dass der verteidigende Albin zwar gerade noch mit dem Kopf heranreichte, ihn aber nur noch unhaltbar für Tantiemovic verlängern konnte. 6:6.

In Ermangelung einer Uhr wurde vorgeschlagen, dass das nächste Tor das Spiel beende. Und so geschah es, dass Bunt einen Ball abfing und Armin auf die Reise schickte, der mit höherer Standfestigkeit gesegnet war als der gegnerische Torhüter und anschließend auf den mitgelaufenen Roman passte, der die eine oder andere Verbrennung in Kauf nahm und den Ball über die Linie grätschte. Abpfiff.

Orange trieb nun, vom Golden Goal überwältigt, doch noch eine Uhr auf, und es wurden zehn weitere Minuten angesagt, die sich zur allgemeinen Überraschung dann doch nur wie deren drei anfühlten. Es blieb beim 6:7.

Jochen, schön war’s, komm bald wieder! Tantieme, ganz ehrlich: So schnell hatte ich nicht wieder mit Dir gerechnet, es ist mir ein Fest!

Bunt 7:6 Orange

Bunt: Armin, Harald, Manu, Roman, Tobi H., Islandese
Orange: Albin, Albrecht, Igor, Meister, Ralf, Stefan, Tantieme

Man of the match: Bei Darko hieß es, Igor habe seinen Hut in den Ring geworfen. Wer vier Tore erzielt, hat gute Argumente auf seiner Seite. Auch der aufmerksame und fulminant abschließende Albi wäre ein Kandidat gewesen, hätte das Team der beiden nicht in Überzahl verloren. So aber wird es derjenige, der an fast allen bunten Toren beteiligt war und nebenbei sehr diszipliniert nach hinten spielte: Armin. („Das Spiel haben wir in der Abwehr gewonnen.“)

 

 

 

Schon wieder Bodensee

Alles fix, quasi.

Das Wochenende 14./15./16. Juli ist gebucht, die bewährte Unterkunft auch.

Alternativ zur Anstoßzeit früherer Jahre (Samstag, ca. 17 Uhr) haben die Gastgeber noch Freitag, 19 Uhr ins Spiel gebracht. Da trainieren sie wohl sonst.

Ich gehe nicht davon aus, und habe dies auch so kommuniziert, dass wir da schon in Mannschaftsstärke vor Ort sind. Lasse mich aber gern in den Kommentaren vom Gegenteil überzeugen.

Bei Darko hatte ich noch den losen Gedanken geäußert, dass man darüber nachdenken könnte, ein paar Stunden lang einen oder zwei Tennisplätze zu mieten und die Kelschmeisterschaft auszuspielen. Könnt ja mal drüber nachdenken.

Schließlich noch der Hinweis darauf, dass wir mit der Abrechnung 2015 nicht ganz durch sind. Wir hatten uns auf pauschale 30 € pro teilnehmendem Kelsch geeinigt, die ich nach meiner (möglicherweise fehlerhaften, dann bitte ich um Hinweis und Verzeihung) Buchführung bisher von den folgenden Herren erhalten habe:
Albi, Tantieme, Stefan, Martin, Götz, Tobi H, Marco.

Ach, und am Sonntag ist noch Seeschwimmen.

Die Schwimmstecke erfolgt von Ludwigshafen nach Bodman.

Der offizielle Start des Seeschwimmens ist um 11:00 Uhr vor dem Seehotel Adler in Ludwigshafen. Von dort geht es ca. 2,3 km über den Überlinger See nach Bodman ins Strandbad.
Mitmachen kann Jeder, der es sich zutraut, diese Strecke schwimmend und ohne Hilfsmittel zurückzulegen. Kinder unter 12 jahren benötigen allerdings je eine erwachsene Begleitperson.

Badehosen raus, trainieren!

Bodensee 2017?

Steht alles drin, hoffe ich.

Zu den Ergebnissen.

