Archiv des Autors: manu

Elferkönige! (14.12.2017)

Acht, ey! Gut, es hätte schlimmer kommen können. Neun, zum Beispiel. Sieben auch, oder sechs, und alles drunter. Trotzdem: acht. Und nebenan die Prager mit 13(?). Meh.

Das Ganze dann noch mit verspätetem Beginn und einer VfB-Niederlage im Rücken. Zudem hatte Manu die Leibchen daheim neben der Tür stehen lassen. Das immerhin ließ sich lösen. Dreieinhalb Herren waren in schwarz angetreten; der halbe wurde jedoch als bunt gewertet, während der optisch bunte Manu die schwarze Trainingsjacke des komplett düster gekleideten Niki über die eigenen sechs Schichten anziehen durfte und seit gestern einen lukrativen Werbevertrag mit Michelin hat.

Vier gegen vier, schwarz (the new orange!) ging in Führung, erhöhte per Fernschuss, der eine kurze Regelvergewisserung nach sich zog, bunt verkürzte, doch schwarz gelang postwendend – und danach noch mehrfach – die deutlich zu einfache Antwort. Die bunte Verteidigung bekam Niki nie in den Griff, zum Teil kombinierte schwarz auch ganz hübsch (das fünfte!), und irgendwann stand es 6:1.

Bunt hatte zu diesem Zeitpunkt gegen die von Stefan zusammengehaltene vielbeinige schwarze Abwehr bereits geschätzte zehn Ecken erzwungen, die in 3 exzentrische Elfmeter mündeten, ein vierter kam später noch hinzu, von denen genau gar keiner verwandelt wurde. Schwarz hatte am Ende wenigstens nur zwei davon, die ebenfalls beide zu nichts Zählbarem führten. Standards kann man üben, Coach!

Bunt wurde gleichwohl treffsicherer, kam auch auf 7:4, 8:5 und 9:6 heran, doch schwarz konnte den Abstand wahren, auch dank zum Teil absurd anmutender Treffer – Albis vors Tor geschwurbelten Ball, dessen Flugkurve ich ebenso wenig zu beschreiben vermag wie Armin, der ihn vermutlich längst im Aus sah, ehe er sich wie der sprichwörtlich wackelnde Kuhschwanz ins Tor senkte. (Diese Bilder, meine Güte!)

Während an der Seitenlinie Giovanni Trapattonis Kamelhaarmantel in der Kälte auf und ab tigerte (Herr Brehme war nicht zu sehen, vielleicht war es also doch Arie Haans Mantel), blies bunt zum letzten Halali, um die Partie doch noch zu kippen. Armin nahm Maß, und in der Tat kippte … Albi. Er hatte den Ball voll aufs Knie bekommen, wenn ich Nikis Zitat aus Gerd Rubenbauers Anatomieschulung recht verstanden habe.

Steffen gab zu Protokoll, dass man bei einem dauerhaften Ausfall nicht weiterspielen werde, was der gewiefte Albi flugs aufgriff – und so mit seinem Rückzug den schwarzen Sieg sicherte.

Schwarzorange 9:6 Bunt

Orange: Albrecht, Manu, Niki, Stefan
Bunt: Armin, Steffen, Tantieme, Tobi H.

Man of the match: Niki. Sehr laufstark, immer mit Zug zum Tor, die Lücken in der bunten Abwehr konsequent ausnutzend, auch mal mit dem nötigen Glück.

Albi ging es später am Abend wieder gut.

Nicht vergessen:

  • Bitte beachtet Steffens Mail zum Beitrag!
  • Nächste Woche wird gewichtelt!
    Tobi H. kümmert sich um die Schnittchen.
    Alkoholfrei kann ich gerne bringen.
    Von Bierangeboten weiß ich nichts.

 

 

 

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Lückenhaft (22.11.2017)

Na ja, wenn man ehrlich ist, stellt der ganze Text, so er meine Erinnerung adäquat widerspiegelt, eine einzige Erinnerungslücke dar. Zum Teil vermutlich selbstgewählt, Verdrängung galore!

