Bodman im Juli

Ihr lieben Kelschs oder Kelsche,

Bodman steht vor der Tür (21.-23.7 14.-16.7., sorry.), und es gibt eine Komplikation: Der Gastgeber kann am späten Samstagnachmittag nicht.

Die Option Freitag habe ich abgelehnt, bleiben die Optionen Samstag deutlich früher (die aber beim Gegner noich nicht abgesichert ist) und Sonntagvormittag, vielleicht so gegen elf. Bei uns unten ist das ganz üblich, da spielen die Reservemannschaften häufig sonntags um halb elf. Nein, wir sind keine Reserve.

Zudem sollten wir mal schauen, ob wir denn selbst ein Team zusammenbekommen. Ich weiß, dass von denen, die ursprünglich dabeisein wollten, Armin, Tobi H. und Ralf nicht können.

Wenn die anderen bitte mal kommentieren und zum einen sagen könnten, ob sie weiterhin (oder neu) mitkommen (und kicken), zum anderen, wie es mit den Anpfiffoptionen aussieht. Für eine schicke Umfrage fehlt mir grad die Zeit.

Gerne eher zügig.

Gastspiel (07.06.2017)

Da Tobi H. insgesamt fünf Gastspieler organisiert hatte, gab es zwar Stirnrunzeln, aber keinen lautstarken Prostest, als er sich selbst in das Team mit allen (in Worten: allen!) jungen, schnellen und durchtrainierten Gästen beorderte.

Das alte routinierte bunte Team wehrte sich tapfer. Da die Chancenverwertung der Orangenen eher so mittel war und dem eindeutig unterlegenen Team ab und an auch das Glück zur Seite sprang, stand es nach etwa einer halben Stunde nur 0:4. Orange hätte so den ganzen Abend weiterspielen können, ohne ein einziges Tor zu kassieren. Was würde nach dem Reglement eigentlich bei einer Niederlage zu Null passieren? Die Verlierer rennen eine Runde nackt um den Platz?

Ohne jeden Zweifel waren die Mannschaften also ziemlich unausgewogenen, weshalb durchgewechselt werden musste. Zwei der Gäste entledigten sich ihres Leibchens. Im Gegenzug hofften Meister und Bernd, nun zur Gewinnermannschaft zu gehören. Die neu zusammengestellten Mannschaften erwiesen sich als gleichwertig und so entwickelte sich ein recht hübsches Fußballspiel. Sieben gegen Sieben. (Die Datenerfassung ist an diesem Punkt unzutreffend. Mein Fehler.)

Bunt spielte diszipliniert und konsequent tief stehend weiter. Nach Ballgewinn versuchten die passsicheren Albin, Armin und Martin schnell noch vorne zu spielen. Diese Beharrlichkeit und der starke kämpferische Einsatz begannen sich auszuzahlen: Spätestens zwei erfolgreiche Konter und ein Tor im Anschluss an eine Ecke später war Bunt beim Stand von 3:4 wieder zurück im Spiel.

Mit immer noch drei Gastspielern und dem starken Tobi H. – bei Ecken immer brandgefährlich – wehrte sich Orange nach Kräften. Die Chancenverwertung war allerdings weiterhin dürftig. Im bunten Tor konnten sowohl der Berichterstatter als auch Armin jeweils eine Hundertprozentige zunichtemachen.

Die Tatsache, dass Bunt nur noch zwei Gegentore kassierte, lag auch daran, dass Martin die bunte Defensive sehr gut organisierte. Albin versuchte zwar, den Libero nach vorne zu beordern, was Martin mit den Worten: „Ich spiele genau hier. 10 Meter vor und 10 Meter zurück. Nix anderes.“ verweigerte. Eine, wie sich zeigte, richtige Entscheidung.

Über 5:5 und 6:6 konnte Bunt das Spiel drehen. Den Schlusspunkt setzte Albin eine Minute vor Abpfiff, als er nach einem weiteren Konter Verteidiger und Torhüter umkurvte und zum verdienten 8:6 Endstand einschob.

Orange 6:8 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd (ab 30. Min), Meister (ab 30. Min.), Tobi H., drei Gäste

Bunt: Albin, Armin, Marcus M., Martin, Stefan, zwei Gäste (ab 30. Min.)