Erschütternd (1.2.2017)

Vermutlich hätte man hellhörig werden sollen, als der bekannte Scharfschütze trotz gegenteiliger Ankündigung vor der Zeit am Ort des Geschehens auftauchte, dann hätte man vielleicht noch intervenieren – besser: ausweichen – können. So aber setzte er seinen perfiden Plan, den designierten Berichterstatter per Kopfschuss an der Berichterstattung zu hindern, noch vor dem Anpfiff in die Tat um.

Allein: es glückte nicht. Zumindest nicht vollumfänglich. Der Chronist erwies sich als hinreichend zäh, auch im Tauziehen mit der medizinischen Abteilung, um zumindest noch ein Berichtfragment zu erstellen. (Und beschämt einzuräumen, dass in der Vorwoche Stefans ausnehmend elegantes Hackentor medial untergegangen war.)

Die Bunten spielten hinten diszipliniert und vorne geduldig, mit häufigen dynamischen Einsprengseln – was durch die recht weiträumige orangene Verteidigung wesentlich erleichtert wurde. Zwischenzeitlich führte bunt mit 5:0, ehe die Orangen, bei denen Roman sein Saisondebüt gab, noch ein bisschen Ergebniskosmetik betrieben.

Bunt 7:3 Orange

Bunt: Harald, Manu, Martin, Meister, Stefan, Thomas
Orange: Albrecht, Armin, Marco, Marcus M., Ralf, Roman, Steffen

Man of the match: Thomas. Sehr agil und torgefährlich. Zudem recht erfolgreich im Bemühen, den Mitspielern den Schlendrian auszutreiben.

Sommer:
Die möglichen Termine für Bodman sind nicht üppig. Heiß im Rennen sind das Wochenende 15./16.  Juli sowie eines der beiden vorhergehenden  (1./2. oder 8./9. – welches, entscheidet sich beim Heimteam bis nächste Woche.) Unterkünfte sind noch nicht angefragt.

Prüft doch bitte mal, wie es bei Euch so aussieht, redet vielleicht morgen mal drüber. Ich schicke bestimmt noch irgendwann ein Doodle o.ä., hab aber grade keinen Kopf dafür.

 

Wiederholungstäter (25.01.2017)

Steffen wirkte von Beginn an sehr entschlossen. Offenbar wollte er den Titel als man of the match verteidigen – der Letzte, der dieses Kunststück fertiggebracht hatte, war Ollo gewesen. Im Dezember des Jahres, Moment, 2016. Ok, stimmt nur halb. Im „Tool“ steht es so, aber in einen echten Spielbericht ist die erste Auszeichnung, jene vom Wichtelmittwoch, nicht eingeflossen. Streng genommen müsste man wohl doch weiter zurückblättern. Tobi H. im August 2016, wobei der erste Titel ein diskutabler war, hatte Stefan doch kurzerhand alle Anwesenden zu men of the match erklärt. Ah, 2015 gab’s ein paar Wiederholungstäter: Niki im September, Manu im April, Thomas im Februar.

Aber eigentlich wollte Steffen wohl vor allem den 2017er Fluch brechen, was ihm recht eindrucksvoll gelungen ist. Erst sorgte er für das 3:0 (will sagen: für das komplette 3:0, nicht nur für das dritte, wenn ich nicht irre), ließ dann zum einen die Bunten ein wenig herankommen und zum anderen auch einmal einen Mitspieler ein Tor schießen (das 5:5, meine ich), um hinten raus noch einmal einen Gang zuzulegen.

Bunt führte zwischenzeitlich mit 7:5, musste sich aber, neben einigen anderen Dingen, vornehmlich zwei Fehler ankreiden lassen: Erstens war man während des gesamten Spiels nicht in der Lage, die Überzahl geduldig auszuspielen, sondern ging zu häufig überhastet in aussichtslose Angriffssituationen, zweitens versäumte man es bei eben diesem Stand, 7:5, die durchaus vorhandenen Gelegenheiten, den berühmten Sack zuzumachen, mit der nötigen Konsequenz zu nutzen. Man hatte das Spiel ja schon gedreht und quasi entschieden.