Also, hier die Fakten:

Bunt 8:3 Orange

Bunt: Harald, Igor, Martin, Stefan, Steffen, Tantieme
Orange: Albrecht, Manu, Marco, Marcus M., Meister, Philipp, Ralf

Bunt in Unterzahl, allerdings nicht nur Krampen im Team, orange mit nordischer Verstärkung, die Igor zu schaffen machte. Bunt ließ den Ball gut laufen, orange lief etwas zu halbherzig hinterher. Wenn mich meine Erinnerung nicht komplett täuscht, stand des recht lange 5:3, eine Phase, in der bunt einige Chancen liegen ließ. Mit dem 6:3 war’s dann durch. Bunt insgesamt kein bisschen torgefährlich.

Man of the match: Keine Erinnerung, wer das Offensivspiel der Bunten prägte. So gar keine. Spannend war allerdings der Konkurrenzkampf im Tor. Drei Kandidaten, die einen festen Platz zwischen den Pfosten für sich reklamierten. Die klügste Strategie wandte Tantieme an, der zunächst gönnerhaft ins Feld ging, sich dann aber rasch eine Verletzung zuzog und – zack! – ins Tor musste. Weil Stefan nicht nur klaglos den Platz räumte, sondern dann auch im Feld souverän seinen Mann stand, als wäre er nie weggewesen, ist er mein Man of the match. (Dritter Torwart war übrigens Faustball-Meister.)

Feiertagsdate

Werte Kelschs,

falls jemand zweifeln sollte: Am Mittwoch wird gekickt. Feiertag hin, Herbstferien her.

Nach meiner Kenntnis werden mindestens die folgende Herren teilnehmen:

Steffen
Albrecht
Marcus
Tantieme
Igor
Manu
Ralf
Roman
Niki
Armin

Neun Zehn. Dazu doch bestimmt mindestens ein weiterer, Armin oder Martin zum Beispiel, oder Harald, vielleicht Albin, Bernd, der wieder aufgetauchte Marco?

 

Zwei Seelen wohnen, ach! … (18.10.17)

Einerseits ist es jedes Mal aufs Neue eine große Freude, im Sechzehner vier gegen vier auf die kleinen Tore zu spielen. Die Dynamik, die Enge, die Intensität, die körperliche Nähe, die Männerleiber, aber gut, ich galoppiere grade davon, wie auch immer: Schöne Spiele sind das, inklusive der Gewissheit, sich körperlich betätigt zu haben.

Andererseits setzt ein solches Spiel eben auch voraus, dass verdammt wenige Kelschs zugegen sind, und das ist halt scheiße. Wofür niemand etwas kann, es ist eben einfach so, begründet, und es ist nicht das, was man sich wünscht, Zahn hin, Zeit her.

Gestern war’s mal wieder so weit. 8 Kelschs auf dem Platz, vier gegen vier, verspäteter Anpfiff nach dem skandalösen Ausscheiden der Prager B-Jugend aus dem Pokalwettbewerb (Schiri, wir wissen, wo Dein Auto steht!), ausgeglichene Teams, kein Gezerfe, großartige Non-playing Captains in quasi eingezäunzter Coaching Zone, Fußballherz, was willst Du mehr (außer ein paar Leuten halt)!?

Orange zu Beginn recht offensiv, was die etwas näher am eigenen Tor postierten Bunten geschickt zu nutzen wussten und nicht zuletzt dank zweier Konter zu einem frühen 4:1 kamen. Die bunte Verteidigung bröckelte dann ein bisschen, der Autor spielte ein paar zu riskante Bälle, Niki wuselte, Steffen traf auch mal mit dem Vollspann, und so pirschte sich orange nicht nur heran, sondern blieb auch dran. Also fast. Immer wenn es eng wurde, legte bunt noch einmal nach, im Zweifel zimmerte Ralf auch einen ins Kreuzeck, und so blieb bunt stets knapp vorne.

