Auch in der Sportpresse wird der Kelsch-Sieg gewürdigt:
jAH handelt sich 1:4-Klatsche ein (24.07.09)
Im Freundschaftsspiel (das dritte in 2009) der jAH des SV Prag gegen „Die Kelschs“ (Akademische Sportgruppe Walter Kelsch/ Mittwochskicker) am 22. Juli unterlagen die Prager völlig verdient mit 1:4. Bis auf die ersten 10 Minuten brachten die Prager fast gar nichts zu Stande. Es wurde unglaublich pomadig und arrogant gespielt, Positionen nicht gehalten und die wenigen Großchancen kläglich vergeben. Lediglich Torspieler Ingo Reichelt und Defensivmann Marc Wegner (Torschütze von Prag) haben eine ordentliche Leistung gezeigt. Alle anderen blieben weit bis ganz weit hinter den Erwartungen zurück. Sehr vermisst wurden die verletzten Nitsche, Nick, Kurz und Beutenmüller. Bis auf eine rüde Attacke gegen S. Jacob (Die Kelschs) war das Spiel sehr fair und beide Mannschaften hockten noch bis nach Mitternacht gemeinsam diskutierend bei Bier und Pizza vor und im Blauen Saal.
Bisherige Spielergebnisse der jAH seit bestehen für die Chronik:
jAH Prag – Die Kelschs 2:4 (2006); jAH Prag – Prokis 1:2 (2007); jAH Prag – SV Allmersbach 3:1 (2009); Allianz AH – jAH Prag 0:0 (2009); jAH – Die Kelschs 1:4 (2009).
Das mit der Taktikbesprechung um zehn vor acht, meine ich. Nun müssen wir noch in die Köpfe bekommen, dass jeder einzelne Mittwochskick genauso wichtig ist wie die gestrige Demütigung der Platzherren, und schon können wir künftig immer 90 Minuten spielen.
Wie wir wissen, hatten sich die Strategen Thomas, Claus und Steffen bereits in der Vorwoche mit dem Plan, jeden Kelsch jeden tag ein bisschen besser zu machen der Taktik befasst und sich letztlich für ein Mittelfeldquadrat entschieden, das die Außenverteidiger der Viererkette besonders in die Pflicht nahm – ein Auftrag, den diese glänzend erfüllten.
Aber der Reihe nach:
Bereits kurz vor Spielbeginn sah Marco seine Felle, vulgo: Spielanteile, angesichts des auch in der Spitze sehr breiten Kaders rasch davonschwimmen und entschied sich für die Rollen des Unparteiischen und des Chefkritikers, die ihm ausnehmend gut standen („Der einzige Kelsch unter Normalform war Igor.“).
Somit blieb ein 16er-Kader, den Thomas auf die gewählte Taktik einschwor und in dem nur Hüter Micha sowie die Innenverteidiger Wilko und Tobi H. als unersetzlich galten – zurecht, wie alle drei unter Beweis stellen sollten. Auf den Außenbahnen tummelten sich die Zwillinge, der Barcelona-Mann (Zitat eines Pragers), der personifizierte Rollenkonflikt Martin und Panamaniki, der gelegentlich auch die 6 gab.
Weitere 6er waren zumeist der vielgetretene Steffen und der Mann mit dem Golfpullunder. Die offensiveren Mittelfeldpositionen wurden zunächst von Claus (lief schnell) und Thomas (lief viel) besetzt, mitunter auch von Igor oder einem der Doppelsechser.
Als Knipser waren Ralf und Ollo eingeplant, die Vorlagen sollten Tobi Z. und Igor geben. Letzterer hatte sein persönliches Soll bereits nach etwa 25 Sekunden erfüllt, was ihm böse Blicke und Rufe neidischer Mitspieler einbrachte.