Ach ja, und drittens war die Abwehrarbeit mitunter etwas unstrukturiert und insbesondere zu weit von Steffen entfernt. Also glich orange nicht nur binnen kürzester Zeit aus, sondern zog auch gleich noch mächtig davon: 10:7.  Und das war’s dann auch.

Diesen Mittwoch dürfte dann Marcus‘ 2017er Fluch fällig sein.

Bunt 7:10 Orange

Bunt: Albrecht, Manu, Marcus M., Meister, Ollo, Thomas
Orange: Albin, Armin, Igor, Stefan, Steffen

Man of the match: Steffen. Traf.

Damals, 2015

Wichteln 2015, na, wer erinnert sich? Keiner, nicht wahr, außer vielleicht demjenigen, der eine traditionsreiche Wichtelgabe erhalten hat. Möglicherweise sind die Leistungen des Schnittchenwarts noch erinnerlich, unter Umständen weiß auch noch einer, dass er der Matchwinner war, ohne dass seine grandiose Leistung in die Jahresstatistik gefunden hätte, die wieder einmal fulminant vorgetragen wurde von Niki oder Ralf oder Andi oder wem auch immer.

Allein: Es gab 2015 gar keine fulminant vorgetragene Jahresstatistik. Der Autor dieser Zeilen erinnert sich dunkel, dass er selbst an jenem Mittwoch ein paar rudimentäre, fix von Hand zusammengezimmerte Zahlen vorgetragen hat. Und das war’s dann auch. All die professionell erfassten Aufstellungen, Pass- und Kartenbilanzen, Igors gesammelte Tor- und Beinschussstatistiken, und keiner hat davon erfahren? Skandal!

Und weil das so ist, und weil es sich vor allem auch 2016 so fortgesetzt hat, und weil sich überhaupt keine Sau mehr ins Blog verirrt, um den Gegner des vorangegangenen Spiel wüst zu beschimpfen, den Spielbericht zu widerlegen oder auch nur dem Man of the match zu huldigen, sollen nun wenigstens, wenn schon nicht die wohlgesetzten Worte, dann doch wenigstens die Zahlen noch einmal ein wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Und ja, natürlich bin ich mir des logischen Fehlers bewusst, den ich begehe, indem ich den Zahlen Aufmerksamkeit zu verschaffen suche, indem ich sie im aufmerksamkeitsberaubten Blog veröffentliche. Man kann’s ja trotzdem mal versuchen. Zu den Fakten.

Einsätze

grafik_anzahlspieleIm Jahr 2015 fanden 46 mehr oder weniger reine Kelsch-Partien statt. Dazu kam eine offizielle Partie gegen die Nachbarn, die in der nun vorliegenden Statistik ebenso keine Berücksichtigung findet wie drei inoffizielle gemischte Partien, bei denen die Prager jeweils deutlich in der Überzahl waren. Dies hat zur Folge, dass einige Einsätze einzelner Kelschs nicht in die Statistik eingehen, was insbesondere bei Ralf zu Buche schlägt, der bei allen drei inoffiziellen Partien am Ball war. Er kann halt besonders gut mit den Pragern.

Neben einigen Kelschs mit nur einem ignorierten inoffiziellen Einsatz ist noch Albi zu nennen, der bei zwei Spielen außerhalb des Protokolls dabei war. Zählte man diese inoffiziellen Spiele (die dann aber alle anderen Statistiken verhauen würden) mit, käme er auf satte 40 Einsätze. So aber bleibt es bei deren 38, die immer noch für die Spitzenposition reichen. 7 Leute mit mehr als 30 Einsätzen, 16 mit über 20, zudem ein paar schwächelnde Herren, von denen wir Eingeweihten bereits wissen, dass sie im Folgejahr zahlenmäßig erfreulicherweise deutlich zugelegt haben. Und leider auch andere, bei denen das nicht der Fall ist.