Kurz vor Schluss führte bunt dann mit 7:6, als Niki und Ralf vor dem bunten Tor nach akustisch vernehmlichem Fußkontakt zu Boden gingen und die Schwarmintelligenz eine leichte Neigung zum Elfmeter – na ja, 11, eher Wurzel aus dreiundzwanzigzweiundachtzig zum Quadrat plus fünffuffzig zum Quadrat, also 24m45, und schräg – erkennen ließ. Nun wollen wir dem Unparteiischen keine Konzessionsentscheidung unterstellen, doch es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass er sich eines nicht geahndeten orangenen Handspiels erinnerte und daraufhin die Partie weiterlaufen ließ, bis Steffens Wecker klingelte.

Bunt 7:6 Orange

Bunt: Manu, Marcus M., Ralf, Tobi H.
Orange: Armin, Meister, Niki, Steffen

Man of the Match: Der treffsichere Ralf wäre ein Kandidat, ebenso der Meister, der die bunte Abwehr bei seinem letzten Treffer unsagbar schlecht aussehen ließ. Aber ich entscheide mich für den Balldieb Marcus M., der den Orangenen in feinster Ascacíbar-Manier ein ums andere Mal ein Schnippchen schlug.

Zahlen des Tages:
Anzahl der Spieler seit Anfang September:
12, 12, 18, 10, 12, 12, 8;
Vergleichswerte 2016:
14, 11, 15, 17, 16, 14, 12.
Natürlich kein bisschen repräsentativ, schon klar.

Organisatorisches im Oktober: 25.

Wie letzten Mittwoch besprochen, habe ich für den 25.10. einen Platz im Fußballcenter Kornwestheim gebucht.

Update 24.10. 13.30 Uhr: Platz ist storniert!

Wir haben den Platz von 20.00 bis 21.30 Uhr. Er ist für zwei Fünfer-Mannschaften gedacht, aber wir können ggf. natürlich mit Ersatzspielern oder auch mit drei Teams im Wechsel spielen. So ne Pause dürfte ab und zu ganz gut tun.

Bälle und Leibchen kann man vor Ort mieten; wäre aber sicher nicht verkehrt, unsere mitzubringen.

Bezahlt wird vor Ort. Für bis zu 14 Spieler bezahlen wir 102 €, bei mehr kommt noch bisschen was drauf. Faustregel: Jeder bringt nen Zehner mit.

Bis 24 Stunden vorher können wir stornieren. Was ich tun werde, wenn bis Dienstagvormittag nicht mindestens zehn Leute in den Kommentaren zusagen.

Kesselliebe (27.09.2017)

Bei auch zu vorgerückter Stunde noch einmal spätsommerlichem Wetter fand sich nach zwischenzeitlicher Sorge, mit der unangenehmsten aller Spielerzahlen umgehen zu müssen, doch noch ein zehnter Kelsch ein – Harald hatte sich selbstverständlich im Blog informiert und so von der späteren Anstoßzeit erfahren.

Orange spielte auf die kurze Hälfte und fand zunächst besser ins Spiel, was dann auch in der frühen Führung resultierte, bei der der Torwart so lange darauf wartete, dass noch ein Stürmer die Hereingabe (von Armin?) verlängern würde, bis sie ohne Berührung an ihm vorbei ins Tor trudelte. Klassiker. Bunt glich durch Igor (#camebackstronger) aus, doch orange ließ sich nicht beirren und ging erneut in Führung, vermutlich sogar mit zwei Toren – hätte der Meister im Tor nicht kontinuierlich seinen Kessel dazwischengeworfen, hätten es auch mehr sein können.

So aber blieb bunt dran und lief bis zum 4:4 stets einer orangenen Führung hinterher, ehe Igor als offensiver Torwart von hinten heraus für ein Überraschungsmoment sorgte und die erste bunte Führung erzielte, der gleich darauf auch noch das 6:4 folgte. Die Bunten hatten nun alle Hände voll damit zu tun, zum einen Igor wieder die primären Aufgaben eines Torwarts nahezubringen, zum anderen sich der drängenden Orangenen zu erwehren.

