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Gute Gäste (25.04.18)

Ich weiß nicht genau, wann das Jugendspiel abgepfiffen wurde. Aber ganz ehrlich: Dass unseres dann ernsthaft erst um 20.45 Uhr begann, kann doch nicht unser Ernst sein, oder?

Auf der positiven Seite stehen indes die perfekte Spielerzahl 14, mit dem Meister ein engagierter Mannschaftseinteiler, der sich nicht vor der Verantwortung drückte und – gemessen am Spielverlauf – seine Aufgabe mit Bravour erfüllte, gute Gäste vom SV Prag und, so man ihn als Gast bezeichnen will, in Person von Basti, der vor dem Spiel damit kokettierte, möglicherweise nicht mithalten zu können.

Und in der Tat konnte zwar nicht er selbst, wohl aber sein buntes Team zu Beginn keineswegs mithalten. Die Orangenen, die von Experten später als die auf dem Papier unterlegene Mannschaft identifiziert werden sollten, ließen Ball und Gegner laufen. Nach früher Führung mussten sie zwar den Ausgleich hinnehmen, zogen dann aber deutlich davon: Bei 2:5 für orange war der Schreiber dieser Zeilen drauf und dran, die Stimmungslage seines Teams hinsichtlich eines Spielerwechsels zu erfragen.

Bunt spielte in dieser Phase ohne jeden Mut und ließ sich kaum einmal in der gefährlichen Zone vor dem gegnerischen Tor sehen. Man spielte in erster Linie brotlose Querpässe, von Beschleunigung im Spiel war nichts zu sehen. Was wohl auch Basti dachte, der sich irgendwann ein Herz fasste und in halbrechter Position an der Strafraumlinie anzog, sich energisch durchsetzte und aus spitzem Winkel vollendete.

Nach diesem Weckruf (Es geht ja doch!) kam bunt wesentlich besser und vor allem zielstrebiger ins Spiel, doch mit einer absurden Aneinanderreihung vergebener Chancen (selbst Igor schoss in seiner Verzweiflung aufs Tor!) schien man den Weg für orange zu ebnen schien, wieder davonzuziehen. Was aber doch nicht gelang. Irgendwann rutschte der Ball zunächst zum 4:5, später zum Ausgleich ins Netz, vermutlich hatte Basti seine Füße im Spiel, wie auch kurz darauf, als er nach toller Vorarbeit des erneut – auch nach hinten – sehr mannschaftsdienlichen und gut dosiert dribbelnden Igor im Stile eines Klassestürmers (ich dachte an Carsten Jancker) per Chip vollendete.

Orange ließ sich nach der erfolgten Wende indes nicht abschütteln und so wogte es, mit leichten Ergebnisvorteilen für bunt, eine Weile hin und her, bis – we call it a Klassiker – orange die (Halb-)Chance zum 8:8 leichtfertig vergab und sich stattdessen das 7:9 einfing. Jemand machte dann doch das 7:10 und damit den Deckel drauf.

Bunt 10:7 Orange

Bunt: Armin, Igor, Manu, Ralf, Tantieme, Basti, Gast Sammy
Orange: Albrecht, Harald, Marcus M., Meister, Stefan, Steffen, Gast Lars

Man of the Match: Basti. Konnte mithalten.
Honourable Mention für Igor.

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Brustringniederlage (18.04.18)

Als hätten sie sich abgesprochen, die Bunten: Völlig unerwartet standen sechs von 16 Kelschen in VfB-Trikots da, die meisten noch dazu weiß (eins schmutzig, eins silber, oder so ähnlich). Dazu Martin, der auf keinen Fall gegen den VfB spielen wollte, und der Meister als VfB-Fan h.c.

Der bunte VfB fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel und lag nach einer Viertelstunden mit 0:3 zurück, und vermutlich sah nicht nur der Chronist ein Debakel dräuen. Man riss sich dann aber zusammen (Korkut-Style, klar) und erzielte zunächst den vermeintlichen Ehren-, dann den Anschluss-, den Ausgleichs- und gar den Führungstreffer.

