Bunt verließ die gut halbstündige Gleichzahl mit einer 6-3 Führung, die sich in Unterzahl nur langsam verringerte. Orange begann irgendwann, (zu) einfache Tore zu machen, und ging kurz vor Schluss erstmals in Führung. Bunt wusste mit einer Energieleistung zu kontern und erzielte den verdienten Ausgleich in einem guten Spiel.
Bunt 14 – 14 Orange
Bunt: Martin, Micha, Prager Marco, Bernd, Igor, Meister (ab 30.), Ralf (ab 40.)
Orange: Stefan, Ollo, Niki, unser Marco, Manu, Albin (ab 30.)
Viel mehr als das, was in der Überschrift steht, weiß ich nicht. Hab’s verdrängt, in der vermeintlichen Gewissheit, dass Marcos Spielberichtsformular endlich einmal ausgefüllt würde.
Bunt war zu stark für ganz schwache orangene. Da ich mich nicht detaillierter selbst belasten will, gehe ich gleich zu den nackten Fakten über:
Orange 4 – 10 Bunt (?)
Orange: Micha, Thomas, Ollo, Wilko, Bernd, Niki, Manu
Bunt: Martin, Marco (bis 60.), Roman, Igor, Meister, Claus, Ralf, Albin (ab 10.)
man of the match: Ralf. Entwickelt sich zunehmend zum Abwehrorganisator, wie auch Igor festestellen durfte, als er einmal seine Deckungsaufgaben nicht erfüllte.
Wie schon in der Vorwoche war die Überzahlmannschaft (orange) nicht in der Lage, das Spiel für sich zu entscheiden. Vielmehr musste sie lange um den Sieg zittern, und wenn bunt in der 88. etwas zielstrebiger abgeschlossen hätte, wäre der erneute Unterzahlsieg perfekt gewesen. Orange indes wollte sich nicht die Blöße einer weiteren Überzahlniederlage geben und trat mit zunehmender Spieldauer nicht nur konzentrierter und disziplinierter auf (nachlässiger als in der ersten halben Stunde wäre auch kaum möglich gewesen), sondern ging zwischenzeitlich gar dazu über, in der Abwehr klare Kommandos zu geben und diese auch umzusetzen.
Ansonsten stand das Spiel im Zeichen zweier großer Torhüter, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass die Partie mit 5:5 eine der torärmsten seit Beginn der Blogschreibung war.
Orange 5:5 Bunt
Orange: Thomas (T), Ollo, Niki, Igor, Bernd Stefan, Johannes (jAH-Gast), Manu Bunt: Micha (T), Claus, Roman, Stefan Bernd, Ralf, Martin, Tobi H.
man of the match: Thomas. Nicht wegen seiner bravourösen Torhüterleistung ( die war ja zu erwarten), sondern weil er es schaffte, seinen Mitspielern 70 Minuten lang einzureden, sie seien in Überzahl und müssten das endlich mal beweisen. Der Fuchs.
Orange orientierte sich am VfB. Dem VfB der Vor-Frankfurt-Phase. (In der Hoffnung, dass es eine Vor-Frankfurt-Phase bleibt, aber das nur am Rande)
Defensiv ließ man dem Gegner viel Platz und zeigte sich alles andere als zweikampfstark, offensiv spielte man zwischen (gedachter) Mittellinie und Strafraum gefällig quer, aber das war’s dann auch. Stattdessen spielte man Bunt an, die rasch ausschwärmten und konsequent abschlossen.
Orange hingegen wartete mit dem Abschluss selten auf die passende Lücke, sondern orientierte sich an Hitzlspergers Kölner Schussleistung, und die wenigen Hereingaben hatten Hilbertsche Qualität, sodass der Mittelstürmer mitunter in der Luft hing und selbst ins Mittelfeld zurück musste. Marco hat die gesamte Vorbereitung verpasst, Bernd ist noch nicht wieder ins Mannschaftsgefüge integriert, Manu sollte mal ein paar Wochen rausrotieren und fit werden, Martin gab vor dem Tor den Ganea Pogrebnyak aus dem Lübeck-Spiel, Micha hatte bei einem Gegentreffer eine leichte Rückenblockade (hielt aber auch einige tolle Sachen), und ein starker Innenverteidiger kann halt nicht auch noch die Tore machen.
Bunt indes war lauf- und spielstark, diszipliniert, zielstrebig und jederzeit Herr der Lage. Nach früher, klarer Führung geriet der Sieg zwar gegen Ende noch kurz in Gefahr, als Orange herankam und sogar zwischenzeitlich ausglich, doch die unbedarfte Harmlosigeit war ein gefundenes Fressen für abgezockte Bunte.
Orange 9 – 10 Bunt
Orange: Micha, Ollo, Tobi H., Martin, Bernd, Marco, Manu Bunt: Niki, Claus, Wilko, Ralf, Meister, Igor
Man of the match: Niki. Hinten zumeist letzter Mann, aber bei jedem Angriff vorne dabei. Mit Erfolg.
Veranstaltungshinweis:
Zur nach dem Spiel entstandenen Diskussion über die Einführung von Elfmeterschießen referiert am Mittwoch Experte Tobi H.