Dass es gelang, lag erneut am Meister und dann auch an Marcus, der ebenfalls seinen Kessel zur Verfügung und in den Weg stellte, sodass die orangenen Torgelegenheiten weitgehend ungenutzt blieben, während bunt zum Teil bemerkenswertes Schussglück hatte – Roman und Manu nahmen in nicht immer zwingenden Situationen den Innenpfosten zu Hilfe, Marcus verwandelte eine tückische Hereingabe so traumwandlerisch sicher, dass man zweifeln darf, ob er es im Wachzustand wiederholen könnte.

Zudem taten sich in der Hintermannschaft der zurückliegenden und Anschluss suchenden Orangenen naturgemäß Lücken auf, die bunt in einigen Szenen erfolgreich nutzte – und so orange nicht mehr herankommen ließ.

Orange 7:12 Bunt

Orange: Armin, Harald, Martin, Steffen, Tantieme
Bunt: Igor, Manu, Marcus M., Meister, Roman

Man of the match: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Meister und Igor, Außenseiter Marcus. Entscheide mich für Igor, der bunt beim Comeback in der ersten Hälfte mit seinen Toren im Spiel hielt und vor dem Tor die Übersicht behielt, als die Sache noch einmal auf der Kippe stand.

 

Voll (20.9.2017)

Gestern hab ich hier ins Blog geschaut, vielleicht war es auch erst heute früh, die Zeit fliegt ja schon wieder, und was von einem verzögerten Spielbeginn gelesen. In der festen Überzeugung, es handle sich um den Spielbericht aus der Vorwoche, versuchte ich mich an eben jenes Spiel zu erinnern, und fand – nichts. Keinen verzögerten Beginn, also nicht mehr als sonst, aber auch sonst nichts. Alles weg. Verdrängt.

Dabei, so viel habe ich mir dann nach und nach zusammengereimt, war es gar nicht ganz schlecht. Zumindest erinnere ich mich an Fetzen aus einer Unterhaltung mit Steffen am späteren Mittwochabend, in der wir eben das aussprachen: gar nicht so schlecht, aber dann halt doch verkackt. Oder an einen kurzen Austausch mit Harald, der auf der Gegenseite stand und der eine Niederlage der stärkeren Mannschaft gesehen zu haben glaubte.

Nun, so weit wollte ich damals nicht gehen, aber ich entsinne mich in der Tat, dass wir Bunten gegen Ende den einen oder anderen Angriff nicht ganz optimal vor das Tor gebracht haben, und zudem, wenn wir dann doch dort ankamen, auch im Abschluss nicht in jeder Situation ein glückliches Füßchen hatten.

Im Gedächtnisnebel taucht ein 3:2 für die Orangenen aus, und das Gefühl, dass sie bis dahin immer so’n bisschen die Nase vorn gehabt hatten. Steffen hatte für bunt getroffen, zudem Niki richtig einen reingezimmert, auf der anderen Seite dürfte es, wie eigentlich immer an diesem Abend, Marco gewesen sein. Ich glaube übrigens nicht, dass er sich im ganzen Spiel jemals weiter als acht Meter von unserem Tor entfernt aufgehalten hat, aber was soll ich sagen? Alles richtig gemacht. Und noch dazu den Meister konsequent am eigenen Tor gebunden.

Bunt schaffte es dann, das Spiel zu drehen, ging durch Tobis Kopfball und erneut durch Steffen in Führung, und wenn ich ehrlich bin, dachte ich nicht, dass wir es noch aus der Hand geben würden. Doch Pustekuchen! Obi hämmerte einen unter die Latte, Marco pustete vermutlich einen anderen über die Linie, und schon war orange wieder vorne. Beide Seiten trafen noch je einmal (hier: Niki, dort: bestimmt Marco), und zum Schluss drängte bunt wütend auf den Ausgleich, doch entweder war es zu vielbeinig oder kamen die Flanken zu ungenau oder zu hart oder was weiß denn ich.