Man of the Match: Puh, schwierig. Rein fußballerisch lag einer der Gastspieler (derjenige, der vorne so viele Buden machte. Mein Namensgedächtnis…) weit vorne. Da ich mir allerdings unsicher bin, ob Gastspieler überhaupt wählbar sind, entscheide ich mich für Armin. Einige Konter hat er mit klugen Pässen eingeleitet oder selbst abgeschlossen. In einer der spielentscheidenden Szenen konnte er beim Stand von 7:6 mit einem Reflex einen harten Schuss aus kürzester Distanz zur Ecke ablenken.

 

Vorschau: Für nächsten Mittwoch haben schon sechs Kelschs zugesagt. Tobi H. hat bereits die Zusagen von mindestens drei Gastspielern. Wir können also davon ausgehen, dass der Kick nächsten Mittwoch stattfindet. Irgendwer wollte sich am Wochenende noch um den Schlüssel kümmern. Ich bringe wieder einen Ball. Und welcher Aushilfszeugwart hat eigentlich die orangenen Leibchen? Die fehlten. Wie schon in der Vorwoche.

Gast mit Hund und Kabinenweisheiten (31.05.2017)

Es dauert sehr lange, bis die Untergrenze von acht Kelschs, die man zumindest für ein Spiel auf die Eishockeytore benötigt, erreicht war. Der Vorschlag, ob man nicht gleich Tantiemes Geburtstagsbier trinken sollte – herzlichen Dank dafür – wurde durchaus ernsthaft diskutiert. Als sich dann immerhin elf Spieler eingefunden hatten, kam ein stabiler Herr mit Hund am Spielfeldrand entlang spaziert.

Stefan (so sein Name, wie sich herausstellen sollte): „Ist das die AH vom SV Prag?

Kelsch: „Sehen wir so aus?

Von dem überaus freundlichen Empfang ließ er sich nicht beirren und so konnte das Spiel in Gleichzahl beginnen. (Die Prager hatten nebenan schon in Gleichzahl begonnen, weshalb der Verbleib des zweiten Stefans auf unserer Platzhälfte für alle Seiten Sinn ergab.) Auch das von Beginn an sehr überschaubare Spielniveau schreckte den Gast nicht. Wir schieben letzteres auf die schwülwarmen 27 Grad, ob derer nicht über die ganze Breite des Platzes, soll heißen der Länge unseres Spielfeldes, sondern von der blauen Linie bis zur Auslinie gespielt wurde.

Beim ersten Treffer des Abends ließ Ollo dem Autor dieser Zeilen im Tor die Hosen runter (bildlich). Beim Schuss aus der zweiten Reihe öffnete der bunte Neuner, mit dem Rücken zum dem Tor kurz vor dem Keeper lauernd, die Beine öffnete, worauf der Ball über die Linie kullerte. Orange (eigentlich: Rot. Rote Leibchen hatte Martin kurzfristig von den Pragern organisiert.) kam schlecht ins Spiel. Viele Fehlpässe, Missverständnisse und Aufbauschwierigkeiten prägten das orangene Spiel, so dass Bunt das Spiel relativ einfach kontrollieren konnte. Der Autor dieser Zeilen ließ sich selbst noch einmal die Hosen runter (wieder bildlich), indem er völlig frei Ollo anschoss, worauf der Ball über die Linie kullerte.

Martin war es, der mit einem sehenswerten Schuss aus der zweiten Reihe dafür sorgte, dass die Orangenen durch dieses zwischenzeitlichen 1:3 nicht den Anschluss verloren. Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin. Die Bunten waren über Harald und den erneut sehr starken Niki im Zentrum sehr gut organisiert und verwalteten einen Vorsprung von ein bis zwei Toren. Erst zum zwischenzeitlichen 6:6 konnte Orange erstmals ausgleichen und Ralf sich mehrfach in die Torschützenliste eintragen.

In der Schlussphase gelang es Orange viel besser, die Räume vor dem eigenen Tor eng zu machen. Martin gab eine Art Libero und organisierte sein Team dichtgestaffelt. Die Bunten spielten im Stile einer Handballmannschaft um den Strafraum der Orangenen herum, fanden aber kaum noch ein Durchkommen. Die Spielweise der Bunten machte sie für Konter anfällig, was Orange geschickt zum Sieg nutzte.