Orange kam wieder zurück, glich aus, der bunte VfB ging erneut in Führung, ehe orange dank freundlicher Unterstützung der an Zornigers Zeiten gemahnenden Brustring tragenden Verteidigung nochmals doppelt traf. Manu hatte für bunt mit einer Doppelchance den Ausgleich auf Kopf und Fuß, scheiterte aber am unerschrockenen Bernd und ein bisschen auch an sich selbst.

 

Bunt 5:6 Orange

Bunt: Albrecht, Armin, Manu, Marcus M., Martin, Meister, Steffen, Tantieme
Orange: Albin, Bernd, Harald, Igor, Ralf, Roman, Stefan, Tobi H.

Man of the match: Stefan. In meiner Erinnerung mit vielen Ballgewinnen und starken Abwehraktionen, nutzte zudem die Räume nach vorne gut aus.

Full House (28.03.2018)

In den Notizen steht, der Meister habe erst nach 25 Minuten eingegriffen, und ich habe keine Ahnung, weshalb das so gewesen sein könnte. Shoegate war schließlich eine Woche zuvor gewesen.

Wie auch immer: Es fiel nicht ins Gewicht. Was nicht am Meister liegt, sondern vielmehr daran, dass wir an eben jenem Abend in der Karwoche sage und schreibe mit 17 Mann (für den Witz mit dem einen Jugendlichen sind wir uns schließlich zu schade) auf dem Platz standen – eine Zahl, die wir zuletzt am 20. September des Vorjahres erreicht bzw. gar übertroffen hatten.

Den Beginn des Spiels – an viel mehr erinnere ich mich ehrlich gesagt nicht – bestimmten Vater und Sohn: Der eine, Claus, setzte gleich zu Beginn eine Duftmarke als Torschütze, vielleicht gar doppelt. Auf der anderen Seite war es Wilm, der den orangenen Torreigen eröffnete und auch sonst den Raum, den ihm die bunten Gegenüber ließen, gut zu nutzen wusste. Orange setzte sich folglich ein bisschen ab.

Mit zunehmender Spieldauer – und nun auch in Überzahl, der Meister, Sie erinnern sich? – begann bunt, ein bisschen ernsthafter zu verteidigen, insbesondere in Person von Marcus, und gestaltete das Spiel zunächst ergebnisseitig ausgeglichener, um dann allmählich selbst in Führung zu nehmen.

Orange kam aber weiterhin regelmäßig zu Torgelegenheiten, und seien wir ehrlich: Hätte Marco kurz vor Schluss ausgeglichen, statt gefühlt drei bunte Defensivspieler auf einmal auf der Torlinie anzuschießen, wäre bunt wohl nicht als Sieger vom Platz gegangen. Hat er aber nicht. Also konnte bunt das Ding mit zwei späten Toren nach Hause schaukeln.

Bunt 13:10 Orange

Bunt: Albrecht, Claus, Harald, Manu, Marcus M., Meister (ab 25.), Ralf, Roman, Stefan
Orange: Albin, Bernd, Igor, Marco, Niki, Steffen, Tantieme, Wilm

Man of the Match: Claus. Er macht auf dem Platz einfach so viel richtig. Finde ich.

Normalsterblich (7.3.2018)

Emmanuel Sanon. Wer erinnert sich nicht?!


(aus: Harry Valérien, Fußball 74 – Weltmeisterschaft, Südwest Verlag)

 

Vielleicht hat sich Steffen am vergangenen Mittwoch ja ganz ähnlich gefühlt wie dereinst Dino Zoff. Endlich wieder sterblich! Zuvor war er im Jahr 2018 ungeschlagen gewesen: 7 Spiele hat er bestritten, einmal fiel er aus, und errang 5 Siege und 2 Unentschieden. Das waren zwar keine 1141 Minuten, aber doch nahezu die Hälfte, realistisch betrachtet. Die erste ungeschlagene Saison der detailliert dokumentierten Kelschgeschichte schien bereits beinahe realistisch, doch ausgerechnet Fußballzaungast Martin machte die schöne Geschichte zunichte. Hier ein kurzer Ausschnitt – laufen kann er, der Martin:

Zugegeben: Dass es sich nicht um Originalaufnahmen aus einem Mittwochskick handeln kann, lässt sich leicht daran erkennen, dass sich kein Kelsch derart abkochen ließe wie der in der vorliegenden Szene übelst überlaufene Luciano Spinosi.