Bunt 5:6 Orange

Bunt: Albin, Manu, Marcus M., Meister, Niki, Stefan, Steffen, Tantieme, Tobi H.
Orange: Albrecht, Armin, Bernd, Harald, Marco, Martin, Obrenko, Ralf, Roman

Man of the match: Marco. Traf nach meiner Kenntnis vierfach. Das enge Spiel mit kurzen Wegen ist seines.

 

Und nicht vergessen: Verzögerter Anpfiff morgen!

True Gold (13.09.2017)

Die Analyse der knapp anderthalb mittwöchlichen Sternstunden der Bedeutungslosigkeit fiel bei Darko gewohnt sachlich aus. Einige lobten den Tatort vom Sonntag über den Schellenkönig, andere erträumten sich trotz Abwesenheit ein schönes Abend noch (irgendwas mit Maneater und Power of Love), wieder andere blickten rush auf das Spiel zurück, das der Aufforderung “Take my Breath away!” eindrücklich gefolgt war, insbesondere bei der ab der Hälfte der Spielzeit unterzähligen und am Ende sichtlich kurzatmigen Mannschaft.

Doch der Reihe nach: Wie zu befürchten gewesen war, fanden sich nicht allzu viele Kelschs in der Kabine ein. Glücklicherweise wandte Harald das drohende four-and-a-half-a-side ab, und es ergab sich ein schönes fünf gegen fünf auf einseitig verkürztem Spielfeld. Nach wenigen Minuten kombinierte sich das orangene (Spandau) Ballet zum gegnerischen Tor, ehe Thomas Albi unter Schmerzen zeigte, wo der Barthel den Most holt. Zack, Eisspray! Sah alles andere als gut aus, doch nach kurzer Behandlungspause ging es zunächst weiter.

Orange ging nach einem schönen Chip, den Armin lässig verlängerte, in Führung, bunt kam durch ein Eigentor zum Ausgleich Like a Virgin zum Kinde. Zwei junge Zaungäste wurden auf die Teams verteilt, ohne den Charakter des Spiels grundlegend zu verändern. Orange blieb, angetrieben von Power Station Harald, gefährlicher und ging durch Armin in Führung, doch bunt ließ sich zunächst nicht beirren und glich durch einen der Jungspunde (gelegentlich wollte man ihm “Relax!” zurufen) aus, ging dann sogar in Führung – was Thomas zu einem geschickten, da für ihn siegreichen Spielende zu nutzen wusste.

Die Mannschaften blieben unverändert, bunt nun in Unterzahl, ohne das ABC der Abwehrarbeit komplett verinnerlicht zu haben. Manu hatte noch einmal eine Chance, vergab aber kläglich – Tantieme musste Through the Barricades gehen, um den Ball zu holen. Orange glich aus, bunt schaffte die neuerliche Führung, orange glich wieder aus. Ein kurzes Weilchen blieb es beim 4:4, dann bekam Armin kurz vor der Torauslinie den Ball, von wo er ihn nach gefühlt mehrminütigem Ausgucken und mindestens bunter Gleichzahl vor dem Tor einfach nur parallel zur Linie in die Mitte zu schieben brauchte, wo Albi Cold as Ice abschloss, obwohl das gar nicht auf der Playlist gewesen war.

Zum Schluss ereilte bunt das klassische Destiny der Unterzahlmannschaft, am Ende hieß es 4:7, und einzelne Bunte hatten nicht gerade den Look of Love im Gesicht. Bei Darko wurd’s ein bisschen besser, bei lockeren Gesprächen über Schwulenikonen leuchteten allmählich wieder einzelne Rosen im Asphalt, bald freuten sich auch die Verlierer wieder auf das nächste bunt-orangene D’arby und eilten noch vor Dexys Midnight Runners nach Hause.

Orange 7:4 Bunt

Orange: Albrecht, Armin, Harald, Tantieme, Tobi H., Gast Jugend 1 (ab 25.)
Bunt: Manu, Meister, Ralf, Stefan, Thomas (bis 45.), Gast Jugend 2 (ab 25.)