Kabinenweisheit: „Eine Mannschaft ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied!“ – „Ja, aber ohne Eier hilft dir auch das stärkste Glied nichts!“. Muss man unkommentiert so stehen lassen.

Orange 10:8 Bunt

Orange: Marcus M., Martin, Meister, Ralf, Stefan, Stefan (Gast)

Bunt: Albrecht, Harald, Niki, Ollo, Tantieme, Tobi H.

Man of the Match: Martin. Organisierte als zentraler Defensivspieler die gute Abwehrleistungen seiner Mannschaft in der Schlussphase und erzielte mit seinem Distanzschuss in den Knick das Tor des Abends.

 

+++ Wichtig +++ Es ist offenbar schon absehbar, dass einige Kelschs nächsten Mittwoch in den Pfingstferien sein werden. Deswegen wurde der Vorschlag gemacht, hier oder in der What’s App-Gruppe Bescheid zu geben, wenn man kommt.

Vorteil! (17.5.2017)

Am vergangenen Mittwoch zeigten sich dann doch wieder einmal die Tücken des kelschschen Regelwerks, konkret jener – aus Sicht des Schreibers nach wie vor allen Alternativen weit überlegenen – Vereinbarung, wonach stets derjenige der Schiedsrichter ist, der gerade einen Regelverstoß begangen hat.

Die Art der Tücke war indes eine neue: Ein Kelsch – nennen wir ihn der Lesbarkeit halber T. – foulte einen anderen Kelsch, den wir ebenso willkürlich I. nennen wollen. T. zeigte sein Vergehen in vorbildlicher Weise laut und deutlich an und stellte sich, wie auch einzelne Umstehende, auf eine Unterbrechung ein. I. allerdings war nicht zu Fall gekommen und spielte einen Mitspieler an, der kurz darauf ein Tor erzielte.

Da die erfolgreiche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt deutlich führte, war sie nach kurzem Innehalten bereit, nur leicht bruddelnd auf den Treffer zu verzichten. Die Frage, ob es bei engerem Spielstand ebenso leicht gefallen wäre, lässt Raum für Spekulationen.

Dessen ungeachtet bin ich der Ansicht, dass es richtig war, den Treffer nicht zu geben – der aktuelle Schiedsrichter, T., hatte auf Foul entschieden, ohne den Vorteil abzuwarten, natürlich, möchte ich sagen. Der Pfiff war quasi erfolgt, und nach dem Pfiff gibt es halt keinen Vorteil mehr.

Ist aber ne schwierige Sache, und wären wir nicht so anständige Kerle, wäre dem Missbrauch der foulbedingten Selbstanzeige bei dieser Auslegung Tür und Tor geöffnet.

Im Übrigen wäre das Spiel mit diesem Tor wohl entschieden gewesen, so aber blieb es bis zum Schluss spannend. Danke, T.!

Zum Spielverlauf: Durch eine unglückliche Fügung war die Information über Haralds angekündigte Verspätung erst kurz nach dem Teambuilding wieder an die Oberfläche gelangt, sodass beim Anpfiff bereits auf der Hand lag, dass in absehbarer Zeit Veränderungen notwendig sein würden. Unabhängig davon brachte bunt zunächst keinen Ball zum Mitspieler, während orange zwar nicht brillierte, aber doch wesentlich besser ins Spiel fand und folgerichtig in Führung ging, wenn auch – etwas schmeichelhaft für bunt – nur mit 1:0.

Harald stieß dann zu den Bunten, die dafür Ollo abgeben mussten und nun in Unterzahl auf Besserung hofften. Tatsächlich kam sie in Person von Niki, der sich in vorderster Linie ins Getümmel warf und sich im Grunde das ganze Spiel über dort suhlte. Im Zusammenspiel mit Tobi H. glich er aus.