Nein, das da oben ist kein Tippfehler. Es soll also auch keine Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn dieses Blogs angestoßen werden, weil wir zuletzt häufiger nur Telegramme zustande brachten.
Vielmehr habe ich mir wieder einmal die Suchbegriffe angesehen, mit denen man in unserer bescheidenen Hütte landete. Eine der jüngsten Anfragen lautete dabei „Kelchblog„, an wem auch immer er vorüber gehen möge.
Ansonsten entwickeln wir uns weiterhin zu einem medizinischen Referenzmedium, wie nicht nur die nach wie vor zahlreichen Me- und Miniskustreffer („für und wieder meniskusoperation„) nahelegen, sondern auch ergänzende Suchanfragen zu „muskelinfekt„,“wie lange krank bei rippenfraktur„, „schmerztrias„, „op-vorbereitung-kiefer-kleidung“ „operationstisch fixierung„.
Fußballspezifische Themen wie „fussball taktik“ oder „uefa lige“ wurden um die unangenehmen Nebenerscheinungen unseres Sports ergänzt: „sportgerichtsbarkeit„, „statistik doping 2009„, „schlägerei in liggeringen„, und manch andere Anfrage lässt einen schlicht ratlos zurück: „sportingbett„.
Schließlich können die betroffenen Herren vielleicht noch sagen, welcher Narziß sie bei diesen Suchen geritten hat:
„andi kelsch„, „www.nicki acht acht neun.wordpress.com„, „wilko bereit„, „vfb stutt manu 11.febr.2008„, und „ralf ballaus„.
Offensichtlich war es eines dieser Spiele, die man schnell vergisst. Zumindest ich. Dabei war ich bei den Siegern, glaube ich – aber ganz sicher bin ich mir nicht mehr. Orange war ich auf jeden Fall. Martin war bei mir und hat Wilko außer Gefecht gesetzt. Der verletzte Meister schleppte sich durch das Spiel wie einst Wolfgang Weber. Micha trat als souveräner Elferschütze in Erscheinung. Steffen musste im geliehenen Dress antreten. Geredet haben wir nicht.
Genug des Zeitspiels, Butter bei die Fische:
Orange 7-6 Bunt (???)
Orange: Claus, Ollo, Meister (bis 65.), Ralf, Martin, Götz, Manu Bunt: Thomas, Steffen, Wilko, Micha, Stefan, Niki, Meister (ab 65.)
man of the match: Martin. Schoss so oft wie Marco zu seinen besten Zeiten, ohne dabei den Zaun zu überwinden. Chapeau.
Und diesmal hab ich so richtig keine Ahnung.
Bunt kam am Ende fast nochmal ran.
Orange 8-7 Bunt oder 7-6?
Orange:
Igor (schwach), Martin (lausig), Claus (mies, bis 50., ab 70.), Stefan (erbärmlich), Thomas (liederlich, 50.-70.), Ralf (grausam), Wilko (beschämend, bis 70.)
Bunt:
Micha (grottig), Tobi H. (unterirdisch), Ollo (völlig neben sich), Meister (übel), Thomas (liederlich, bis 50.), Claus (mies, 50.-70.), Manu (beschissen)
Zuschauer:
Bernd (Hooligan), Steffen (Bruttler)
man of the match: Tobi H. Manndecker, Spielmacher, Torschütze – was hätte er bei bunt denn noch alles machen sollen?
Das mit der Taktikbesprechung um zehn vor acht, meine ich. Nun müssen wir noch in die Köpfe bekommen, dass jeder einzelne Mittwochskick genauso wichtig ist wie die gestrige Demütigung der Platzherren, und schon können wir künftig immer 90 Minuten spielen.
Wie wir wissen, hatten sich die Strategen Thomas, Claus und Steffen bereits in der Vorwoche mit dem Plan, jeden Kelsch jeden tag ein bisschen besser zu machen der Taktik befasst und sich letztlich für ein Mittelfeldquadrat entschieden, das die Außenverteidiger der Viererkette besonders in die Pflicht nahm – ein Auftrag, den diese glänzend erfüllten.
Aber der Reihe nach:
Bereits kurz vor Spielbeginn sah Marco seine Felle, vulgo: Spielanteile, angesichts des auch in der Spitze sehr breiten Kaders rasch davonschwimmen und entschied sich für die Rollen des Unparteiischen und des Chefkritikers, die ihm ausnehmend gut standen („Der einzige Kelsch unter Normalform war Igor.“).
Somit blieb ein 16er-Kader, den Thomas auf die gewählte Taktik einschwor und in dem nur Hüter Micha sowie die Innenverteidiger Wilko und Tobi H. als unersetzlich galten – zurecht, wie alle drei unter Beweis stellen sollten. Auf den Außenbahnen tummelten sich die Zwillinge, der Barcelona-Mann (Zitat eines Pragers), der personifizierte Rollenkonflikt Martin und Panamaniki, der gelegentlich auch die 6 gab.
