Der Artikel zum letzten Spiel wurde aufgrund der schonungslos offen dargestellten innermannschaftlichen Verhältnisse und defizitären spielerischen Fähigkeiten der Orangenen und weiterhin aus Rücksicht auf die labilen Befindlichkeiten der betreffenden Spieler von der Redaktion in Abstimmung mit dem DFB und der psychologischen Betreuung des Teams nicht zur Veröffentlichung freigegeben.
Begründung:
In dem Artikel wird explizit und insbesondere die mangelhafte Einstellung und die für die lange Prager Saison nicht wettbewerbsfähige Einzelleistung der Orangenen vor dem Hintergrund und speziell im Hinblick auf die Besonderheiten des Mannschaftssports eingegangen. Zu guter letzt und schlussendlich auch als trauriger Beweis der tiefen Zerrissenheit der Orangenen werden die nach dem Spiel geführten Verbalattacken wörtlich wiedergegeben. Die Brisanz der geführten Auseinandersetzung wird hier letztlich mit jedem Komma deutlich nachgezeichnet, eine Erklärung – gar Rechtfertigung – für die oben beschriebene Leistung auf dem Platz lässt sich aber so nicht ableiten.
Weiterer Hintergrund:
Völlig unverständlich erscheint im Zusammenhang auch die Benennung eines ‚Man of the Match’ schon Tage vor dem Spiel. Dass die geschürten Erwartungen im tatsächlichen Spiel nicht erfüllt werden konnten, liegt auch an der Tatsache, dass sich die Spieler ‚Bunt’ zu Recht herausgefordert fühlten und entsprechendes dagegen zu setzen wussten. Es muss klar sein, dass es Spieler mit Sonderstatus oder Stammplatzgarantie nicht geben kann und nicht geben darf. Dass es weit nach der Hälfte der Spielzeit immer noch zu Null gegen die Orangenen stand, und der erste Treffer ‚Orange’ dann lediglich durch Glück erzielt werden konnte, nun, ist allenfalls eine Randnotiz.
Fazit:
Vor diesem Hintergrund war die Nichtveröffentlichung des Artikels gerechtfertigt, auch wenn es Stimmen gibt, die hier eine freie Presse in der Verantwortung sehen. Entgegengebracht werden kann hier die anstehende erneute Begegnung Orange gegen Bunt morgen Mittwoch den 15.10. (diesmal 20.30 Uhr) und der Versuch, ein dem sportlichen Gedanken und dem angestrebten sinnbildlichen mediterranen Mannschaftsklima zuliebe ein entsprechendes Stimmungsfeld zu bereiten.
Positiv zu vermerken ist trotz allem die – zumindest vorübergehende – Läuterung des Rekordrotsünders Doc Sinner K., der im Spiel diesmal ‚nur’ die gelbe Karte sah (Halten und allgemein dümmliche Bemerkungen zu Gegenspielern). Eine Prognose für die nahe Zukunft kann jedoch hier noch nicht erstellt werden, es bleibt abzuwarten, wie der Spieler mit dem zukünftigen Druck umzugehen vermag. Sportliche Fairness ist ein Charakterzug, der sich bekanntermaßen schwerlich im nachhinein antrainieren lässt.
Schlussbemerkung:
Autor und Redaktion bedauern zutiefst die Verwirrungen, die im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Artikels zustande kamen und bitten hier um Verständnis. Der weitere Saisonverlauf wird zeigen wie die entsprechenden Spieler dieses weite Tal der fußballerischen Unterklasse durchschreiten werden. Die Hoffnung ist, dass es am Ende wieder bergauf geht.