Doppelte Unterzahl (12.3.2014)

Ein ungewöhnliches Phänomen war in der letzten halben Stunde der Partie zu beobachten. Sowohl bunt als auch gelb (fürderhin, der Vergleichbarkeit wegen: orange) spielten in Unterzahl. Gleichzeitig! Fünf bunte und fünf orangene Herren sahen sich einer Überzahl von sechs bierbewehrten Zuschauern gegenüber. Entsprechend besorgt gingen die Spieler mit der Situation um; zu präsent waren allenthalben die Bilder des samstäglichen Tribunals im Neckarstadion.

Orange versuchte nicht zuletzt deshalb vehement, doch noch den Ausgleich zu erzielen, und war sich auch nicht zu schade, das willfährige Publikum glauben zu lassen, man liege nur ein Tor zurück, um die so geschürte Illusion von Spannung sich selbst erfüllen zu lassen. Oder so.

Wie auch immer: es gelang nicht. Bunt hatte dem Gegner zwar in grenzenloser Arroganz den Fast-schon-Anschlusstreffer zum 10:8 kredenzt, inklusive Schleife, war sich dann aber nicht zu schade, auch Eckbälle zum Torwart zurückzuspielen und die sprichwörtliche Uhr herunterlaufen zu lassen. Dass der bunte Torwart sich darauf nicht einlassen wollte, sei nur am Rande erwähnt.

Schon zuvor hatte bunt, dessen defensive Disziplin der Schlüssel zum Sieg gewesen sein dürfte, zumeist in Führung gelegen, und beim Stand von 6:3 hatte zumindest der Berichterstatter kurz Sorge gehabt, die Spannung könne schwinden, doch Marcos Urgewalt brachte orange wieder ins Spiel und bis auf ein Tor heran, ehe bunt dann doch wieder auf 10:7 davonzog.

Schönes Spiel, insgesamt. Sport, Bewegung, fair, ausgeglichen.

Bunt 10:8 Orange

Bunt: Niki, Tantieme, Martin, Meister, Manu
Orange: Harald, Ralf, Götz, Marco, Bernd (Comeback!)
Zuschauer: Micha, Thomas, Albi, Stefan, Steffen, Tantieme senior

Man of the match: Tantieme. Im Tor zwar nicht völlig fehlerfrei, im Feld aber ein Terrier. Bemerkenswert, wie er Götz minutenlang hautnah verfolgte und ihm „Under Pressure“ ins Ohr säuselte presste. Und dieser Schlenzer an den Pfosten! Fast wie Brehme 1990.

Noch was:5 gegen 5 Mitte März ist ja auch nicht so prickelnd, bei diesem Wetter, wenn sogar die Prager 9 gegen 9 spielen. Ist aber angesichts der Zuschauerzahl dann auch schon wieder weniger überraschend. Mehr wäre dennoch schöner.

(Nächste Woche kann ich nicht zu einer Erhöhung beitragen, Elternabend. Vielleicht kann jemand gleich die Mannschaften erfassen: zum Formular.)

Und noch was:
So richtig umfassend ist die Bestandsaufnahmen zu den Kelschtrikots noch nicht. Bitte eintragen, danke. (Wer nicht mehr weiß, ob er sich eingetragen hat: unten im verlinkten Text ist ein Link zur „Übersicht“.)

 

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7 Antworten zu “Doppelte Unterzahl (12.3.2014)

  1. Ich will jetzt nicht überheblich wirken, aber ich weiß nie das ich im unterzahl bin.

  2. Igor, Du *bist* nie in Unterzahl.

  3. Am Mittwoch werde ich im Theodor-Heuss-Haus im Feuerbacher Weg 46 ein paar Briefe seiner zweiten Amtszeit von mir geben, kommentiert von dem Vizechef der Stiftung. Falls Jemand von Euch Lust auf außerkugelige Bildung hat. Ihr wollt Fakten? Entfernung ca. 300 Meter, Anpfiff 19 Uhr, Dauer ca. 50 Minuten. Ihr könnt dann auch rechtzeitig gehen, ich werde mal gucken, ob ich wegen unnötiger anschliessender Händeschüttelei mit leichter Verspätung dazukommen und mitkicken kann. Obwohl: Ich wollte schon immer mal im Anzug auf dem Fußballplatz stehen…

  4. Schade, quellechance, da wäre ich gerne hingekommen. Aber der Elternabend sticht.

  5. ich hatte zuerst bierbäuchige Zuschauer gelesen…

  6. Kann leider weder zu Theo no0ch zu Kelsch kommen, ebenfalls Elternabend!

  7. ich kann morgen nicht kommen!

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