Zurück zum Spiel. Zu elft standen wir auf dem Platz, und Steffen fiel die undankbare Aufgabe zu, daraus zwei halbwegs ausgeglichene Mannschaften zu formen, was ihm bemerkenswert gut gelang: Bis zur gefühlten 30. Minute nuetralisierten sich beide Teams so gut, dass es erst einer energischen Einzelleistung des doch eigentlich gezwungenermaßen kein bisschen energisch agierenden Igor bedurfte, um den Bann zu brechen und bunt in Führung zu bringen. Nach einer weiteren halben Stunde, möglicherweise übertreibe ich ein bisschen, glich Martin mit einem satten Schuss ins Kreuzeck aus.

Orange tat sich danach auch weiterhin schwer, in Erfolg versprechende Abschlusspositionen zu kommen. Immerhin schlossen sie jedoch überhaupt ab, sodass zumindest bunte Konter vermieden werden konnten. Bunt ließ den Ball seinerseits gut laufen, wurde aber ebenfalls eher selten gefährlich, was nicht zuletzt an Rückkehrer Jochen S. auf Seiten der Orangenen lag, der in seiner halbjährigen Abwesenheit nicht verlernt hat, die Füße immer noch irgendwie dazwischen zu bekommen. Wäre schön, ihn wieder öfter zu sehen.

Irgendwann wurde es Steffen zu bunt und so machte er sich daran, das Netz zu durchschießen, was zwar nicht ganz gelang, wohl aber die Führung brachte. Anschließend hurgelte bunt noch einen weiteren Ball ins Netz, wenn ich nichts durcheinanderbringe, und der eine oder andere Orangene (moi!) sah seine Felle bereits davonschwimmen.

Wiederum war es Martin, der seine Mannen ins Spiel zurückbrachte, aus ähnlicher Position wie bei ersten Mal, nur nicht so gewaltig, und wenig später gelang orange tatsächlich der Ausgleich, ehe – tadaa! – Martin in Knipsermanier die erste orangene Führung erzielte.

Führung und Überzahl – was will man mehr!? Jetzt erst einmal das Spiel ein bisschen beruhigen, kurz der Ruf an den Mitspieler, den Ball ruhig nach hinten zu spielen, bloß keinen unnötigen Risikopass, der vielleicht mit ganz viel Glück … zack, abgefangen, Schuss von bunt (zu schnell, um mich an den Schützen zu erinnern), Roman irritiert den Torwart, 4:4.

Wer jetzt mit einer erneuten Wende gerechnet hatte (moi!), sah sich indes getäuscht: Erneut – wer hätte es gedacht? – war es Martin, der in Mittelstürmerposition die Ruhe bewahrte und die Führung erzielte, und wenige Minuten später netzte dann Jochen nach der vielleicht schönsten Kombination des Abends zum 6:4 ein.

Doch noch gab sich bunt nicht geschlagen: Orange gelang es, bei einer Ecke in Überzahl derart schlecht am Mann im Raum zu stehen, dass Stefan Steffens herunterfallende Flanke aus nächster Nähe auf Kniehöhe verwandeln konnte. 5:6. Übrigens nicht nur auf Kniehöhe, sondern tatsächlich mit beiden Knien. Die orangenen Abwehrspieler sahen einander ungläubig an, wussten aber, dass auf Martin Verlass war: Mit dem Selbstbewusstsein von vier Toren im Rücken schnappte er sich den Ball so selbstbewusst wie zuletzt Jörg M. bei seinem Kelschdebüt, um den verhängten Handelfmeter (Dino Zoff lässt grüßen) souverän zu verwandeln. 7:5. In der Nachspielzeit, so heißt es, war es schließlich wiederum Martin vorbehalten, den 8:5-Endstand herzustellen.