Man of the Match: Armin. Dosenöffner. Fand immer wieder die Lücke für den letzten Pass.

Wettbewerb gewonnen (30.08.2017)

9 Kelschs – einer davon noch dazu mit Verspätung – versammelten sich am Mittwochabend unter einem bedrohlich dunklen Himmel zum wöchentlichen Kick. Die Vorzeichen standen also nicht sonderlich günstig, doch glücklicherweise war auf zwei Herren Verlass: Zum einen kam Tobi H. mit drei Jungspunden im Schlepptau, zum anderen hatte Stefanes Vater in Sachen Regenwahrscheinlichkeit Entwarnung gegeben.

Die Gastspieler hatten in beispielloser Art und Weise Fakten geschaffen, indem sie durchgängig in orange oder orangeähnlichen Farben aufgelaufen waren. Drei junge Leute also auf der einen Seite, somit war zumindest klar, wer in der zu diesem Zeitpunkt noch vermuteten Unterzahl antreten würde. Als dann Martin kurz nach 8 auftauchte („Ich dachte halt, Ihr fangt wie immer später an.“), wurde Stefan (Alles Gute zum Geburtstag!) rasch nach drüben transferiert, was entgegen anderer Behauptungen nicht an seiner dembéléschen Verweigerungshaltung zu Spielbeginn, sondern zum einen an der orangenen Hose, zum anderen an der Aussicht auf eine reine Architektenmannschaft lag.

Bunt ging mit großem Respekt ins Spiel und traute sich, die Geschwindigkeit des Gegners fürchtend, zunächst kaum über die Mittellinie – was den Weg für den Fall eigener Angriffe allerdings verdammt weit machte. Hinten hielt man sich an die Maßgabe, möglichst gut zu kommunizieren und konsequenter zu übergeben als in der Vorwoche in ähnlicher Konstellation. Orange ging dennoch bald in Führung, doch bunt glich bei seinem ersten ernsthaften Ausflug über die Mittellinie aus.

Als die Bunten verstärkt dazu übergingen, gelegentlich den Weg nach vorne zu suchen, kassierten sie recht rasch die Quittung. Innerhalb kurzer Zeit ging der jeweilige bunte Offensivspieler dem Ball beim Zuspiel nicht konsequent entgegen, orange fing den Pass ab und zeigte, dass die jungen Leute einfach mit dem Umschaltspiel aufgewachsen sind – 3:1. In der Folge war orange weiterhin feldüberlegen und kam auch zu einigen klaren Chancen. Diese wurden zwar nicht genutzt, doch der weitere Verlauf des Abends schien vorgezeichnet.

Nach und nach, orange hatte noch immer nicht getroffen, fand bunt indes Wege, nicht nur die Mittellinie zu überschreiten, wenn auch in geringer Mannstärke, sondern dabei auch ein bisschen Torgefahr zu entwickeln. Ein langer Ball in die Spitze mit unmittelbarem Anschluss, dann aus der Abwehr heraus ein Vertikal- und ein Querpass, den der mitgelaufene technogedopte Albi souverän einnetzte, zack: 3:3.

Orange ließ das nicht auf sich sitzen, ging erneut in Führung und vergab wiederum ein paar Chancen, während bunt erst mal ein bisschen durchschnaufen musste – Temperatur und Luftfeuchtigkeit waren grenzwertig. Irgendwann spielte dann Marcus wieder den schnellen Ball in die Spitze, der zum Ausgleich führte, und als Albi mit dem starken linken Fuß einen langen Lochpass ebenso zentimetergenau platzierte wie Marcus seinen Abschluss, lag bunt plötzlich vorne.