Am Durchschnittsmittwoch 2015 waren 13 (12,63) Kelschs am Ball, ohne die Prager Mischmaschspiele. Berücksichtigt man jene Abende mit – an denen jeweils nur eine Handvoll Kelschs zugegen war – so sinkt der Schnitt auf 12,16. Der halbwegs regelmäßige Gast, den wir 2015 aus den Prager Reihen begrüßen durften, ist hier erfasst, geht aber in die weiteren individuellen Statistiken nicht ein.

Farben

grafik_farbenUnter Missachtung des Umstands, dass möglicherweise im einen oder anderen Fall keine orangenen Leibchen zur Hand waren und man auf rote, gar keine oder, aus optisch-statistischen Gründen etwas unglücklich, grüne zurückgreifen musste, ist festzustellen, dass Steffen im Jahr 2015 der ausgeglichenste Spieler war: 18 bunten Einsätzen, die hier, ich deutete es an, in Tullamore-grün dargestellt sind, stehen bei ihm 18 orangene gegenüber. Von den Ü30-Spielern ist einzig Igor mit 18:19 ähnlich ausgewogen, bei den Ü20ern zudem Albin, Tobi H. und Stefan.

Viele andere weisen indes deutliche farbliche Präferenzen auf: Albi und Manu sind besonders bunte Vögel, der Meister und Ralf lebten ihr Faible für Rottöne am häufigsten aus. Die größte Diskrepanz weist Bernd auf, der in satten 19 von 25 Fällen ein Leibchen trug. Von seinen 6 bunten Spielen gewann er 5, aber das nur am Rande.

Die Darstellung ist nach abnehmender Differenz geordnet.

 

Über sticht Unter

grafik_ueberunterOrange war doppelt so oft in Überzahl wie bunt, 14 gegenüber 7; bleiben 25 Gleichzahlspiele.

Mit der größten Diskrepanz zwischen Über- und Unterzahlspielen wartet der Meister auf:
14 Über- stehen 5 Unterzahlspielen gegenüber. Rein prozentual ist zudem Claus (47 % über / 13 % unter) ganz weit vorne. Bei Manu (4 / 12) schlägt das Pendel in die andere Richtung aus.

Ein Garant für numerisch ausgeglichene Spiele war im Jahr 2015 Roman, der zwar leider nur 6 mal zugegen war, dabei aber in 5 Partien in Gleichzahl antreten durfte. Keine einzige Ungleichzahl erfuhren Philipp und Obi, die jeweils dreimal da waren.

Wie jetzt? Sticht Über Unter?

Na ja.
grafik_ueberunter_02

 

 

Und wer hat gewonnen?

grafik_punkteInsgesamt hat bunt 23 der 46 Spiele gewonnen, 5 endeten unentschieden, die restlichen 18 gingen an orange. Pro Spiel errangen die Bunten somit etwa 1,6 Punkte, Orange knapp 1,3.

Individuell holte Manu die meisten Siege und Punkte, jeweils dicht gefolgt von Igor. Beide hatten aber auch mit die meisten Spiele. Bei den Niederlagen waren Steffen und der Meister vorne – auch sie waren bei der Einsatzzahl mit an der Spitze.

Relativ gesehen errangen Micha und Obi als einzige mehr als 2 Punkte pro Spiel, bei jedoch nur 3 Einsätzen. Bemerkenswerter ist die Bilanz von Tantieme, der in 25 Spielen 50 Punkte sammelte und mit seinem 2er-Schnitt bei den Ü20 deutlich vorne lag. Unten heraus lief das Jahr 2015 für Claus nicht ganz rund:
10 Punkte aus 14 Spielen reichen wohl nicht für den Klassenerhalt, um mich des Bildes zu bedienen, das Marcus M. beim Wichteln (diesmal 2016) bemühte. Für die dissende Rotfärbung in der Übersicht ist allerdings Excel verantwortlich.

Hübsche Feststellung am Rande: Albi war bei allen 5 Unentschieden am Ball.