Bunt 5:8 Orange

Bunt: Harald, Igor, Roman, Stefan, Steffen
Orange: Albin, Jochen S., Manu, Martin, Meister, Tantieme

Man of the Match: Es mag überraschen – Martin.

Übrigens erzielte Emmanuel Sanon auch das andere haitianische Tor bei der WM 1974. Ebenfalls ganz hübsch.

Scheißecke (28.02.18)

In der Woche nach den olympischen Winterspielen präsentierte sich der Platz zu weiten Teilen in hervorragender Verfassung, und selbstverständlich standen ihm die Spieler nicht nach. Ok, die Orangenen waren zu Beginn nicht recht auf dem Platz – vielleicht forderte auch die Kälte ihren Tribut – doch das sollte sich im Lauf des Abends ändern.

Bunt begann indes furios und führte nach kurzer Zeit mit 3:0, kurz darauf mit 4:1, ehe orange sich allmählich sammelte und seine spielerischen Qualitäten auf den Platz brachte, auch dank des gezwungenermaßen erneut sehr mannschaftsdienlich agierenden Igor. Als orange auf 3:4 herangekommen war, konnte bunt jedoch noch einmal eine Schippe draufpacken, erhöhte auf 5:3 und hatte das Spiel eine ganze Zeit lang recht souverän unter Kontrolle.

Aber man weiß ja, wie das ist. Einem absurd anmutenden Anschlusstreffer aus dem Nichts folgte kurz darauf der ebenfalls nicht ganz ohne bunte Hilfe zustande gekommene Ausgleich, und möglicherweise stellt die Abfolge beider Treffer, wie auch ihre Wirkung auf das Spiel, die Herren Thommy und Gómez locker in den Schatten.

Kurz darauf verletzte sich Armin in der bereits in der Überschrift verewigten „Scheißecke“: Eine Ecke des Feldes war noch mit den Resten des Schnees aus der Vorwoche bedeckt und bildete nicht mehr und nicht weniger als eine Ansammlung von Stolperfallen, weshalb sie auch weitgehend gemieden wurde. In diesem Fall leider nicht. Aktueller Stand: nichts gerissen, Krankschreibung, sechs Wochen Fußballpause. So’n Mist. Gute Besserung, Armin!

Orange zog (nun mit fünf gegen fünf, Igor hatte gemeinsam mit Armin den Platz verlassen) gegen derangierte Bunte, die auch noch einen hart errungenen Strafstoß ungenutzt ließen, auf 10:7 davon. Bunt verkürzte in den letzten zwei Minuten auf 9:10, und hätte Manu nicht in letzter Sekunde kläglich abgeschlossen oder einfach abgespielt, wäre vielleicht noch ein Punkt drin gewesen.

Natürlich wurde bei Darko einmal mehr bemängelt, dass die Preise (sorry, hab mich vertan) es höchst unbefriedigend ist, Woche für Woche im Zweifel zu sein, ob denn ein zahlenmäßig vernünftiger Kick zustande komme. Das Thema wird uns wohl noch ein Weilchen begleiten.

Bunt 9:10 Orange

Bunt: Armin (bis 65.), Manu, Marcus M., Meister, Ralf, Stefan
Orange: Albin, Albrecht, Igor (bis 65.), Roman, Steffen, Tantieme

Man of the Match: Albi. Traf in der entscheidenden Phase in relativ kurzer Zeit zwei Mal (6:5 und 7:6, oder so) und brach so, wenn man die Sache ein bisschen überhöhen will, den bunten Widerstand.