Wütende Angriffe der Orangenen waren die Folge, ohne dass sie in dieser Phase so richtig zwingend gewesen wären. Allmählich sickerte jedoch bei den Bunten die Erkenntnis ein, dass sie ihren Vorsprung noch über eine Viertelstunde lang zu verteidigen hätten, und dann war es kurz darauf auch um sie geschehen: Tobi zog in halbrechter Position ungeachtet des Gewimmels vor dem Tor unwiderstehlich an und ab, der Ball schlug, nun gut, rollte in der kurzen Ecke ein, die Architekten waren wieder da. Und ließen sich danach nicht mehr lange bitten, die Verhältnisse zurechtzurücken: 6:5. 7:5. 8:5.  Wettbewerb gewonnen.

Orange 8:5 Bunt

Orange: Harald, Stefan, Tobi H., Gast Christian, Gast Daniel 1, Gast Daniel 2
Bunt: Albrecht, Armin, Manu, Marcus M., Martin, Niki

Man of the match: Albi. Hat uns letzte Woche einen gehörigen Schreck eingejagt, rannte nun bei heftigen Verhältnissen wieder wie ein junges Reh über den Platz. Und der Lochpass!

Frage(n) des Tages: Wo liegt beim WFV die Altersgrenze für Seniorenspiele, beispielsweise gegen jAH-Mannschaften, und wie alt ist eigentlich Christian?

Plan des Abends: Spider Murphy bei einem belgischen Querfeldeinrennen.

 

Lauf- und spielstark (23.08.17)

Jemand musste Tobi H. verflucht haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Abends gezwungen, neun Spieler auf zwei Mannschaften zu verteilen. Undankbarer wird’s nicht, wie erfahrene Kelschs, und sind wir das nicht alle, wissen.

Nun, vielleicht könnte man einschränkend darauf hinweisen, dass er zwar nichts Böses im engeren Sinn getan hatte, wohl aber der Ankündigung aus der Vorwoche, im Bedarfsfall für hinreichend Gastspieler zu sorgen, nicht in vollem Umfang gerecht geworden war. Gerade mal einen brachte er mit. Sozusagen den Ungerademacher.

Zurück zum Thema: Tobi hatte einen Scheißjob und hat das Beste draus gemacht. Um dem in der Vergangenheit bei vier gegen fünf stets unvermeidlichen Einbruch der Unterzahlmannschaft entgegenzuwirken, packte er die vier unter den Anwesenden, darunter zwei Rekonvaleszenten, laufstärksten Spieler in die bunte Unterzahlmannschaft, den Rest zu orange. Dass die Läufer nebenbei auch noch ziemlich gut Fußball spielen können, machte es für die anderen nicht ganz leicht. Was sie zu bedenken gaben, ohne aber eine bessere Lösung in petto zu haben.

Bunt ließ Ball und – eben nicht – Gegner von Beginn an ziemlich laufen, ging auch sehr rasch in Führung, weil sie zum einen gut kombinierten und orange zum anderen wenig Interesse zeigte, ernsthaft zu verteidigen, mit Reden und Übergeben und was halt sonst so dazugehört. Orange selbst bewegte sich vorne nicht so viel, kam aber dank der Überzahl des Öfteren erfolgreich zum Abschluss, was leider nur (aber immerhin) in seltenen Fällen gelungenen Powerplay-Stafetten geschuldet war.

Bis in den oberen einstelligen Bereich konnte orange den Abstand klein halten, stellte dann aber unglücklicherweise den dort eher mittelbegabten Schreiber dieser Zeilen ins Tor, worauf der Gegner unmittelbar reagierte und aus allen Lagen ein Polster herausschoss. Als die bunten Kräfte ein wenig schwanden, kamen die Orangenen, nicht minder geschwächt, zu einigen Gelegenheiten zur Ergebniskosmetik, die sie aber nur sehr bedingt zu nutzen wussten.

Orange 14:19 Bunt

Orange: Albin, Bernd, Manu, Martin, Ollo
Bunt: Harald, Igor, Tobi H., Gast Christian

Man of the match: Tobi. Schwere Aufgabe, gut gelöst. Und dann dieser blitzartige Abschluss inklusive Beinschuss. Bei mir, klar.