Interessant ist zudem, dass Bunt zwar das Duell nach Punkten deutlich für sich entschied, aber ein negatives Torverhältnis aufweist: 389:396. Und wenn die Tabelle keinen gemeinen Fehler enthält, liegen diese Zahlen gerade so geschickt, dass gilt:
grafik_durchschnittsspiel

 

 

Elf des Jahres

grafik_mom_berichteWenn ich ehrlich bin, hab ich nur deshalb Elf des Jahres geschrieben, weil ich nicht recht wusste, ob ich von einem „man“ oder den „men“ „of the match(es)“ schreiben sollte. Und stelle mit großer Verwunderung fest, dass Steffen der einzige Ü30er ist, der nie gewählt wurde. Was vielleicht damit zu tun haben mag, dass er in einer anderen, widerstreitenden Statistik den sehr ehrenwerten Sieg davon getragen hat: bei der Anzahl der verfassten Spielberichte (16), gefolgt von Manu und, Ihr erinnert Euch, dem langhaarigen Igor. Danach Stefan, der diesbezüglich im Folgejahr in höhere Regionen aufgestiegen sein dürfte.

Bei den moms oder motms haben wir gleich vier vierfach Ausgezeichnete, nämlich (in alphabetischer Folge) Igor, Manu, Niki und Tantieme – die beiden Letztgenannten brauchten dafür jeweils ein gutes Viertel weniger Einsätze als Erstere. Bemerkenswert die Bilanz von Thomas, der bei nur 13 Einsätzen dreimal zum Man of the match gekürt wurde.

Wollte man nun der Überschrift Rechnung tragen und eine „Elf des Jahres“ aus den meistdekorierten Kelschs erstellen, die vielleicht keine Elf, sondern nur eine Acht ist, könnte sie folgendermaßen aussehen:

Tantieme
Albin – Niki – Götz
Thomas – Igor – Manu
Ralf

(Und nein, Ralf steht nicht im Tor.)

 

Übersicht

Die Gesamtübersicht (na ja, gesamt – da wär schon noch einiges denkbar, ne?) sieht alphabetisch geordnet so aus (auch hier: klick macht groß):

grafik_uebersicht

 

Wer mit wem?

Bleibt noch die Frage, wer mit wem wie oft gespielt hat? (Und gewonnen, und verloren, aber ehrlich gesagt … nee, zu viel Aufwand).

In der Übersicht sind pro Zeile diejenigen Spielpartner grün markiert, mit denen der Betreffende besonders häufig gespielt hat, und die seltensten Mitspieler rot. Weil die Extrem-Wenigspieler die Darstellung etwas verfälschen, habe ich eine zweite Version erstellt, die nur Kelschs mit 10 oder mehr Einsätzen enthält.

grafik_wermitwemgrafik_wermitwem10

 

 

 

 

 

2016

Sieht meine persönliche Statistik deutlich schlechter aus.

Schönwetterfußball (18.01.2017)

Ok, ein bisschen kühl war’s vielleicht, und im Vorhinein hatte man nicht so genau gewusst, ob das Geläuf Bänder- und Kapselrissen Vorschub leisten würde, aber insgesamt war’s dann doch ganz schön. Wettermäßig. Die weitere Bewertung hängt ja nicht zuletzt davon ab, ob man ein Leibchen trug oder nicht, und differiert entsprechend.

Rückblickend ist zu sagen, dass die Bänder und Kapseln keine nennenswerten Schäden davongetragen haben, zumindest keine, die über den ganz normalen Verschleiß bei einer Gruppe alter Männer hinausgehen, die zu nicht einmal allzu vorgerückter Stunde bei Darko bzw. dessen Statthaltenden einen doch eher verschlafenen Eindruck hinterließ. Gut, der Großteil stand auch noch unter dem Eindruck einer erlittenen Niederlage. Ooops. Verzeihung.

Zurück auf Los.

Die erste größere Überraschung ergab sich kurz vor Spielbeginn, als mehr oder weniger plötzlich der fest eingeplante elfte Spieler fehlte und die vermeintliche Unterzahl- zur Gleichzahlmannschaft wurde. 5 gegen 5, etwas verkürztes Spielfeld, schöne Sache, das. Die beiden Mannschaften erwiesen sich als angenehm ausgeglichen, das Momentum war ein untreuer Geselle, die Führung wechselte mehrfach.