17.01.2018: Was wir wissen – und was nicht

Eine Woche liegt das jüngste Kräftemessen der Akademikersportgruppe Walter Kelsch mittlerweile zurück, und noch immer mittlerweile sehen wir uns mit einer ganzen Reihe von Fragezeichen zum Ablauf und den Hintergründen konfrontiert. Ein Überblick.

Was wir wissen:

  • 12 Spieler, damit kann man arbeiten. Noch dazu sehr ausgewogen zusammengestellt, wie der Spielverlauf zeigte. Chapeau, Meister!
  • Orange hatte bis zur Hälfte die Gelegenheit, deutlicher in Führung zu gehen und das Spiel möglicherweise vorzuentscheiden, vergab aber mitunter in absurder Art und Weise. So blieb’s immer knapp. und bunt konnte die Sache hinten raus umdrehen.
  • Steffen weiß ziemlich genau, wo das Tor steht.
  • Armin weiß auch aus größerer Entfernung, wo das Tor steht.
  • Der Meister hat die alte Weisheit verinnerlicht, dass Kopfbälle als Aufsetzer besonders gefährlich sind.
  • Fußball ist immer noch wichtig. Und ernst.

Was wir nicht wissen:

  • Wieso der Meister vor dem leeren Tor an den Pfosten köpft.
  • Ob Manus Abschlussschwäche aus nächster Nähe noch akut oder schon chronisch ist.
  • Wann wir wieder mit Igor (Mitte Februar?) und Thomas (heute?) rechnen können. Und mit jenen, die nicht da waren.
  • Wie Tantieme diese eine Bogenlampe noch geklärt hat.
  • Ob die Netze Steffens Schussgewalt noch lange standhalten.
  • Wie es sein kann, dass die Partie noch nicht lief, als der Berichterstatter um 20.15 Uhr sein Auto parkte.
  • Was sonst noch so los war.

 

Bunt 6:5 Orange

Bunt: Armin, Marcus M., Stefan, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albrecht, Manu, Meister, Niki, Ralf, Roman

Man of the match: Tantieme. Ganz enges Höschen angesichts Steffens fabelhafter Treffsicherheit. Was für den groß aufspielenden Torhüter spricht: Ohne seine Paraden wäre bunt möglicherweise gar nicht mehr im Spiel gewesen. Außerdem hat er im Gegensatz zu Steffen in den nächsten Wochen keine Gelegenheit zum neuerlichen Triumph. (Ich hoffe, das Metall ließ sich problemlos entfernen?!)

Ex post (10.01.2018)

Nachdem der Saisonauftakt mit 9 Mann numerisch noch etwas mau gewesen war, versammelten sich zum zweiten Stelldichein des Jahres 2018 immerhin 12 spielende Kelschs und dazu der – möglicherweise im Verbund mit einem Knaller-Neuzugang – laufende Thomas. Etwas überraschend wurde Letzterer nicht als neutrale Aufstellungsinstanz herangezogen; vielmehr nahm sich der Meister der Sache an und stellte zwei in der Ex-post-Betrachtung angenehm ausgeglichene Mannschaften zusammen.

Ebenfalls ex post kam Martin zu dem Schluss, dass orange das Spiel bereits kurz nach dem Anpfiff das Spiel verloren habe, als Manu an die Seinen appellierte, heute einfach mal nicht in Rückstand zu geraten, was sich nicht lange durchhalten ließ: Nach geschätzten zwei Minuten setzte Niki mit einem unter die Latte geprügelten Ball den Ton und ließ besagtem Manu im orangenen Tor keine Chance. Ein paar Minuten später köpfte wiederum Niki nach Steffens Flanke den Ball wiederum an die Latte, von wo er diesmal nicht ins Tor, sondern nach unten auf Manus Oberschenkel prallte und den Weg ins Tor fand. Marcus konnte das Elend nicht mehr mitansehen und initiierte einen Torwartwechsel, doch da war es, wie ex post nicht nur Martin weiß, im Grunde bereits zu spät.