Die zahlreich erschienen Zuschauer, darunter der leider noch immer rekonvaleszente Bernd, sahen zunächst eine feldüberlegene und bei wohlwollender Betrachtung auf eine frühe Führung drängende Prager Mannschaft, während die Kelschs noch auf der Suche nach Ordnung waren. Die für den Spielaufbau vermeintlich ach so wichtigen Sechser („Die 6 ist die neue 10″) kamen in den ersten zehn Minuten (ebenfalls bei wohlwollender Betrachtung) in Summe auf geschätzte zwei Ballkontakte, und der eine oder andere Kelsch konnte einen gewisse Nervosität angesichts der veränderten Rahmenbedingungen nicht leugnen.
Nach den ersten beiden Torchancen der Platzherren – Micha parierte einen Kopfball glänzend – brachte bunt jedoch endlich die nötige Ruhe ins Spiel, gewann an Sicherheit am Ball wie auch im Passspiel und unterstützte die zunächst etwas allein gelassene Viererkette deutlich besser. Das Spiel wogte nun hin und her war nun zunehmend ausgeglichen. Zwar spielte sich das Geschehen noch immer stärker in der Kelschhälfte ab; Gefahr entstand jedoch nur sehr selten, während Walters Mannen nun doch begannen, ihre Gefährlichkeit im Angriff anzudeuten. Zunächst misslang dabei verschiedentlich der letzte Pass, bis der an der Abseitslinie lauernde Ralf einen Ball aus dem Mittelfeld knackig direkt verwertete. Noch vor der Halbzeit beraubte Tobi Tobi eines Kopfballtores, wobei eine 2:0 Pausenführung des Guten auch etwas zu viel gewesen wäre.
Trotz des Schocks zur Pause (der Schiri musste seinem Laufpensum Tribut zollen) begannen die Kelsch die zweite Hälfte (fast) jederzeit souverän, ließen Ball und Gegner laufen und konnten sich auf die überragende Abwehr verlassen. Stefane hatte dann das goldene Händchen, den Meister einzuwechseln, der von Martin sogleich wohlweislich nach vorne geschickt wurde. Augenblicke später setzte Niki zu einem seiner gefürchteten Flankenläufe an, flankte aus vollem Lauf und entgegen seiner Fußhaltung auf das kurze Fünfereck, wo der Meister großartig direkt verwandelte – ob er schneller traf als Uwe Rahn gegen Schweden, wird derzeit eruiert. In jedem Fall war es ein Schulbuchangriff, bei dem die Ersatzspieler Igor und Claus von Glück reden konnten, vom Referee nicht verwarnt zu werden.
Wenige Minuten später spielte Manu im Strafraum quer auf Ralf (obwohl Claus den Ball für den am langen Pfosten stehenden Tobi Z gefordert hatte), der seinem Ruf als Torraumwühler gerecht wurde und zum 3:0 einnetzte. Angesichts der stählernen Innenverteidigung und eines Torwächters, der bei jeder brenzligen Situation zur Stelle war, fragten sich nicht nur die Prager, wie sie dieses Spiel noch drehen sollten. Dass die komfortable Führung doch noch einmal in etwas Ähnliches wie Gefahr geriet, lag ausschließlich an ein paar ängstlichen Kelschs, die Micha und Igor mit besorgten Rufen zum Innehalten animierten, was der Gegner dankend zur Kenntnis nahm und (natürlich von halblinks in die kurze Ecke, wie Stefan unbarmherzig feststellte) zum 1:3 verkürzte.
Der gemeine Leser mag sich nun fragen, wo sich denn der zweite Knipser Ollo versteckt habe. Nun, der gemeine Mitspieler stellte sich die selbe Frage. Nur Claus schien zu wissen, wo Ollo sich jeweils aufhielt und spielte ihn verschiedentlich in aussichtsreicher Position an, um dann gewisse Schwächen im Abschluss konstatieren zu müssen. Aber wie wir wissen, ist unser Mittelstürmer ein Mann für die wichtigen Tore, und so nickteschobkniete hüftetebimmelte bugsierte er den Ball just in der Phase, als die Veilchen nochmals ganz vage an ihre Chance zu begannen glaubten, auf Zuspiel von Claus (oder war’s Thomas?) zum 4:1 über die Linie.