Anfangs hielten beide Mannschaften ihr Risiko überschaubar, und so dauerte es ein Weilchen, bis echte Torgefahr entstand. Als es dann aber so weit war, ließ sich Steffen auf der orangenen Seite nicht zweimal bitten und vollendete trocken mit links ins lange Eck. Bunt fand dann allmählich auch ins Spiel und kam mit seinem ruhigen, um nicht zu sagen: behäbigen Aufbau zu ersten Chancen, die in dieser Phase auch recht konsequent genutzt wurden.

Bald stand es 3:1 für die Bunten, doch während sie noch frohlockten (zumindest tat dies der Chronist), dass orange selten in die ganz gefährlichen Räume komme, zeigte Steffen, dass diese gefährliche Zone (vulgo: dazn) mitunter einen weitaus größeren Radius hat, als die verteidigende Mannschaft glauben mag: Er überwand den Meister aus der Distanz, wenig später war der Ausgleich geschafft, und bald darauf weitete wiederum Steffen die Gefahrenzone nochmals aus: Das 4:3 für orange erzielte er aus der eigenen Hälfte, und kurz tauchte wieder einmal die Frage auf, ob derlei Fernschüsse nur in Überzahl nicht oder nur in Überzahl erlaubt sind, und wenn ich jetzt ein bisschen mehr Muße hätte, würde ich – vermutlich erfolgreich – suchen, ob die Diskussion und vor allem ihr Ergebnis hier im Blog schon einmal dokumentiert worden ist.

Letztlich zählte der Treffer, was ich begrüße, auch wenn ich ihn im Spiel gerne verhindert hätte, sportlich, wohlgemerkt, und wenig später erhöhte erneut Steffen auf 5:3. Bunt hatte das gegnerische Tor seit langem nicht mehr aus der Nähe gesehen und vermittelte nur sehr bedingt den Eindruck, noch einmal zurückschlagen zu können.  Doch wieder einmal hatte ich die Rechnung ohne den Ralf gemacht, der binnen kurzer Zeit zweimal im Stile eines Knipsers abschloss.

5:5. So blieb es ein Weilchen, und zur allgemeinen Überraschung hieß es irgendwann, dass noch eine ganze Viertelstunde zu spielen sei. Zu früh, um sich auf ein Remis zu einigen, und so ging es wieder hin und her, inklusive zügiger und recht disziplinierter Rückwärtsbewegung auf beiden Seiten. Orange ließ irgendwann eine vielversprechende Konterchance liegen – ein träger Bunter war bestenfalls halbherzig zurückgeeilt – und wurde durch den nach der Balleroberung schnell umschaltenden Harald kalt erwischt. Der noch immer vorne stehende träge Bunte war dann fix genug, abzuschließen und die Partie erneut zu drehen.

Orange drängte nun noch etwas vehementer nach vorne, wodurch sich den Bunten ein paar Räume öffneten, die sie zunächst zum 7:5 und nach dem nochmaligen Anschlusstreffer (sowie einigen guten Paraden durch den bunten Torhüter Albin) quasi identisch zum 8:6 und schließlich auch noch zum 9:6 – das Tor war verwaist – nutzten.

Orange 6:9 Bunt

Orange: Marcus M., Micha, Stefan, Steffen, Thomas
Bunt: Albin, Harald, Manu*, Meister, Ralf

*Ich habe mir für 2017 vorgenommen, die Kinderstube auch einmal zu vergessen und die alphabetische Reihenfolge aus der Datenerfassung beizubehalten, statt meinen Namen ans Ende zu setzen.

Man of the match: Ich bin mir nicht ganz sicher, wie viele Tore Steffen erzielt hat, aber es waren ziemlich viele. Fast alle, vermute ich. Ja, Tore sind nicht alles. Und Ralf hat bunt überhaupt erst wieder ins Spiel gebracht, als es quasi schon durch war, was man aus bunter Sicht nicht hich genug bewerten kann.
Dennoch, und trotz Niederlage: Steffen. Schwacher Trost, ne?