Orange meldete sich dann auch im Spiel an und verkürzte durch einen abgefälschten Schuss von Albin, ehe bunt, das seine Angriffe in der Regel schneller vortrug und auch – aber gewiss nicht nur – deshalb häufig mehr Platz vorfand, eben diesen sinnvoll nutzte. Hinzu kam, dass Niki das Tor an diesem Abend in nachgerade ralfscher Manier de facto nicht verfehlen konnte, so sehr er sich auch bemüht haben mag.

Bunt zog also zunächst auf 4:1 davon, und danach passierte im Grunde nichts mehr.  Mal verkürzte orange, mal erhöhte bunt wieder, auf beiden Seiten wurden Chancen vergeben bzw. von den (insbesondere bunten) Torhütern großartig vereitelt. Orange gab einige wenige sehr ansehnliche Angriffe zum Besten, die nicht von Erfolg gekrönt waren, spielte aber sonst häufig zu ungeduldig und kam auch mit dem Doppelochsensturm Martin/Manu (Ersterer traf wenigstens ein paarmal) nicht mehr entscheidend heran, weil bunt immer dann, wenn es eng zu werden drohte, eine gute Antwort parat hatte, im Zweifel bis hin zu Nikis Hacke nach gelungenem Angriff über Steffen und Albi. Vielleicht habe ich da jetzt auch zwei Angriffe vermischt, das Muster hat sich gelegentlich wiederholt.

Bunt 7:5 Orange

Bunt: Albrecht, Niki, Roman, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albin, Manu, Marcus M., Martin, Meister, Stefan

Man of the match: „Der Niki hat zu viel Platz!“, rief ich recht früh in der Partie, um im weiteren Verlauf ebenso wenig dagegen zu unternehmen wie die gesamte orangene Mannschaft, aber vielleicht war an diesem Tag auch einfach kein Kraut gegen ihn gewachsen, so ex post betrachtet. Lief viel, traf, hielt gut.

Elferkönige! (14.12.2017)

Acht, ey! Gut, es hätte schlimmer kommen können. Neun, zum Beispiel. Sieben auch, oder sechs, und alles drunter. Trotzdem: acht. Und nebenan die Prager mit 13(?). Meh.

Das Ganze dann noch mit verspätetem Beginn und einer VfB-Niederlage im Rücken. Zudem hatte Manu die Leibchen daheim neben der Tür stehen lassen. Das immerhin ließ sich lösen. Dreieinhalb Herren waren in schwarz angetreten; der halbe wurde jedoch als bunt gewertet, während der optisch bunte Manu die schwarze Trainingsjacke des komplett düster gekleideten Niki über die eigenen sechs Schichten anziehen durfte und seit gestern einen lukrativen Werbevertrag mit Michelin hat.

Vier gegen vier, schwarz (the new orange!) ging in Führung, erhöhte per Fernschuss, der eine kurze Regelvergewisserung nach sich zog, bunt verkürzte, doch schwarz gelang postwendend – und danach noch mehrfach – die deutlich zu einfache Antwort. Die bunte Verteidigung bekam Niki nie in den Griff, zum Teil kombinierte schwarz auch ganz hübsch (das fünfte!), und irgendwann stand es 6:1.

Bunt hatte zu diesem Zeitpunkt gegen die von Stefan zusammengehaltene vielbeinige schwarze Abwehr bereits geschätzte zehn Ecken erzwungen, die in 3 exzentrische Elfmeter mündeten, ein vierter kam später noch hinzu, von denen genau gar keiner verwandelt wurde. Schwarz hatte am Ende wenigstens nur zwei davon, die ebenfalls beide zu nichts Zählbarem führten. Standards kann man üben, Coach!

Bunt wurde gleichwohl treffsicherer, kam auch auf 7:4, 8:5 und 9:6 heran, doch schwarz konnte den Abstand wahren, auch dank zum Teil absurd anmutender Treffer – Albis vors Tor geschwurbelten Ball, dessen Flugkurve ich ebenso wenig zu beschreiben vermag wie Armin, der ihn vermutlich längst im Aus sah, ehe er sich wie der sprichwörtlich wackelnde Kuhschwanz ins Tor senkte. (Diese Bilder, meine Güte!)