Bunt zeigte sich aber weiterhin zielstrebiger und torgefährlicher, letzteres nicht zuletzt durch den Gast Markus, der den Bunten nicht nur insgesamt mindestens drei Stück einschenkte, sondern sie vermittels seiner Sneakersöckchen nachgerade demütigte. Beim Stand von 4:2 für orange ereignete sich das oben in extenso beschriebene Regelquiz, das 5:2 zählte nicht, und bunt bedankte sich mit einem 4-Tore-Lauf, an dem Armin nicht ganz unbeteiligt war, bis zum 6:4. Wenn wir ehrlich sind, hat orange in dieser Phase nicht zu jedem Zeitpunkt perfekt verteidigt.

Die bunte Unterzahlführung war des Guten wohl etwas zu viel, und so legten die einen noch einmal eine Schippe drauf, während die anderen im Endeffekt zu unerfahren waren, um beim Stand von 6:5 die Uhr herunterzuspielen: Ballverlust nach unnötigem Risiko, Tantieme im bunten Tor hält überragend, doch seine Mitspieler (ja, Dich schau ich an, Manu!) kehrten nicht rechtzeitig in ihre Positionen zurück, um die zweite Welle aufzuhalten und Ollos Ausgleich zu verhindern.

6:6. Passt schon.

Orange 6:6 Bunt

Orange: Albrecht, Bernd, Igor, Meister, Ollo (ab 15.), Stefan, Steffen, Markus (Gast)
Bunt: Armin, Harald (ab 15.) , Manu, Martin, Niki, Ollo (bis 15.),  Tantieme, Tobi H.

Man of the Match: Niki. Beschäftigte die orangene Abwehr phasenweise allein, hielt den Ball, kreierte Chancen. Und nach hinten kam er auch noch.

 

Und nicht vergessen: Mittwoch, 24.5., ist spielfrei!

 

10.05.2017

Bunt: Steffen, Daniel, Igor,Marco, Meister, Marcus,Roman

Orange: Manu, Harald,Martin,Bernd,Jochen,Albrecht, Ralf, Stefan

Ergebniss: Bunt-Orange 5-7

 

Mannschaften wurden Gerecht verteilt, wenn mann von Gerecht bei Unterzahl sprechen kann und wenn ausgerechnet in Überzahl Mannschaft alle gute Laune zeigen.

Beide erste Tore waren in „Zieglers Wunderbarer Welt des Fussballs“ unter Kategorie Kacktor des Monats zu finden. Erst Orange nach eigentliche Flanke von Jochen durch alle mögliche Bunte Beine ins Tor. Im Gegenzug Tor von Marco. Er wollte flanken. Erstmal sah es aus nach „Ball suchen in der Baustelle“ und dann macht Ball einen hohen Bogen über Albrechts Hände die wohl ausgestreckt waren.

Orange ging wieder in die Führung und nach dem Ausgleich von Bunt war es ein Geduld Spiel von beiden Seiten . Bunt war nicht unterlegen und hat sogar bessere Chance in die Führung zu gehen. Aber Orange machte durch Ralf und Manu das 4:2. Es kommt die beste Phase von Bunt mit einem Doppelpass von Igor und Steffen an der Torlinie und Steffen vollendete die Kombi mit der Picke. Die Orangene waren immer unsicherer in der Abwehr  was  zum zwischenzeitlichen 5:5 reichte. Bis dato sehr gut spielender Jochen verletzte sich ohne Einwirkung von Gegner. Es folgte ein Mannschaftlich ausgeglichenes Spiel. Bunt hat da schon seine Chancen gesehen und wollte es ruhig die letzte 15 Minuten Angehen.

Einen schlechten Tag in der Abwehr erwischte heute Marcus der eindeutig mit Hand im Strafraum spielte. Ralf nahm die Kugel und wirkte selbstsicher. Der Torwart Albrecht hat die Ecke geahnt , aber die Kugel springt wieder zu Ralf und das war das 6:5. Hier musste jetzt Bunt alles nach vorne setzten und das resultierte mit einem Konter zum 7:5.

Ein gutes Spiel auf beide Seiten.

Bier gab es von Geburtstagskind Steffen.

MoM.:

Für mich gab es mehrere Kandidaten… Eigentlich die ganze Orange Mannschaft. Aber ich entscheide mich für Bernd. Sicher am Ball,Torgefährlich, ein Auge für Mittspieler… Und  in letzten Monaten offensichtlich im Fitness Studio verbracht und die ganze Fett in die Muskel Masse umgewandelt.