Der frustrierte Gegner schickte dann noch Steffen verletzungsbedingt zum Duschen, doch mittlerweile war bunt so gefestigt, dass auch dieser Ausfall niemanden mehr aus der Ruhe bringen konnte.
…lautete der frühere Name eines ziemlich bekannten Fußballblogs. Grundsätzlich gibt’s dort interessante Sachen zu lesen, heute jedoch geht es mir vor allem um die dem Namen innewohnende Aufforderung:
15:00 mag ein bisschen früh sein, aber wie wär’s denn angesichts des heutigen Auswärtsspiels mit dem aberwitzigen Projekt 19:50 Taktikbesprechung? Oder sagen wir 19:50 Platzbetreten?
Orange: Steffen, Meister, Martin, Ollo (bis 21.), Harald (bis 20.),
Stefan ( ab 25.) Manu, Tobi H.
Bunt: Micha, Thomas, Claus, Marco, Phillip, Ralf, Stefan (bis 24.), Ollo
(ab 23.)
Orange geht vor allem durch einen meisterlich aufgelegten Ollo in
Führung. Haralds Leiste macht zu. Wechselorgie. Orange in Unterzahl. Orange verteidigt Weltklasse, Bunt liederlich. Ollo hat sein Pulver verschossen. Der Meister nicht.
Endstand knapp für Orange. 9:6
(Diese Zahl wurde glaubhaft durch einen Sachverständigen rekonstruiert)
Man of the Match
in der engeren Auswahl waren :
Der Getränkelieferant Claus
Der abgebrühte Konterkiller Meister
Das launische Chamäleon Ollo
and the Winner is ….
Ollo – trotz dubioser Wechselspielchen und deutlich nachlassender Leistung - sein gefühlvoller Lupfer für das richtige Team war das Highlight des Abends.
Leibchen: Manu, Thomas, Jochen S., Harald, Tobi H., Micha
Bunt: Meister, Claus, Ollo, Igor, Stefan, Martin
Zuschauer: Roman
Welch ein Auftakt, 3:0 gehen die Bunten die Führung, doch zu früh gefreut. Die Leibchen kommen zurück, wenn auch nur zögerlich, kämpfen sich langsam und mühsam heran (3:2) und gehen dann auch irgandwann in Führung. Zum Schluss einer etwas müden Partie retten die Leibchen den Sieg (6:5?) über die Zeit. Es fallen wunderschöne Tore, die beiden Tobis machen sich das Tor des Monats gegenseitig streitig: Der Meister hält kurz hinter der Mittellinie einfach mal drauf, der verdutzte Torhüter Micha kommt an den flatternden Gewaltschuß nicht mehr heran. Tobi H. (rubesch) köpft auf der Gegenseite eine Ecke wunderschön in die Maschen, in dem er sich im Luftkampf gegen Stefan durchsetzt und den Ball als Aufsetzer in die Ecke setzt, Keeper Martin chancenlos.
Man of the match: Doc Sinner, die Tormaschine. Schießt die Leibchen fasst im Alleingang zum Sieg, war torgefährlichster Spieler auf demPlatz.
Newcomer des Monats: Harald, Arbeitskollege von Tobi H., spielte eine blitzsaubere Partie, muß allerdings an seiner Ausdauer noch arbeiten.
Der Micha hat sie gestern unvermittelt eingefordert, der Tobi hat sich als erster daran gehalten und gleich ein Gegentor kassiert. Der Steffen hat schon lange dafür geworben, der Claus hat sich vor Monaten dafür ausgesprochen, der Manu hat sich der Petition kürzlich angeschlossen. Von den anderen Anwesenden hat keiner widersprochen, ein paar haben explizit zugestimmt, die Abwesenden hängen mit:
ab sofort gilt die Rückpassregel.
