Schönwetterfußball (18.01.2017)

Ok, ein bisschen kühl war’s vielleicht, und im Vorhinein hatte man nicht so genau gewusst, ob das Geläuf Bänder- und Kapselrissen Vorschub leisten würde, aber insgesamt war’s dann doch ganz schön. Wettermäßig. Die weitere Bewertung hängt ja nicht zuletzt davon ab, ob man ein Leibchen trug oder nicht, und differiert entsprechend.

Rückblickend ist zu sagen, dass die Bänder und Kapseln keine nennenswerten Schäden davongetragen haben, zumindest keine, die über den ganz normalen Verschleiß bei einer Gruppe alter Männer hinausgehen, die zu nicht einmal allzu vorgerückter Stunde bei Darko bzw. dessen Statthaltenden einen doch eher verschlafenen Eindruck hinterließ. Gut, der Großteil stand auch noch unter dem Eindruck einer erlittenen Niederlage. Ooops. Verzeihung.

Zurück auf Los.

Die erste größere Überraschung ergab sich kurz vor Spielbeginn, als mehr oder weniger plötzlich der fest eingeplante elfte Spieler fehlte und die vermeintliche Unterzahl- zur Gleichzahlmannschaft wurde. 5 gegen 5, etwas verkürztes Spielfeld, schöne Sache, das. Die beiden Mannschaften erwiesen sich als angenehm ausgeglichen, das Momentum war ein untreuer Geselle, die Führung wechselte mehrfach.

Anfangs hielten beide Mannschaften ihr Risiko überschaubar, und so dauerte es ein Weilchen, bis echte Torgefahr entstand. Als es dann aber so weit war, ließ sich Steffen auf der orangenen Seite nicht zweimal bitten und vollendete trocken mit links ins lange Eck. Bunt fand dann allmählich auch ins Spiel und kam mit seinem ruhigen, um nicht zu sagen: behäbigen Aufbau zu ersten Chancen, die in dieser Phase auch recht konsequent genutzt wurden.

Bald stand es 3:1 für die Bunten, doch während sie noch frohlockten (zumindest tat dies der Chronist), dass orange selten in die ganz gefährlichen Räume komme, zeigte Steffen, dass diese gefährliche Zone (vulgo: dazn) mitunter einen weitaus größeren Radius hat, als die verteidigende Mannschaft glauben mag: Er überwand den Meister aus der Distanz, wenig später war der Ausgleich geschafft, und bald darauf weitete wiederum Steffen die Gefahrenzone nochmals aus: Das 4:3 für orange erzielte er aus der eigenen Hälfte, und kurz tauchte wieder einmal die Frage auf, ob derlei Fernschüsse nur in Überzahl nicht oder nur in Überzahl erlaubt sind, und wenn ich jetzt ein bisschen mehr Muße hätte, würde ich – vermutlich erfolgreich – suchen, ob die Diskussion und vor allem ihr Ergebnis hier im Blog schon einmal dokumentiert worden ist.

Letztlich zählte der Treffer, was ich begrüße, auch wenn ich ihn im Spiel gerne verhindert hätte, sportlich, wohlgemerkt, und wenig später erhöhte erneut Steffen auf 5:3. Bunt hatte das gegnerische Tor seit langem nicht mehr aus der Nähe gesehen und vermittelte nur sehr bedingt den Eindruck, noch einmal zurückschlagen zu können.  Doch wieder einmal hatte ich die Rechnung ohne den Ralf gemacht, der binnen kurzer Zeit zweimal im Stile eines Knipsers abschloss.

5:5. So blieb es ein Weilchen, und zur allgemeinen Überraschung hieß es irgendwann, dass noch eine ganze Viertelstunde zu spielen sei. Zu früh, um sich auf ein Remis zu einigen, und so ging es wieder hin und her, inklusive zügiger und recht disziplinierter Rückwärtsbewegung auf beiden Seiten. Orange ließ irgendwann eine vielversprechende Konterchance liegen – ein träger Bunter war bestenfalls halbherzig zurückgeeilt – und wurde durch den nach der Balleroberung schnell umschaltenden Harald kalt erwischt. Der noch immer vorne stehende träge Bunte war dann fix genug, abzuschließen und die Partie erneut zu drehen.

Orange drängte nun noch etwas vehementer nach vorne, wodurch sich den Bunten ein paar Räume öffneten, die sie zunächst zum 7:5 und nach dem nochmaligen Anschlusstreffer (sowie einigen guten Paraden durch den bunten Torhüter Albin) quasi identisch zum 8:6 und schließlich auch noch zum 9:6 – das Tor war verwaist – nutzten.

Orange 6:9 Bunt

Orange: Marcus M., Micha, Stefan, Steffen, Thomas
Bunt: Albin, Harald, Manu*, Meister, Ralf

*Ich habe mir für 2017 vorgenommen, die Kinderstube auch einmal zu vergessen und die alphabetische Reihenfolge aus der Datenerfassung beizubehalten, statt meinen Namen ans Ende zu setzen.

Man of the match: Ich bin mir nicht ganz sicher, wie viele Tore Steffen erzielt hat, aber es waren ziemlich viele. Fast alle, vermute ich. Ja, Tore sind nicht alles. Und Ralf hat bunt überhaupt erst wieder ins Spiel gebracht, als es quasi schon durch war, was man aus bunter Sicht nicht hich genug bewerten kann.
Dennoch, und trotz Niederlage: Steffen. Schwacher Trost, ne?

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4 Antworten zu “Schönwetterfußball (18.01.2017)

  1. „… das Momentum war ein untreuer Geselle…“

    Was sagt wohl der Herr Treuer dazu?

  2. Beim Trashtalk mit Steffen nach dem Spiel habe ich mir als Sieger ein „Ich bin immerhin näher am motm als du“ verkniffen. Das war wohl gut 🐋. Neben Manu war das aber die richtige Wahl.

    Manu, diktierst Du die Berichte Deiner Sekretärin?

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