Weitere 6er waren zumeist der vielgetretene Steffen und der Mann mit dem Golfpullunder. Die offensiveren Mittelfeldpositionen wurden zunächst von Claus (lief schnell) und Thomas (lief viel) besetzt, mitunter auch von Igor oder einem der Doppelsechser.
Als Knipser waren Ralf und Ollo eingeplant, die Vorlagen sollten Tobi Z. und Igor geben. Letzterer hatte sein persönliches Soll bereits nach etwa 25 Sekunden erfüllt, was ihm böse Blicke und Rufe neidischer Mitspieler einbrachte.
Die zahlreich erschienen Zuschauer, darunter der leider noch immer rekonvaleszente Bernd, sahen zunächst eine feldüberlegene und bei wohlwollender Betrachtung auf eine frühe Führung drängende Prager Mannschaft, während die Kelschs noch auf der Suche nach Ordnung waren. Die für den Spielaufbau vermeintlich ach so wichtigen Sechser („Die 6 ist die neue 10″) kamen in den ersten zehn Minuten (ebenfalls bei wohlwollender Betrachtung) in Summe auf geschätzte zwei Ballkontakte, und der eine oder andere Kelsch konnte einen gewisse Nervosität angesichts der veränderten Rahmenbedingungen nicht leugnen.
Nach den ersten beiden Torchancen der Platzherren – Micha parierte einen Kopfball glänzend – brachte bunt jedoch endlich die nötige Ruhe ins Spiel, gewann an Sicherheit am Ball wie auch im Passspiel und unterstützte die zunächst etwas allein gelassene Viererkette deutlich besser. Das Spiel wogte nun hin und her war nun zunehmend ausgeglichen. Zwar spielte sich das Geschehen noch immer stärker in der Kelschhälfte ab; Gefahr entstand jedoch nur sehr selten, während Walters Mannen nun doch begannen, ihre Gefährlichkeit im Angriff anzudeuten. Zunächst misslang dabei verschiedentlich der letzte Pass, bis der an der Abseitslinie lauernde Ralf einen Ball aus dem Mittelfeld knackig direkt verwertete. Noch vor der Halbzeit beraubte Tobi Tobi eines Kopfballtores, wobei eine 2:0 Pausenführung des Guten auch etwas zu viel gewesen wäre.
Trotz des Schocks zur Pause (der Schiri musste seinem Laufpensum Tribut zollen) begannen die Kelsch die zweite Hälfte (fast) jederzeit souverän, ließen Ball und Gegner laufen und konnten sich auf die überragende Abwehr verlassen. Stefane hatte dann das goldene Händchen, den Meister einzuwechseln, der von Martin sogleich wohlweislich nach vorne geschickt wurde. Augenblicke später setzte Niki zu einem seiner gefürchteten Flankenläufe an, flankte aus vollem Lauf und entgegen seiner Fußhaltung auf das kurze Fünfereck, wo der Meister großartig direkt verwandelte – ob er schneller traf als Uwe Rahn gegen Schweden, wird derzeit eruiert. In jedem Fall war es ein Schulbuchangriff, bei dem die Ersatzspieler Igor und Claus von Glück reden konnten, vom Referee nicht verwarnt zu werden.
Wenige Minuten später spielte Manu im Strafraum quer auf Ralf (obwohl Claus den Ball für den am langen Pfosten stehenden Tobi Z gefordert hatte), der seinem Ruf als Torraumwühler gerecht wurde und zum 3:0 einnetzte. Angesichts der stählernen Innenverteidigung und eines Torwächters, der bei jeder brenzligen Situation zur Stelle war, fragten sich nicht nur die Prager, wie sie dieses Spiel noch drehen sollten. Dass die komfortable Führung doch noch einmal in etwas Ähnliches wie Gefahr geriet, lag ausschließlich an ein paar ängstlichen Kelschs, die Micha und Igor mit besorgten Rufen zum Innehalten animierten, was der Gegner dankend zur Kenntnis nahm und (natürlich von halblinks in die kurze Ecke, wie Stefan unbarmherzig feststellte) zum 1:3 verkürzte.
Der gemeine Leser mag sich nun fragen, wo sich denn der zweite Knipser Ollo versteckt habe. Nun, der gemeine Mitspieler stellte sich die selbe Frage. Nur Claus schien zu wissen, wo Ollo sich jeweils aufhielt und spielte ihn verschiedentlich in aussichtsreicher Position an, um dann gewisse Schwächen im Abschluss konstatieren zu müssen. Aber wie wir wissen, ist unser Mittelstürmer ein Mann für die wichtigen Tore, und so nickteschobkniete hüftetebimmelte bugsierte er den Ball just in der Phase, als die Veilchen nochmals ganz vage an ihre Chance zu begannen glaubten, auf Zuspiel von Claus (oder war’s Thomas?) zum 4:1 über die Linie.
Der frustrierte Gegner schickte dann noch Steffen verletzungsbedingt zum Duschen, doch mittlerweile war bunt so gefestigt, dass auch dieser Ausfall niemanden mehr aus der Ruhe bringen konnte.
Der Geburtstagskalender sollte nun - auf Basis der Kelschliste - stimmen.
Wer 30 Tage vor dem großen Tag nicht hier auftaucht, möge sich an manu wenden.