Quadrat, asymmetrisch (3.5.2017)

So, die Herren, nachdem Ihr im Geiste sicherlich längst eingewandt habt, dass ein Quadrat ja gar nicht asymmetrisch sein könne, und Ihr dementsprechend Euer Gehirn bereits auf Touren gebracht habt, könnt Ihr mir ja vielleicht gleich noch behilflich sein bei dem Versuch, die eine oder andere Erinnerung an den vergangenen Mittwoch hervorzukramen, oder zumindest meine Bruchstücke hernach berichtigen, noch besser: habhaft erweitern.

Das Spielfeld stand also wiederum in seiner ganzen Pracht zur Verfügung, und nachdem das Verhältnis von Länge und Breite in der Vorwoche für Irritationen gesorgt hatte, bekam es noch ein paar zusätzliche Meter spendiert, ohne dem ästhetischen Empfinden der Spieler, geschweige denn unseren inneren Monks, Rechnung zu tragen. Und wenn die Taktikblogger noch so viel von asymmetrischen Flügelbesetzungen oder ebensolchen Achtern schreiben – der Fußballplatz hat gefälligst ein symmetrisches Gebilde zu sein, wie groß das Feld auch immer sei. Ha!

Ach, zum Spiel: Orange ging sehr rasch in Führung, durch Roman, meine ich, und gab diese dann nie mehr her. Ok, vielleicht glich bunt noch zum 1:1 aus, ich weiß es nicht so genau. Irgendwann lag orange mit zwei Toren vorne, bunt verkürzte per Beinschuss, orange erhöhte, und so ging es verlässlich weiter bis zu Steffens finalem 6:4.

Orange 6:4 Bunt

Orange: Albin, Harald, Marcus M., Meister, Ollo, Roman, Stefan, Steffen, Tantieme
Bunt: Albrecht, Armin, Igor, Jochen S., Manu, Martin, Niki, Philipp, Ralf

Man of the match: Da bin ich jetzt wirklich überfragt. Steffen hat getroffen, Roman auch, ist noch dazu gelaufen, der Meister schweißte einen ein, aber vielleicht war das auch in der Vorwoche. Totti glänzte am Tag seines verkündeten Rücktritts defensiv, spielte aber möglicherweise den einen oder anderen Fehlpass. Ich nehm Ollo, der Steffens Flanke so veredelte, wie es sonst nur Terodde kann.

Quadrat (26.4.2017)

Fast Rekordbeteiligung und dann auch noch den ganzen Platz für die Kelschs: So begann ein spannender Mittwochabend. Ganze 16 Kelschs fanden sich ein, die Prager dagegen kamen gar nicht. So beschloss man nach kurzer Diskussion, das Spielgeschehen zu drehen und aufs große Feld zu spielen. Um dem fortgeschrittenen Alter gerecht zu werden, allerdings nur von Strafraum zu Strafraum. Heraus kam ein fast genau quadratisches Spielfeld, nach Handmessungen auf Google Earth sogar ein ganz klein bisschen breiter als lang.

Aufs Spiel hatte das aber wenig Auswirkungen, die Tore fielen trotzdem in der Mitte. Und was für welche! Bunt trumpfte mit einem Sturmduo auf, das zusammenspielte, als täte es nie etwas anderes: Ollo und Meister. Zwei wunderschöne Spielzüge krönte Ollo mit zwei Toren. Danach berappelte sich Orange ein bisschen und kam mit der Brechstange zum Ausgleich. Doch das bunte Sturmduo ließ nicht nach: Es machte weiter Druck, unterstützt natürlich von der ganzen Mannschaft. Bei einem Konter war der orangene Torwart (und Autor) orientierungslos und wusste nicht mehr, wo das Tor stand, so traf Roman locker zum 3:2. Nach einem wunderschönen Brekalo-Schuss vom Meister genau in den Winkel stand es plötzlich 4:2, der alte Abstand war wiederhergestellt.