Im offiziellen Regelwerk des DFB ist sie etwas verstreut dargestellt, drum vertrauen wir mal der Wikipedia:
Die Zuspielbestimmung des Fußballs besagt, dass es dem Torwart nicht gestattet ist, den Ball mit seinen Händen aufzunehmen oder zu berühren, wenn es sich dabei um ein kontrolliertes Zuspiel mit dem Fuß oder einen Einwurf durch einen Mitspieler der eigenen Mannschaft handelt. Ansonsten darf der Torwart den Ball in seinem Strafraum grundsätzlich mit den Händen spielen.
Der Torwart darf den Ball in die Hand nehmen, wenn der Mitspieler den Ball mit dem Kopf, der Brust oder dem Knie usw. seinem Torwart zugespielt hat. Wendet der Spieler dabei nach Auffassung des Schiedsrichters jedoch einen Trick an, um die Bestimmung zu umgehen, handelt er unsportlich. Er ist zu verwarnen und der indirekte Freistoß ist an der Stelle auszuführen, wo der fehlbare Spieler den Verstoß beging. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Torwart in der Folge den Ball mit den Händen berührt hat oder nicht. Geahndet wird der Verstoß des Spielers.
Hat der Torwart den Ball im eigenen Strafraum mit den Händen kontrolliert und gibt diesen während der sechs Sekunden frei, darf er den Ball nicht wieder mit den Händen berühren. Es sei denn, er wird von einem anderen Spieler zwischenzeitlich gespielt.
In Erweiterung dessen darf der Torwart den Ball zwar außerhalb des Strafraums mit dem Fuß annehmen und damit in den Strafraum zurückkehren, doch dann darf er ihn ebenfalls nicht in die Hand nehmen.
Wehrt der Torwart den Ball mit der Hand nur ab, obwohl er ihn direkt hätte fangen können (zum Zwecke der Wiederaufnahme), und nimmt er den Ball dann endgültig mit den Händen auf, missbraucht der Torwart ebenfalls sein Sonderrecht. Hier soll der Schiedsrichter aber nur eingreifen, wenn er erkennt, dass der Torwart beim ersten Ballkontakt diesen bewusst oder vorsätzlich mit der Hand oder dem Arm ablenkt.
Eine Missachtung der Rückpassregel führt zu einem indirekten Freistoß an jener Stelle, an der der Torwart den Ball regelwidrig in die Hände genommen hat. Sollte der Torwart den Ball innerhalb des Torraums in die Hand genommen haben, wird der Freistoß auf die Torraumlinie zurückverlegt.
Orange hat in unterzahl sehr gut gespielt und bei 8:7 für Bunt dachten auch die Zahlreiche Fans ( 1 Fan mit bezahlten Ticket) das die Orangenen noch gewinnen.
Bunt war sehr nervös und das „Podolsky syndrom“ war deutlich zu spüren. Man on the Match war wieder mal der Klaus. Er ist zwei mal lebensgefehrlich über den Ball gestolpert und trotzdem dabei super geflankt. Sonst wieder Bärenstark.
Geduscht haben nicht: Dr. Sinner und Tobi H. Ralf hat sensationel ein Handtuch gehabt, Nicki hat seine unterhose vergesehen.
In der Kabine haben wir den verdienten Bier von Bodensee getrunken. Bei manchen Spieler war noch Grass in den Schuhen zu spüren/riechen…
Bei Darko hat man über den Platz diskutiert.
[Edit von manu: Sorry, Igor, ich bezweifle, dass wir über das von Dir in den ursprünglich letzten beiden Sätzen genannte Thema öffentlich schreiben sollten. Können wir aber gerne diskutieren.]
Der Geburtstagskalender sollte nun - auf Basis der Kelschliste - stimmen.
Wer 30 Tage vor dem großen Tag nicht hier auftaucht, möge sich an manu wenden.