Während an der Seitenlinie Giovanni Trapattonis Kamelhaarmantel in der Kälte auf und ab tigerte (Herr Brehme war nicht zu sehen, vielleicht war es also doch Arie Haans Mantel), blies bunt zum letzten Halali, um die Partie doch noch zu kippen. Armin nahm Maß, und in der Tat kippte … Albi. Er hatte den Ball voll aufs Knie bekommen, wenn ich Nikis Zitat aus Gerd Rubenbauers Anatomieschulung recht verstanden habe.

Steffen gab zu Protokoll, dass man bei einem dauerhaften Ausfall nicht weiterspielen werde, was der gewiefte Albi flugs aufgriff – und so mit seinem Rückzug den schwarzen Sieg sicherte.

Schwarzorange 9:6 Bunt

Orange: Albrecht, Manu, Niki, Stefan
Bunt: Armin, Steffen, Tantieme, Tobi H.

Man of the match: Niki. Sehr laufstark, immer mit Zug zum Tor, die Lücken in der bunten Abwehr konsequent ausnutzend, auch mal mit dem nötigen Glück.

Albi ging es später am Abend wieder gut.

Nicht vergessen:

  • Bitte beachtet Steffens Mail zum Beitrag!
  • Nächste Woche wird gewichtelt!
    Tobi H. kümmert sich um die Schnittchen.
    Alkoholfrei kann ich gerne bringen.
    Von Bierangeboten weiß ich nichts.

 

 

 

Lückenhaft (22.11.2017)

Na ja, wenn man ehrlich ist, stellt der ganze Text, so er meine Erinnerung adäquat widerspiegelt, eine einzige Erinnerungslücke dar. Zum Teil vermutlich selbstgewählt, Verdrängung galore!

Also, hier die Fakten:

Bunt 8:3 Orange

Bunt: Harald, Igor, Martin, Stefan, Steffen, Tantieme
Orange: Albrecht, Manu, Marco, Marcus M., Meister, Philipp, Ralf

Bunt in Unterzahl, allerdings nicht nur Krampen im Team, orange mit nordischer Verstärkung, die Igor zu schaffen machte. Bunt ließ den Ball gut laufen, orange lief etwas zu halbherzig hinterher. Wenn mich meine Erinnerung nicht komplett täuscht, stand des recht lange 5:3, eine Phase, in der bunt einige Chancen liegen ließ. Mit dem 6:3 war’s dann durch. Bunt insgesamt kein bisschen torgefährlich.

Man of the match: Keine Erinnerung, wer das Offensivspiel der Bunten prägte. So gar keine. Spannend war allerdings der Konkurrenzkampf im Tor. Drei Kandidaten, die einen festen Platz zwischen den Pfosten für sich reklamierten. Die klügste Strategie wandte Tantieme an, der zunächst gönnerhaft ins Feld ging, sich dann aber rasch eine Verletzung zuzog und – zack! – ins Tor musste. Weil Stefan nicht nur klaglos den Platz räumte, sondern dann auch im Feld souverän seinen Mann stand, als wäre er nie weggewesen, ist er mein Man of the match. (Dritter Torwart war übrigens Faustball-Meister.)

Feiertagsdate

Werte Kelschs,

falls jemand zweifeln sollte: Am Mittwoch wird gekickt. Feiertag hin, Herbstferien her.

Nach meiner Kenntnis werden mindestens die folgende Herren teilnehmen:

Steffen
Albrecht
Marcus
Tantieme
Igor
Manu
Ralf
Roman
Niki
Armin

Neun Zehn. Dazu doch bestimmt mindestens ein weiterer, Armin oder Martin zum Beispiel, oder Harald, vielleicht Albin, Bernd, der wieder aufgetauchte Marco?