Passend zum gedrehten Spielfeld drehte sich dann aber das Spiel: Bunt gab das Spiel aus der Hand, was aber auch an einer erhöhten Konzentration des orangenen Teams lag: Martin und Tobi organisierten jetzt die Abwehr, Harald brachte die Bälle nach vorne, wo es dann auch merhmals klappte mit dem Torschießen. Und zwar so gut, dass es bald 6:4 für Orange stand. Bunt konnte zwar noch einmal verkürzen,doch kurz vor Schluss machte Orange alles klar und erhöhte auf 7:5. Dann war das Spiel plötzlich auch schon vorbei, die Spielzeit war diesmal eben auch breiter als lang.

Bunt: Jochen S., Manu, Meister, Roman, Ollo, Steffen, Stefan, Dani

Orange: Albin, Albrecht, Armin, Bernd, Harald, Martin, Tobi H., Ralf

Bunte-Orange 5:7

MotM: Martin. Coachte Orange nach Rückstand noch zum Sieg

 

 

 

Doppelt besonders (19.04.2017)

Möglicherweise habe ich hier irgendwann einmal ein Buch erwähnt, das ich als junger Fußballspieler ganz gern mochte: „Der Torwart ist eben etwas Besonderes“ von Brian Glanville. Es handelt von einem jungen Torwart auf dem Weg in den Profifußball, spielt in England und ist für den aktuellen Spielbericht völlig irrelevant – wenn man davon absieht, dass wir am Mittwoch gleich zwei besondere Torhüter hatten: Auf der einen Seite stand ein vermeintlich in nordischen Gefilden wettergegerbter junger Mann im Kasten, der sich am späten Nachmittag angesichts einiger vereinzelter Wolken Hilfe und eine Regenjacke suchend an die Gemeinschaft wandte. Verwunderlich, dass er nicht auch noch nach einem Fön frug. Sein Gegenüber war ein nicht minder seltener Gast, zumindest in den letzten Monaten: Comebacker Tantieme, der zwar keine Defizite bei der Oberbekleidung zu beklagen hatte, wohl aber beim Schuhwerk. Wie auch immer: Schön, dass die beiden da waren und künftig auch wieder regelmäßig sind. Also, der eine. Womit ich nicht sagen will, also, der andere, ach, Faden verloren.

Die hinten heraus etwas lautere Mannschaft trat in Unterzahl und bunten Hemden an. Sie begann recht abwartend, ohne rechten Zug zum gegnerischen Tor, bzw. ohne überhaupt zu wissen, wer im Sturm spielen sollte. Orange hatte dementsprechend optisch etwas mehr vom Spiel und zudem in Igor einen Kommunikator, der das Feld nicht so einfach dem bunten Torwart überlassen und zudem ganz offensichtlich gewinnen wollte.

Das erste bunte Tor erzielte Armin durch einen Foulelfmeter, der gerade so die Linie überquerte, auf orangener Seite traf Igor aus halblinker Position mit dem Außenrist, wie Terodde quasi, nur nicht so elegant gelupft. Wer indes in Führung gegangen war – ich weiß es nicht mehr.

Nachdem Igor, erneut per Außenrist, seine Mannen in Führung gebracht hatte, bekamen auch wir Unwissenden eine Ahnung von Ralfs kolportierter Unfehlbarkeit aus der Vorwoche vermittelt: Albi flankte von rechts auf die Strafraumlinie, und während bunt noch überlegte, wie man Ralf nach der Ballannahme am besten stören solle, onetouchte er die Hereingabe per Dropkick aus der Drehung mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit direkt neben den Pfosten.  3:1.

Bunt traute sich nun etwas öfter nach vorne, wenn auch eher gemächlich und zu häufig mit halsbrecherischen Pässen durch die Mitte, wie sie einer Unterzahlmannschaft selten gut zu Gesicht stehen. Als man indes erstmals zügig über außen spielte, setzte sich jemand am rechten Flügel durch, seinen Querpass drückte jemand anderes über die Linie: 3:2.

Doch orange ließ sich nicht lange bitten: Der aufmerksame Albi holte sich nach einer abgewehrten Ecke den zweiten Ball, ließ ihn einmal kurz aufspringen und platzierte ihn mit einem schicken Schrägschuss am sich auf der Suche nach einem Alibi abrollenden Torhüter vorbei in die lange Ecke. Kurz darauf zog Igor als seitenverkehrter Robben nach innen und kam aus zentraler Position zum Abschluss, traf den Ball aber eher so mittel. Vermutlich war der Torwart jedoch bereits auf dem Weg in die Robben-Ecke, sodass er dem zentral auf das Tor zuhüpfenden Ball nur noch eine ebenso unorthodoxe wie erfolglose Fußabwehr entgegenzusetzen hatte. 5:2. (Merkt man, dass hier alles daran gesetzt wird, ihn nicht zum man of the match zu machen?)

Bald darauf spielte Armin einen abgewehrten Ball vom eigenen Strafraum mit viel Übersicht und etwas Glück in den Laufweg seines Mittelstürmers, der Tantieme im 1:1 gerade noch so überwinden konnte – 5:3. Doch Igor setzte nach, packte ein drittes Mal den Außenrist aus und den Ball in die lange Ecke. 6:3, und obwohl noch eine gute halbe Stunde zu spielen war, glaubten die Bunten wohl nicht mehr daran, noch etwas reißen zu können.

Immerhin, sie stellten sich in der Abwehr zunehmend geschickter an, verteidigten konsequenter, gingen die in Unterzahl nicht immer schmerzfreien Wege nach hinten; vorne indes vergaben sie manche Chance eher kläglich. Irgendwann gelang es ihnen, den Spielzug, der zum 3:2 geführt hatte, zu reproduzieren: Armin setzte Rechtsaußen Roman ein, der spielte in die Mitte und Tobi H. wurschtelte ihn irgendwie über die Linie. Der zweite beschleunigte Angriff über rechts hatte zum zweiten Mal zu einem Tor geführt, 6:4. Bald darauf führte Roman eine Ecke kurz aus, Armin spielte am Sechzehner quer, Abschluss, 6:5.

Igor hatte die Chance, den Deckel drauf zu machen, vergaß aber, den Außenrist zu nehmen, und verzog. Auf der anderen Seite griffen die zunehmend unter Zeitdruck stehenden Bunten mittlerweile zu Halbfeldflanken und Chips. Einen solchen servierte Armin so perfekt, dass der verteidigende Albin zwar gerade noch mit dem Kopf heranreichte, ihn aber nur noch unhaltbar für Tantiemovic verlängern konnte. 6:6.

In Ermangelung einer Uhr wurde vorgeschlagen, dass das nächste Tor das Spiel beende. Und so geschah es, dass Bunt einen Ball abfing und Armin auf die Reise schickte, der mit höherer Standfestigkeit gesegnet war als der gegnerische Torhüter und anschließend auf den mitgelaufenen Roman passte, der die eine oder andere Verbrennung in Kauf nahm und den Ball über die Linie grätschte. Abpfiff.

Orange trieb nun, vom Golden Goal überwältigt, doch noch eine Uhr auf, und es wurden zehn weitere Minuten angesagt, die sich zur allgemeinen Überraschung dann doch nur wie deren drei anfühlten. Es blieb beim 6:7.

Jochen, schön war’s, komm bald wieder! Tantieme, ganz ehrlich: So schnell hatte ich nicht wieder mit Dir gerechnet, es ist mir ein Fest!

Bunt 7:6 Orange

Bunt: Armin, Harald, Manu, Roman, Tobi H., Islandese
Orange: Albin, Albrecht, Igor, Meister, Ralf, Stefan, Tantieme

Man of the match: Bei Darko hieß es, Igor habe seinen Hut in den Ring geworfen. Wer vier Tore erzielt, hat gute Argumente auf seiner Seite. Auch der aufmerksame und fulminant abschließende Albi wäre ein Kandidat gewesen, hätte das Team der beiden nicht in Überzahl verloren. So aber wird es derjenige, der an fast allen bunten Toren beteiligt war und nebenbei sehr diszipliniert nach hinten spielte: Armin. („Das Spiel haben wir in der Abwehr gewonnen.“)

 

 

 

Kein Felix Jr. in Sicht (12.04.2017)

Ralph reichts ist ein Animationsfilm von Disney, der 2012 in die Kinos kam. Tagein, tagaus muss Ralph darin den Bösewicht mimen und in dem fiktiven 8-Bit-Videospiel „Fix-it Felix Jr.“ die Rolle des Zerstörers spielen. Und natürlich haben ihm die Programmierer einen Kontrahenten gegenüber gestellt, der alles besser kann, schneller ist und immer die Lorbeeren erntet: Felix Jr., der freundliche Handwerker, der alles im Nu repariert. So einen Felix Jr. hätte Orange gestern auch dringend benötigt, weil unser Ralf die Rolle des Zerstörers perfekt ausfüllte. Und weil bei Orange sonst niemand in der Lage war, die von ihm ausgehende Gefahr einzudämmen oder zumindest die Schäden zu reparieren.

Bunt spielte bei eigenem Ballbesitz mit einer Raute, wobei Ralf als Mittelstürmer im Zentrum lauerte. Bei einem Spiel 5 gegen 5 finden sich immer wieder Räume und Gelegenheiten, wenn die Mannschaft mit Ball sich ordentlich bewegt und wenig Fehlpässe produziert. Und das gelang Bunt in der Anfangsphase nahezu perfekt. Dieser starke Start ins Spiel wurde allerdings auch durch Ballverluste ermöglicht, nach denen Orange häufig viel zu offen stand. Dazu war jeder Schuss auf’s Tor ein Treffer und so stand es schnell 8:1.

Bei diesem Spielstand entstand eine kurze Diskussion, ob die Mannschaften noch einmal durchgewechselt werden sollten. Orange entschied sich letztlich dagegen und spielte in der Folgezeit deutlich defensiver sowie kompakter. Das Spiel wurde etwas ausgeglichener und Orange erzielte zwei Treffer zum 8:3.

Nach dieser kurzen Phase auf Augenhöhe gab Bunt wieder mehr Gas und machte mit vollem Engagement weiter. Regelmäßig konnten orange Bälle im Spielaufbau geblockt werden. Wenn sich Kontermöglichkeiten boten, spielte Bunt sie konsequent zu Ende. Stand Orange eigentlich dich genug in der Defensive, kreiste der Ball bei den Bunten geduldig, bis sich doch eine Lücke bot.

Die Moral von Orange bröckelte und so ließ die Gegenwehr immer stärker nach. Beim Stand von 19:4 beendete man das ungleiche Spiel gegen 21:20 Uhr und noch vor den Pragern.

Auch wenn die Mannschaften nicht so unausgewogen waren, wie es das Ergebnis vermuten lässt, stimmt auch, dass es Orange vor allem an einem durchschlagskräftigen Offensivspieler fehlte. Da bei Bunt außerdem vieles klappte, bei Orange dagegen sehr wenig, gab es diesen Kantersieg.

 

Orange 4:19 Bunt

Orange: Albrecht, Martin, Meister, Roman, Tobi H.

Bunt: Albin, Harald, Marcus M., Ralf, Stefan

Man of the Match: Ralf. Schätzungsweise die Hälfte aller Tore von Bunt gingen auf sein Konto.

Klare Sache – 05.04.2017

7 gegen 7, optimale Bedingungen, zwei ausgeglichene Mann-
schaften, alles angerichtet für ein offenes Spiel. Denkste.
Nachdem Orange schnell vier Tore vorlegte, kam im gesamten
Spiel keine Spannung mehr auf. Bunt schaffte es im gesamten
Spielverlauf nicht mehr entschiedend zu verkürzen.

Auch zwei durch Martin verursachte längere Unterbrechungen
(bei der ersten konnte der Ball auf dem Schulneubau noch
gefunden werden, bei der zweiten wurde die Ballsuche auf
später vertagt) konnten den Spielfluss der Orangenen
nicht stören. Souverän brachten diese den Sieg nach Hause.

Bei der Analyse kam Bunt zum Schluss, dass sie zuviele
Offensivspieler im Kader hatten, Orange dagegen ausgewogener
aufgestellt war. Derjenige, der die Mannschaften zusammen-
gestellt hat, wird sich das sicher zu Herzen
nehmen und diesen Aspekt beim nächsten Mal berücksichtigen.

Orange – Bunt 11-5

Orange: TobiH, Harald, Jochen, Stefan, Martin, Marco, Steffen
Bunt: Manu, Marcus M., Ralf, Ollo, Igor, Meister, Armin

MotM: Stefan, starke Partie, defensiv wie offensiv! Setzt
seinen Lauf in diesem Jahr fort!